Medienberichte: Grüne wollen nach dem Agrarministerium greifen

Die Gerüchteküche, ob Anton Hofreiter oder Katrin Göring-Eckardt Landwirtschaftsminister werden könnten, brodelt in Berlin.
Bild: Grüne

Die Grünen haben sich laut Medienberichten auf ihre Wunschministerien festgelegt. Darunter ist auch das Landwirtschaftsministerium. Kandidaten dafür sind Katrin Göring-Eckardt oder Anton Hofreiter. Die Grünen selbst dementieren.

Die Grünen haben sich laut einem Bericht des Spiegels vom Freitagnachmittag bereits vergangenes Wochenende darauf verständigt, um welche Themenfelder und damit Ministerien sie bei den Verhandlungen für eine Jamaikakoalition kämpfen wollen. Danach wollen die Grünen das insbesondere das Umweltressort einfordern. Außerdem wollen sie ein weiteres „Ökoministerium“ anstreben, entweder das Landwirtschafts- oder das Verkehrsministerium, heißt es weiter. Als weiteres Ressort zielen die Grünen laut dem Spiegel am ehesten auf das Sozialministerium.

Die Grünen dementieren postwendend

Die Grünen dementieren den Bericht allerdings umgehend per Twitter. "Die grüne Sondierungsgruppe hat sich nicht über Ressorts oder Besetzungen verständigt. Das steht jetzt auch noch gar nicht an", schreibt die Partei auf ihrem Account am frühen Freitagnachmittag.

Özdemir, Göring-Eckardt und Hofreiter als Minister gesetzt

Die Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir gelten für einen Ministerposten als gesetzt. Der linke Flügel beziehungsweise dessen Spitzenvertreter haben sich laut dem Spiegel auf Fraktionschef Anton Hofreiter als Ministerkandidaten verständigt.

Schmidt und Klöckner wollen auch Agrarminister werden

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) würde sein Amt gern behalten.
Bild: BMEL
Allerdings gibt es bei den Sondierungsgesprächen zwischen CSU, CDU, FDP und Grünen ein ziemliches Gerangel um den Posten des Landwirtschaftsministers. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wird nicht müde zu betonen, dass er es gern weiter machen will. Aber auch die CDU Verhandlungsführerin für den Bereich Landwirtschaft und Verbraucher in den Sondierungen, Julia Klöckner, würde gern an der Spitze es Agrarministeriums in Berlin stehen. Unter der CSU-Agrarministerin Ilse Aigner war sie bereits Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium.

Trotz vieler Gerüchte kommt die Personaldiskussion zum Schluss

Hat auch Ambitionen für die Funktion als Landwirtschaftsministerin in Berlin, Julia Klöckner (CDU).
Bild: CDU, Tobias Koch
Bei den Sondierungsgesprächen zwischen Union, FDP und Grünen wurden Fragen der Ressortzuschnitte und Personalien bislang offiziell ausgeklammert. An diesem Freitag will die große Verhandlungsrunde eine inhaltliche Zwischenbilanz der Gespräche ziehen. Bis Ende nächster Woche soll dann ein gemeinsames Sondierungspapier vorliegen, auf dessen Grundlage die Parteien über die Aufnahme formaler Koalitionsverhandlungen entscheiden wollen.

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18 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Rüdiger Stolle · 1.
    Tonis wille

    Hofreiters Sprüche machen keinen satt ,er macht nur konventionelle Bauern platt !!!!!

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  2. von Josef Meier · 2.
    Hofreiter als Landwirtschaftsminister?

    Also wenn einen Hofreiter als Landwirtschaftsminister dann lieber den Sigi Hofreiter als den Toni Hofreiter. So käme wenigstens wieder tüchtig Geld in die Landwirtschaft.

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  3. von Jost Loehden · 3.

    Sonst bewirkt die Politik genau das was nicht gewollt ist, Industrielle Landwirtschaft!!!

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  4. von Jost Loehden · 4.
    Klöckner ist 100% die richtige Person für den Posten

    ...

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  5. von Jost Loehden · 5.
    Klöckner

    wenn Hofreiter das BMVEL übernimmt kann sich Deutschland aus dem Agrarsektor verabschieden

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  6. von Gerhard Steffek · 6.
    @Wolfgang Daiber - Gott bewahre uns

    Richtig. Denn wenn ich mir den Toni so ansehe, also mit dem was mir heute gesagt wurde, wie er sich immer selber präsentiert und gibt (für den unbefangenen Zuhörer ja nicht schlecht, man merkt er ist von dem was er sagt überzeugt, nur für den Fachmann ist es absoluter Schrott, aber die Meinung des Bauern zählt ja nicht), auch von den Medien hofiert wird (warum auch immer, bzw. es wird deutlich das da auch nur landwirtschaftliche Dumpfbacken ihren Job machen), dann erinnert mich das schwer an Mao Zedong. Dieser Mensch war 1959 verantwortlich für den "großen Sprung nach vorne", später für die "Kulturrevolution" und avancierte damit zum größten Massenmörder der Menschheitsgeschichte. Ungefähr 60 Millionen Menschen soll dieser ideologische Wahnsinn das Leben gekostet haben. Gut, soweit wird es nicht kommen, aber sein "ideologischer Umbau" der Landwirtschaft wird viele landwirtschaftliche Existenzen kosten. Somit - Gott bewahre uns

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  7. von Willi Kremer-Schillings · 7.
    Bitte eine Liste von Ländern...

