Jetzt auf Starkregenereignisse vorbereiten!

Hochwasser nach Starkregen Hochwasser nach Starkregen
Bild: mueef.rlp.de

Seit einigen Jahren treten vermehrt extreme Starkregenereignisse auf. Ursache ist die mit dem Klimawandel verbundene Erwärmung der Atmosphäre, erklärt das rheinland-pfälzische Umweltministerium. Die warme Luft nimmt mehr Wasser auf, das sich irgendwo wieder entlädt.
 
„Wir müssen davon ausgehen, dass die Häufigkeit und Intensität von Starkniederschlägen noch weiter zunehmen werden“, so Umweltministerin Ulrike Höfken am Dienstag in Mainz. In Rheinland-Pfalz seien in den vergangenen Jahren an mehreren Orten bis zu 150 Millimeter Regen in wenig mehr als einer Stunde gefallen. Das ist ein Viertel bis ein Fünftel der Jahresniederschläge.

„Die Starkregenereignisse im Juni waren verheerend und haben viele Betroffene in eine existenziell bedrohliche Situation gebracht. Die Regenmengen, die bei solch extremen Wetterereignissen auf den Boden fallen, können nicht mehr aufgenommen werden. Das Wasser bahnt sich den Weg durch Siedlungen, nimmt alles mit, was im Weg ist – ob Gegenstände, Müll, Schlamm oder Äste“, so Höfken. „Die Wassermassen können wir nicht verhindern, aber wir können vorsorgen und versuchen, die Sturzbäche so zu lenken, dass sie weniger Schaden anrichten“, so Höfken.
 
Als erstes Bundesland hatte Rheinland-Pfalz im Jahr 2011 die ersten Hochwasserschutzkon-zepte in Pilotprojekten gefördert und mit der Umsetzung begonnen.  Das Land unterstützt dabei laut Höfken auch weiterhin die Kommunen und ihre Bürger bei der Aufstellung neuer örtlicher Hochwasserschutzkonzepte nicht nur mit einem Zuschuss bis zu 90 Prozent, sondern auch beratend. „Damit solche Konzepte möglichst unbürokratisch gefördert werden können, wurden die Anmeldefristen aufgehoben, so dass die Kommunen ganzjährig eine Förderung beantragen können“, so Höfken.
 
Darüber hinaus fördert das Umweltministerium die Beseitigung von Unwetterschäden an oder im Gewässern mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Hierfür sind seit 2014 bereits Zuwendungen in Höhe von 930.000 Euro geflossen.

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