Anuga

VLOG: Einzelhandel stellt sich gegen Gentechnik-Deregulierungspläne

Für einen Großteil der Produkte neuer Gentechnik will die EU-Kommission die Risikobewertung und Kennzeichnung als Gentechnik abschaffen. Dagegen sprechen sich mehrere Händler aus.

Weitere große europäische Einzelhandelsunternehmen haben sich einer gemeinsamen Resolution gegen die Deregulierungspläne der EU-Kommission angeschlossen, nach denen viele neue Gentechnik-Produkte künftig nicht mehr als Gentechnik erkennbar wären. Das teilte der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) anlässlich der Messe Anuga mit.

Ende September 2021 hatte die EU-Kommission ihre schon im April vorgestellten Gentechnik-Deregulierungspläne weiter konkretisiert. Für einen Großteil der Produkte neuer Gentechnik will die Kommission Risikobewertung und Kennzeichnung als Gentechnik abschaffen. Dagegen stellt sich ein breites Bündnis europäischer Lebensmittelhandelsunternehmen von Aldi, Lidl und Penny über Rewe und tegut bis Alnatura, Globus und Denn’s Biomarkt und vielen weiteren.

„Die jetzt noch breiter getragene Resolution ist ein starkes Zeichen gegen Gentechnik-Deregulierung. Die Unternehmen wissen, was ihre Kunden wollen und sprechen in deren Namen. Die EU-Kommission muss diese gewichtige Stimme aus Wirtschafts- und Verbrauchersicht ernst nehmen. Sollte die Deregulierung durchkommen, sind Transparenz und Wahlfreiheit ernsthaft in Frage gestellt“, sagt Heike Moldenhauer vom „Ohne Gentechnik“-Dachverband European Non-GMO Industry Association (ENGA).

Und VLOG-Geschäftsführer Dr. Alexander Hissting betont, dass das ‚Ohne GenTechnik‘-Label "voll im Trend" sei. "Auch künftig muss klar erkennbar sein, wo Gentechnik drin ist und wo nicht. Ich freue mich, dass die Handelsunternehmen das so deutlich und geschlossen vertreten“, so Hissting. Die Resolution ist seiner Ansicht nach auch ein Signal an die Sondierungsteams und die künftige Bundesregierung, die Brüsseler Gentechnik-Deregulierungspläne zu stoppen.

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