    ...auf top agrar veröffentlichen, wohin man als Landwirt auswandern kann, wenn Toni H. Landwirtschaftsminister werden sollte. Das Abonnement könnt ihr mir nachschicken, ich übernehme die Mehrkosten.

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  8. von Wilhelm Grimm · 8.
    Dann doch lieber Künast !

    Egal wie, ein grüner Landwirtschaftsminister muss es sein. Wer wie in Niedersachsen von 1% der Landwirte gewählt wird, hat doch ein vorrangiges Anrecht auf diesen Ministerstuhl. Mit der Leitung eines der wichtigsten Ministerien überhaupt müssen natürlich die Tollsten beglückt werden, damit darf keineswegs gespielt werden !?

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  9. von Gerhard Steffek · 9.
    Hofreiter!

    Ich habe heute bei uns in der CSU-Parteistelle angerufen, um Dampf abzulassen und ihnen mitzuteilen das sie die längste Zeit meine Stimme hatten, wenn sie mit den Grünen koalieren. Wir waren uns bei den ganzen Themen so ziemlich einig. Egal ob Glyphosat oder Migration. Was aber dann den Vogel abschoß, war die Aussage, dass Herr Hofreiter ihm bekannt ist, da er schon das Vergnügen hatte mit ihm persönlich zu sprechen ein Konsens mit ihm aber nicht möglich ist, da dieser ein hoffnungsloser Ideologe ist. Somit mit ihm eigentlich kein vernünftiges Gespräch, bzw. Kompromiss zustande kommen kann. Also wenn so ein Mensch bei uns ans Ruder kommt, dann Gute Nacht.

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  10. von Wolfgang Rühmkorf · 10.

    Mit der Preisgabe dieses Ministeriums würde sich die Union vom ländlichen Raum verabschieden. Und natürlich auch von dem Wählerpotenzial!

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  11. von Renke Renken · 11.
    Man kann

    solche "Gerüchte" ja auch mal streuen, um zu testen, was dort an "Gegenwind" kommt, bin mal gespannt, wie sich der Bauernverband dazu positioniert?! Aber dreiviertel der Landwirtschaft ist die nächsten 8 Tage mit der Hochglanzshow in Hannover beschäftigt, in so fern erwarten wir mal nicht zu viel.

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  12. von Renke Renken · 12.
    Wenn die CDU / CSU ihr Wählerklientel derart verrät,

    dann "Gute Nacht" Frau Merkel, aber ich ahne es schon seit Tagen -irgendetwas läuft da, sonst hätten die Grünen bei Kohlekraft und Elektromobilität nicht so schnell klein beigegeben. Dann kann die CSU vermute ich mal, für die Bayernwahl auch sich auf was gefaßt machen.

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  13. von Hans Spießl · 13.
    Landwirtschaftsminister

    Das Ministerium abschaffen, für was brauchen die wenigen Bauern noch ein Ministerium. Das Landwirtschaftsministerium müsste dem Wirtschaftsministerium angegliedert werden, der Chef dort sollte aus der Landwirtschaft kommen, zB Amtschef oder Chef einer Landwirtschaftskammer. unter den Grünen die nebenher eigentlich Rote sind das ist das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft da werden nur die Bio Verbrecher überleben, nicht einmal der kleine ehrliche Bio Bauer mit 15 Kühen!

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  14. von Paul Siewecke · 14.
    Das funktioniert nur wenn...

    der Landwirt die Abgabepreise für seine Produkte selbst bestimmen kann und die ist nun mal in Deutschland weitestgehen nicht gegeben. Und der LEH wird sein (Dumping-) Preisdiktat mit Sicherheit nicht freiwillig aufgeben.

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  15. von Wolfgang Daiber · 15.
    Gott bewahre uns!

    Vor "Diesem Dampfplauderer".

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  16. von Richard Huber · 16.
    @Heiko Dierks

    Das wäre der falsche Weg. Dann musst du erst recht weiter wählen gehen um deinem Protest eine Stimme zu geben.

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  17. von Willy Toft · 17.
    Die Landwirtschaft ist Grün, aber nicht so "ultra" übertrieben!

    Der Seele eines Landwirts wird schon ganz schön viel zugemutet, in der letzten Zeit. Der angebliche "Massentierhalter" hat nicht einmal Zeit sich um seine Belange zu kümmern, weil er seine Tiere versorgen muss! Was für eine verdrehte Welt, wann wollen die Ideologen endlich mal selber beweisen, das man mit weniger Tiere auskömmlich leben kann.

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  18. von Heiko Dierks · 18.

    Wenn die Grünen das Agrarministerium bekommen war es das letzte mal das ich zu einer Wahl gegangen bin

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