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Wie Bäuerinnen im Fall des Falles abgesichert sind

Das Leben hält viele Überraschungen bereit. Manche sind nicht besonders schön. Wir haben im Frühjahr unsere Leserinnen befragt, wie gut sie sich abgesichert fühlen. Hier nun die Ergebnisse.

Lesezeit: 5 Minuten

In unserer Umfrage im Frühjahr haben wir gefragt: Was wünschen Sie sich rund um die Themen Versicherungen, Vorsorge und Verträge? Hier nun die Ergebnisse.

Schnell gelesen

Das Leben hält hin und wieder ­unschöne Überraschungen bereit. Für viele davon kann man mit Versicherungen und Verträgen vorsorgen.

In unserer Umfrage zur Absicherung hat die Hälfte der Teilnehmerinnen an­gegeben, sich gut abgesichert zu fühlen.

Bürokratie und wenig Zeit werden als Gründe dafür genannt, sich nicht mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Vor allem das eigene Konto ist inzwischen keine Seltenheit mehr.

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Der beste Vertrag ist der, den man niemals braucht. Dieser Spruch gilt vor allem für Eheverträge. In guten Zeiten abgeschlossen, kann er in schlechten Zeiten viel Ärger ersparen. Auch, wenn zum Zeitpunkt der Eheschließung kein Gedanke daran verschwendet wird, dass die Liebe einmal enden könnte, so liegt die Gesamtscheidungsrate in Österreich bei über 36 %. Sprich: Jede dritte Ehe wird geschieden.

Wenn dann noch Kinder, Immobilien oder ein Hof betroffen sind, wird es schwierig. Deshalb wollten wir in unserer Umfrage zur finanziellen Absicherung von unseren Leserinnen unter anderem wissen, ob sie einen Ehevertrag haben. Außerdem haben wir nach Finanzen, Versicherungen und Vorsorge gefragt. Viele Frauen quer durch Österreich haben den Fragebogen ausgefüllt und uns einen Einblick gegeben, wie gut sie sich fürs Alter und für Schicksalsschläge abgesichert fühlen.

Das Ergebnis zeigt deutlich: Alle Frauen, die an der Umfrage teilgenommen haben, sind sich der Wichtigkeit einer finanziellen Vorsorge bewusst. Sie machen sich Gedanken dazu und haben wichtige Verträge und Versicherungen abgeschlossen. Bürokratie, fehlende Zeit und der „innere Schweinehund“ halten sie aber davon ab, sich ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen.

Eckdaten der Teilnehmerinnen

Fast die Hälfte der Frauen, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, fühlen sich gut abgesichert. Die meisten von ihnen sind zwischen 20 und 35 Jahre alt, verheiratet und haben Kinder. 69 % der Betriebe, in denen die Teilnehmerinnen leben, wirtschaften im Haupterwerb. 79 % der Betriebe bewirtschaften mehr als 26 ha.

Als Betriebszweige gaben 51 % der Befragten Ackerbau an, 41 % Milchviehhaltung, 24 % Schweinehaltung, 10 bzw. 13 % Geflügelhaltung und Sonderkulturen. Knapp 27 % der Betriebe haben außerdem eine Direktvermarktung im Betrieb.

Lebensphasen entscheidend

Die meisten der Teilnehmerinnen haben sich bis zum 35. Lebensjahr mit dem Thema Absicherung beschäftigt. Ausschlaggebend dafür waren die Hofübernahme, der Start ins Berufsleben, ein einschneidendes Erlebnis, der Einfluss der Eltern oder der Austausch mit Freunden.

Dabei haben sie sich von der Bank oder Versicherungen beraten lassen. 39 % haben die Beratung unabhängig vom Partner durchgeführt. Die meisten Frauen waren mit der in Anspruch genommenen Beratung zufrieden.

Was unsere Umfrage deutlich gezeigt hat: Die meisten der Teilnehmerinnen machen sich Gedanken um die finanzielle Absicherung im Alter. Außerdem möchten 62 % unabhängig von Hof und Partner ein eigenes Vermögen aufbauen. Sorgen machen sich 55 % wegen der Absicherung im Todesfall des Partners. Außerdem beschäftigt die Teilnehmerinnen die Berufsunfähigkeit, die Absicherung in der Ehe, die Absicherung der Kinder, die Hofübernahme oder -übergabe, das eigene Testament und die Pflege von Angehörigen.

Sicher ist sicher

79 % der Frauen gaben an, dass sie bei der Absicherung ein „Sicherheitstyp“ sind, während sich 14 % als risikobereit einschätzen.

Als Faktoren, die davon abhalten, sich noch intensiver mit dem Thema Absicherung zu beschäftigen, nennen die Frauen den Zeitaufwand (44 %), die Bürokratie (41 %), innerfamiliäre Spannungen (17 %) und den inneren Schweinehund (10 %). „Der Kopf ist voll mit Dingen, die mich stärker beschäftigen“ war der häufigst genannte Grund. 58 % der Teilnehmerinnen haben hier ihr Kreuz gemacht.

Bei der Frage, welche Absicherung die Frauen haben, wird deutlich, dass vor allem das eigene Bankkonto keine Seltenheit mehr ist. 93 % der Teilnehmerinnen haben ein solches. Außerdem haben 44 % eigene Kapitalanlagen, 20 % eine eigene Immobilie und 48 % einen Hof im Eigentum.

Bei den Versicherungen haben die meisten Teilnehmerinnen angegeben, eine Unfallversicherung zu haben, eine Lebensversicherung haben 51 % und eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben nur 10 % abgeschlossen. Auch der Ehevertrag und das eigene Testament ist nur bei 10 % bzw. 13 % der Frauen Thema.

Die Teilnehmerinnen unserer Umfrage wünschen sich eine bessere Übersicht über die Absicherungsmöglichkeiten. Aber auch mehr Zeit, um gewissenhaft Unterlagen zu sichten. Außerdem wird der Wunsch nach einem Pflichtmodul zur sozialen Absicherung an weiterführenden Schulen mehrfach geäußert. 10 % der Teilnehmerinnen bedauern, dass sie sich in der Vergangenheit nicht besser beraten lassen haben.

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Bäuerinnen-Kampagne: Rechte der Frau

Mit der Kampagne „Recht(e) haben! Stärke deine Stimme, indem du deine Rechte kennst“ möchte die ARGE Österreichische Bäuerinnen das Bewusstsein der Frauen auf den heimischen Bauernhöfen für ihre Rechte und finanzielle Absicherung schärfen. Informationsveranstaltungen sollen die Aufmerksamkeit der Frauen darauf lenken, sich mit ihrer Zukunft zu beschäftigen. Sie ­sollen motiviert werden, sich Gedanken über Themen wie Absicherung im Alter oder im Krankheitsfall zu machen.

Eine aktualisierte und neu aufbereitete Broschüre soll mehr Sicherheit im Umgang mit wichtigen Rechtsfragen vermitteln – in allen ­Lebensphasen. Diese ist hier abrufbar.

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