AbL gegen DBV und Handel

AbL: Ruin vieler Milchviehbetriebe droht

Scharfe Kritik an der Milchpreis-Prognose des Deutschen Bauernverbandes und der Preispolitik des Handels übt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) befürchtet ein erschreckend niedriges Milchpreisniveau für 2019 - ausgelöst durch die Milchpreis-Prognose des Deutschen Bauernverbandes (DBV) von 33 ct/kg und den Werbekampagnen des Discounters Lidl für Biomilch für unter 1 €/Liter.

Die AbL betont, schon im letzten Herbst dazu aufgefordert zu haben, wegen der katastrophalen Futterernte und den damit drastisch gestiegenen Kosten mehr für die Milch zu bezahlen. Es brauche endlich ein klares Signal für einen Milchpreis, wie er von der Milcherzeugergemeinschaft MEG Milchboard im Milchmarkerindex mit über 40 Cent je Liter berechnet ist. „Nach zwei Jahren Milchkrise und der Dürre 2018 benötigen wir Milcherzeuger dringend Gewinne“, erklärt Lucia Heigl, stellvertretende AbL-Bundesvorsitzende und Milchbäuerin in der Oberpfalz.

Die vom DBV genannte Preiserwartung an die Molkereien von 33 Cent je Liter bedeute dagegen, dass der Ruin vieler weiterer Milchviehbetriebe in Kauf genommen werde. „Wer damit insbesondere den Genossenschaftsmolkereien einen Freibrief für Tiefstpreise ausstellt, hat die anschließend geschlossenen Hoftore der Milchbauern mit einkalkuliert“, sagt der Milchbauer Otmar Ilchmann, AbL-Landesvorsitzender in Niedersachsen. „Mit dieser Aussage hat der DBV die möglichen Preise für das neue Jahr schon kleingeredet“, ergänzt Ilchmann.

Dabei habe das Institut für Ernährungswirtschaft (ife) für das Frühjahr 2019 bereits sinkende Milchmengen von 1% und mehr als Spätfolgen der letztjährigen Dürre prognostiziert, so die AbL in einer Mitteilung. „Dies muss sich doch mit den dürrebedingt hohen Futterkosten im Milchpreis widerspiegeln“, fordert Lucia Heigl. Daher ruft die AbL gerade die Milchbäuerinnen und Milchbauern zur Teilnahme an der Demonstration 'Wir haben es satt' am 19. Januar in Berlin auf, um ein klares Zeichen gegen die Niedrigpreispolitik zu setzen, die die bäuerliche Landwirtschaft in den Ruin treibe.

„Auch dem Handel scheint ein ausreichend hohes Preisniveau völlig egal zu sein“, erklärt Bernd Schmitz, Biomilchbauer und Landesvorsitzender der AbL in Nordrhein-Westfalen. Die Werbung des Discounters Lidl auf Großplakaten für hochwertige Biomilch für unter 1 €/l bezeichnet Schmitz als unverschämt. „Tierwohl, höchste Futterqualitäten und der Schutz der Umwelt bei der Biomilcherzeugung erfahren hier nur Missachtung“, ist Schmitz empört. „Ich habe es satt, dass mit den Kühen auf der Weide geworben wird, aber die Konsequenzen nach verdörrten Weiden und notwendigen Futterzukäufen bei einigen Marktpartnern völlig ignoriert wird. Mit höheren Preisen zu werben, damit die Biomilchbauern ihre Qualitäten und das Wohl der Tiere auch honoriert bekommen, wäre der richtige Weg für Wertschätzung von hochwertigen Lebensmitteln.“

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Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Henrik Plaas-Beisemann

Herr Müller

Der Spaß bezog sich auch eher darauf, dass man sich selbst bei so einem Kommentar den Spiegel vorhält. Man hat ja auch selbst ein Klumpenrisiko Landwirtschaft in der Vermögensverteilung. Was die Faktoransprüche angeht, da haben sie recht. Kleine Anekdote: Ich war zu einer Fortbildung für Sachverständige beim HLBS, da kam ein Immobilien-Sachverständiger aus der gewerblichen Wirtschaft hin der sich zu Immobilien im Aussenbereich fortbilden wollte. Der wurde schier verrückt, weil er nicht mit dem zugrundeliegenden Zinssatz klar kam. Seine Aussage: So können sie doch nicht rechnen, sie bilden das Risiko doch gar nicht ab.

von Bernd Müller

Richtig Herr Plass-Beisemann

Das Problem in der Landwirtschaft ist bloß oft, dass die Faktoransprüche nicht richtig erfasst werden und auch die eigene Arbeit z T mit 15,- Euro angerechnet wird, was völlig fern der heutigen Realität ist. Ich habe ja auch geschrieben: „langfristig“. Ich fand ihren vorletzten Kommentar gar nicht so „spaßig“ und realitätsfern...

von Bernd Müller

Richtig Herr Plass-Beisemann

Das Problem in der Landwirtschaft ist bloß oft, dass die Faktoransprüche nicht richtig erfasst werden und auch die eigene Arbeit z T mit 15,- Euro angerechnet wird, was völlig fern der heutigen Realität ist. Ich habe ja auch geschrieben: „langfristig“. Ich fand ihren vorletzten Kommentar gar nicht so „spaßig“ und realitätsfern...

von Henrik Plaas-Beisemann

Spass beiseite Herr Müller

Einfach handeln ist aufgrund des hohen Anteils versunkener Kosten leider in der Landwirtschaft oft schwierig. Es gibt wenige Industriezweige, die ähnlich teure und schwierig anders zu nutzende Immobilien je Arbeitsplatz haben. In der Stahlindustrie ist es vielleicht ähnlich, aber da gibt es auch ähnliche Probleme mit überversorgten Märkten in Krisenzeiten.

