Schönster Schweizer Hofladen 2019

Hofladenwettbewerb: Die Freude war riesig

Am 30. April wurden die Gewinner des ersten Schweizer Hofladenwettbewerbs bekannt gegeben und prämiert. Die drei schönsten Hofläden betreiben Kathrin Märki aus Bözberg (AG), Sandra Eigenmann aus Berg (SG) und Roger Iten aus Zug.

Aus der ganzen Schweiz haben 46 Hofladenbetreiben beim gemeinsamen Wettbewerb der Zeitschrift LANDfreund und des Schweizer Obstverbands mitgemacht.

Kirsten Müller (Redaktionsleitung LANDfreund) und Jimmy Mariéthoz (Direktor des Schweizer Obstverbands) sind zufrieden. Der erste Schweizer Hofladenwettbewerb war ein Erfolg und die Prämierung an der BEA Expo ein Highlight. (Bildquelle: Nadine Maier )

Gesucht wurde der schönste Hofladen. Die Bandbreite der Bewerber war groß: Es gab Bauernfamilien, die seit Generationen einen Hofladen betreiben, und Newcomer, die mit Enthusiasmus frisch gestartet sind. "Es nahmen tolle, einzigartige Hofläden teil", so das Fazit der Jury.

Die Jury (v.l.n.r.): Anton Strüby (Architektur und Holzbau, Strüby Konzept AG), Daniela Clemenz (Redaktion LANDfreund), Manuela Vogel (Bildungszentrum Arenenberg und Heumilch Schweiz), Colette Basler (Bäuerinnen- und Landfrauenverband, Brugg), Ernst Lüthi (Fachzentrum Direktvermarktung, Schweizer Obstverband). (Bildquelle: Nadine Maier )

Jurymitglied Anton Strüby stellte fest: "Ein großes Kompliment allen Teilnehmern für ihr großes unternehmerisches Engagement und ihren Ideenreichtum." Der Wettbewerb wird künftig alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Nach Sichtung der Anmeldeunterlagen hat die Jury 16 Favoriten besucht und bestimmte den Erst-, Zweit- und Drittplatzierten sowie die nachfolgenden Plätze vier bis zehn. Gut ausgeschildert und zu finden waren alle, und schön ist jeder Laden für sich. "Ich bewundere, wie jeder Direktvermarkter sein Bestes gibt und von seinen Produkten und seinem Laden überzeugt ist, dennoch sind die Unterschiede groß", ergänzt Manuela Vogel vom Arenenberg.

Flugs verstrickten sich die Jurymitglieder in Diskussionen: Welches ist der schönste Laden? Passt er zum Betrieb? Ist die Qualität 1a? Wurden Produkte zugekauft? "Ich finde, Importprodukte haben nichts in einem Hofladen zu suchen", erklärt Jurypräsident Ernst Lüthi, Obstbauer aus Ramlinsburg (BL). Hofläden seien ein Aushängeschild der Schweizer Landwirtschaft, und das Ziel sei, Selbstproduziertes erfolgreich zu vermarkten.

"Wir fanden einzigartige Produkte vor, die es nur bei dieser Bauernfamilie zu geniessen gibt und für die sich der Besuch im Hofladen lohnt", bestätigt Jurymitglied Colette Basler vom Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband.

Am 30. April durften die Gewinner im Rahmen der Preisverleihung an der BEA Bern ihre Preise entgegen nehmen. Die Freude bei den ausgezeichneten Betrieben war gross.

Die Gewinner des Hofladen-Wettbewerbs 2019 sind:

  1. Der erste Preis geht an die Familie Märki aus Bözberg (AG). Sie eröffneten ihren «Bözberger Buurelade – Landläbe» 2015. Ihr Brand ist das «Land-Läbe-Huhn», zu finden nicht nur auf dem Hofschild, sondern auch auf der Homepage. Die Familie Märki erhält eine Profi-Vakuum-Verpackungsmaschine «Modell T1C» im Wert von 2490 CHF offeriert von der Erme AG in Rudolfstetten.
  2. Familie Eigenmann aus Berg (SG) erhält den zweiten Preis. Der Betriebszweig Direktvermarktung ist eine Familientradition und über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Im Hofladen ist alles zu finden, was der Hof hergibt. Eigenmanns Stärke liegen bei verschiedensten Geschenkkörben und Geschenkideen. Eigenmanns erhalten einem Verpackungsmaterial-Gutschein im Wert von 1000 CHF von der Müller+Krempel AG in Bülach.
  3. Die dritte Auszeichnung erhält Familie Iten. Der moderne, lichtdurchflutete Hofladen «Letzi» ist mitten in Zug. Das Ziel von Roger Iten und seinem Letzi-Team ist, möglichst alles vom Hof direkt zu vermarkten. Das setzen sie nicht in ihrem 2015 erbauten Hofladen um, sondern auch mit einem gut ausgebauten Lieferdienst. Die LANDI spendiert als dritten Preis eine «LANDI Geschenkkarte» im Wert von 500 CHF.

Familie Eigenmann aus Berg (SG) erhält den zweiten Preis. Der Betriebszweig Direktvermarktung ist eine Familientradition und ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. (Bildquelle: Nadine Maier )

Die dritte Auszeichnung erhält Familie Iten (an der Preisverleihung Vertreten durch Marc Fehlmann, Kundenbetreuung auf dem Betrieb Letzi). Der moderne, lichtdurchflutete Hofladen «Letzi» ist mitten in Zug zu finden. Das Ziel von Roger Iten und seinem «Letzi»-Team ist, möglichst alles vom Hof direkt zu vermarkten. (Bildquelle: Nadine Maier )

Eine Auszeichnung und ein Abo des Direktvermarktungsmagazins «Hof direkt» erhalten:

4. Anita Schmid-Emmenegger, Biosphärenreservat, Sörenberg (LU)

5. Manuela Mock, Appenzeller Hoflädeli, Appenzell (AI)

6. Andrea und Beat Leupi, Natura Beef, Winikon (LU)

7. Manuela und Matthias Müller, Sunnehof Beeri, Steinebrunn (TG)

8. Sandra und Fernand Andrey, Marché du Claru, Pierrafortscha (FR)

9. Marianne und Köbi Ritz, Eichhof, Balgach (SG)

10. Erika und Christian Arnold, Klosterhof, Seedorf (UR)

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