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Wegen nicht veröffentlichtem Kommentar

OÖ: UBV und Bauernbund im Clinch

Ein Kommentar von Klaus Wimmesberger (UBV) sorgt für Zoff mit dem OÖ Bauernbund bzw. Kammerchef. LK-Präsident Waldenberger druckt diesen nicht in der Kammerzeitung ab, weil er nicht "bauerfähig" sei.

Lesezeit: 2 Minuten

Einmal jährlich dürfen die Kammerräte der oberösterreichischen Landwirtschaftskammer in einem Kommentar ihre Meinung zu einem Thema in der LK-Zeitschrift „Der Bauer“ abgeben. Aktuell wäre Klaus Wimmesberger vom Unabhängigen Bauernverband (UBV) an der Reihe gewesen. „Aufgrund der dramatischen Lage in unserer Landwirtschaft fiel dieses Jahr mein Kommentar sehr kritisch aus“, erklärt Wimmesberger. Der Landwirt aus Pram im Bezirk Grieskirchen geht darin vor allem mit dem Bauernbund hart ins Gericht. Dieser tue zu wenig für die Bäuerinnen und Bauern, so der Tenor des Kommentars.

Kammerrat Wimmesberger teilt aus

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Als Beispiele führt Wimmesberger u.a. an „eine Landesrätin, die auf Festen heile Welt spielt, statt endlich für uns zu arbeiten“ und „eine Abgeordnete zum Nationalrat des BB, die uns Bauern ausrichten lässt, dass wir uns die Teuerungen nur einbilden“. Und der UBV-Kammerrat mutmaßt, dass es „ihnen nur noch um das Absichern ihrer lukrativen Posten geht“.

Für LK-Präsident Franz Waldenberger waren dies offenbar der Angriffe zu viel. Er strich kurzerhand die für den 21. Dezember im Bauer vorgesehene Veröffentlichung des Kommentars von Wimmesberger. Dieser kann dies überhaupt nicht nachvollziehen. „Natürlich ist es mir bewusst, dass ich damit provoziere. Doch ich will wachrütteln, wichtige Themen ansprechen“, erklärt der Landwirt dazu.

In dieser Form nicht „bauerfähig“

Auf Nachfrage beim Präsidenten erhielt Wimmersberger als Begründung per email, dass sein Kommentar sich eher für eine fraktionelle Aussendung eigne. Da könne man auch ungeniert über andere Fraktionen herziehen, das habe aber im Bauer keinen Platz. Weiters bezeichnete Waldenberger zumindest Teile des Kommentars „als politische Polemik und dafür ist in unserer Kammerzeitschrift kein Platz.“

Zwar änderte Wimmesberger seinen Kommentar daraufhin an einigen Stellen noch ab. Doch Waldenberger bleibt bei seinem Standpunkt und der Nicht-Veröffentlichung. Für Wimmesberger ein Affront: „Wo bleibt da die Meinungsfreiheit. Ich werde mit allen Mitteln kämpfen, damit die Redefreiheit und Pressefreiheit gewahrt bleibt.“

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