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Photovoltaik-Pappel

"10-mal so viel Strom je Flächeneinheit wie herkömmliche Anlagen"

Mit einer innovativen Photovoltaikanlage, einer sogenannten PV-Pappel, kann deutlich mehr Strom erzeugt werden als mit herkömmlichen Anlagen, erklärt Karl Totter, Seba Mureck.

Lesezeit: 2 Minuten

In der Steiermark wird in den Winterwochen 60% des Stroms aus Erdgas erzeugt oder importiert. Die damit einhergehenden Co2-Emissionen beschleunigen die Erderhitzung. Doch PV-Flächenanlagen in Tallagen können das Problem nicht lösen, da sie in den Wintermonaten nur sehr wenig Strom liefern.

Eine Gruppe um die Firma Seba in Mureck hat zur Lösung dieses Problems in mehrjähriger Forschungsarbeit eine nach eigener Aussage innovative PV-Produktionsanlage entwickelt speziell für große Höhenlagen entwickelt. Bei der sogenannten PV-Pappel handelt es sich um einen kastenförmigen, elf Meter hohen Paneel-Träger, der auf vier Holzsäulen steht. Die Pilotanlage trägt 36 Paneele.

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Mit der PV-Pappel kann im Winter aus drei Gründen mehr Strom gewonnen werden:

  • Die Sonnenstrahlen wirken in einem Winkel von 70 ° senkrecht auf die Module
  • Durch die vertikale Aufstellung werden Flächen gespart und der Albedo-Effekt genutzt. Dieser bezeichnet das Rückstrahlvermögen einer nicht spiegelnden Oberfläche. Dabei wird das Verhältnis von reflektierter zu absorbierter Strahlung angegeben. Je heller eine Fläche ist, desto höher ist ihr Rückstrahlvermögen.
  • Man kann Standorte mit viel Sonneneinstrahlung wählen, wie Höhenlagen über 1500 m mit Schnee und nicht Tallage mit Nebelzonen im Winter.

Sensationelle Ergebnisse

Jetzt liegen erste Messergebnisse dieser neuen PV-Anlage von der Gerlitzen in Kärnten und von Mureck vor. "Sie sind sensationell", sagt Karl Totter, Gründer der Bioenergiebetriebe Mureck. "Mit der neuen Technik kann bei Aufstellung in Höhenlagen je flächeneinheit zehnmal so viel Strom im Winter erzeugt werden wie bei den herkömmlichen PV Freiflächenanlagen."

Ausgehend von den bisherigen Erfahrungen werden im Jahr 2023 drei verschiedene Typen von PV-Pappeln angeboten:

Für Karl Totter ist aus den Ergebnisse mit den PV-Pappeln klar, dass die Ausweisung von über 800 ha Ackerland für Freiflächen Photovoltaik-Anlagen eine strategische Fehlentscheidung wäre, die vermieden werden sollte (siehe dazu auch die kommende Ausgabe 3/2023 von top agrar Österreich). Die aktuelle Diskussion sollte zum Anlass genommen werden, so Totter, für die Zukunft eine neues, klimaverträgliches Stromkonzept zu entwickeln.

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