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Wald

EU-Ministertreffen: Österreich und Finnland bringen Wald auf die Tagesordnung

Die EU-Kommission will bis Jahresende einen Vorschlag für eine europaweite Erfassung der Waldbestände vorlegen.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Wald wurde auf Wunsch Österreichs und Finnlands beim EU-Ministertreffen am Montag in Luxemburg eine Rolle spielen. Die EU-Kommission müsse bei der Ausarbeitung eines europäischen Waldmonitorings bereits bestehende und funktionierende Systeme der Mitgliedstaaten berücksichtigen, forderte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig gegenüber der APA.

Die Initiative wird von 17 weiteren EU-Staaten unterstützt. "In Österreich, einem Land mit fast 50% Waldbedeckung und einer bewährten Forst- und Holzwirtschaft, hat die Erhebung von Daten eine lange Tradition", erklärte Totschnig. Im Rahmen des Waldmonitorings werden etwa Daten zu Waldbeständen erhoben, wofür die Nationalstaaten zuständig sind. Die EU-Kommission will bis Jahresende einen Vorschlag für eine europaweite Erfassung vorlegen.

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Am Rande der Sitzung findet außerdem ein erstes Treffen der "For Forest Group", bestehend aus den waldreichen Staaten Österreich, Slowenien, Schweden und Finnland, statt. "Hauptziel dieser Partnerschaft ist, Wissen und bewährte Maßnahmen auszutauschen, aber vor allem forstbezogene Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene im Einklang mit dem Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu gewährleisten", so Totschnig. Die vier Länder planen eine jährliche Forstkonferenz, den Auftakt will Österreich 2023 machen.

Moosbrugger: Keine zusätzliche Fremdüberwachung

Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident Josef Moosbrugger betonte dazu: "Informationen über die Entwicklung des Waldes sind auch für unsere heimischen Waldbesitzer enorm wichtig. Alle relevanten Auswertungen werden bei uns durch die Österreichische Waldinventur seit Jahrzehnten geliefert und sind auch für die EU-Institutionen einsehbar. Was wir jedoch nicht brauchen, ist eine zusätzliche Fremdüberwachung durch Brüssel, die noch dazu oftmals Daten völlig falsch interpretiert" und weiter: "Dass sich die waldreichen Länder besser vernetzen und mit starker, vereinter Stimme sprechen, ist gut und wichtig. Es kann schließlich nicht sein, dass Mitgliedsstaaten ohne nennenswerte Waldflächen über die Art und Weise der Waldbewirtschaftung und Holzverwendung holzreicher Länder wie Österreich bestimmen."

Ein zentrales Thema des Ministerrats werden auch die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine auf die Versorgungssicherheit sein. Die Türkei und die Vereinten Nationen hatten im Juli ein Getreideabkommen mit Russland und der Ukraine ausgehandelt. Es ermöglicht die Freigabe ukrainischer Getreideexporte über das Schwarze Meer, die vor allem von armen Ländern dringend gebraucht werden. Wegen des Krieges waren Häfen an der ukrainischen Schwarzmeerküste monatelang blockiert. Das Abkommen läuft Mitte November aus, Moskau hatte zuletzt eine Verlängerung der Vereinbarung in Zweifel gezogen. Ebenfalls besprochen werden sollen unter anderem finanzielle Mittel zur Seuchenbekämpfung

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