von Henrik Plaas-Beisemann

Opportunitätskosten

Manchmal ist es einfach schlauer, ein Mietshaus zu bauen, als den Stall zu spiegeln. ;-)

von Bernd Müller

Genau Herr Kraus

um es für sich ausrechnen zu können muss man die Grundsätze der Ökonomie beherrschen und bei langfristig negativen Ergebnissen die Reißleine ziehen! Zu einer vernünftigen ökonomischen Betrachtung gehören halt auch die Opportunitätskosten. Wir müssen halt auch endlich mal so denken wie die anderen Wirtschaftsbereiche und handeln wenn es nicht mehr geht.

von Christian Kraus

So erschreckend ist das nicht

Erschreckend ist das der DBV mit dazu beiträgt das die Zahlen, egal wie man für sich selber rechnet, nicht passen. DAS ist die Sauerei!!! Alle in der Wirtschaft wollen Geld verdienen aber den Bauern gesteht man nur so viel zu das sie halt gerade so durchkommen oder halt nicht. Wir sind nicht die Deutsche Bank die sich damals als Vorgabe 25 % Eigenkapitalrentabilität gesetzt hat aber wir wollen von unserer Arbeit anständig leben können und nicht davon das wir den Betrieb verheizen!

von Bernd Müller

Es ist erschreckend!!

Hier beteiligen sich Berufskollegen an der Diskussion die nicht einmal Aufwand von Kosten oder Rentabilität und Liquidität unterscheiden können und genau diese Kollegen regen sich dann über Äußerungen des BV zur Entwicklung des Milchpreises auf. Es ist nicht zu fassen!!!

von Bernd Müller

Es ist erschreckend!!

Hier beteiligen sich Berufskollegen an der Diskussion die nicht einmal Aufwand von Kosten oder Rentabilität und Liquidität unterscheiden können und genau diese Kollegen regen sich dann über Äußerungen des BV zur Entwicklung des Milchpreises auf. Es ist nicht zu fassen!!!

von Bernd Müller

Es ist erschreckend!!

Hier beteiligen sich Berufskollegen an der Diskussion die nicht einmal Aufwand von Kosten oder Rentabilität und Liquidität unterscheiden können und genau diese Kollegen regen sich dann über Äußerungen des BV zur Entwicklung des Milchpreises auf. Es ist nicht zu fassen!!!

von Henrik Plaas-Beisemann

Tilgung

Tilgung ist zwar eine Ausgabe, aber kein Aufwand. Eine Tilgung ändert nur den Bestand an Fremdkapital auf der Passiva-Seite. Dazu werden Mittel aus der Aktiva-Seite genutzt. Am Ende ist die Bilanz-Summe geringer, aber das ändert nichts am Gewinn. Eine andere Frage ist, welche Liquidität dazu genutzt wird. Also Tilgung hat nur sofern etwas mit Rentabilität zu tun, als das auf getilgte Verbindlichkeiten keine Zinsen fällig werden, die betrieblicher Aufwand sind. Und noch mal: Fremdkapital wird nur zum Problem, wenn die Fremdkapitalzinsen höher als die durchschnittliche Kapitalverzinsung im Betrieb sind. Tritt das allerdings ein wird es umso ungemütlicher je mehr Fremdkapital man angehäuft hat. Das gilt aber ebenso für Pachtpreise. Deshalb Vorsicht.

von Henrik Plaas-Beisemann

Tilgung

Tilgung ist zwar eine Ausgabe, aber kein Aufwand. Eine Tilgung ändert nur den Bestand an Fremdkapital auf der Passiva-Seite. Dazu werden Mittel aus der Aktiva-Seite genutzt. Am Ende ist die Bilanz-Summe geringer, aber das ändert nichts am Gewinn. Eine andere Frage ist, welche Liquidität dazu genutzt wird. Also Tilgung hat nur sofern etwas mit Rentabilität zu tun, als das auf getilgte Verbindlichkeiten keine Zinsen fällig werden, die betrieblicher Aufwand sind. Und noch mal: Fremdkapital wird nur zum Problem, wenn die Fremdkapitalzinsen höher als die durchschnittliche Kapitalverzinsung im Betrieb sind. Tritt das allerdings ein wird es umso ungemütlicher je mehr Fremdkapital man angehäuft hat. Das gilt aber ebenso für Pachtpreise. Deshalb Vorsicht.

von Matthias Zahn

Gewinn und Tilgung

Sofern es Darlehen für Investitionen in Technik und Gebäude betrifft, ist die Tilgung indirekt über die dafür anfallenden Abschreibungen bereits verrechnet. Bei Darlehen zur Liquiditätshilfe, ohne gegen zu rechnende AfA, sind diese eben schon aus dem ausgewiesenen Gewinn noch zu bedienen. Würde ich meinen......

von Rudolf Rößle

Biomilch

ist dieser Preis im Keller, dann brauchen wir Konventionellen nichts mehr erwarten. Ich glaube, dass die Kooperation von Bioland mit Lidl ein größer Fehler ist. Biete auf Dauer einem Discounter höherpreisige Milch an. Das widerspricht sich. Das funktioniert nur, wenn das höchste Label sich deutlich, sehr deutlich auf lange Sicht vom Durchschnittspreis abhebt.

von Henrik Plaas-Beisemann

Ich glaube hier laufen die Begrifflichkeiten auseinander

Die Tilgung hat, da sie nur eine Bilanzverkürzung ist, tatsächlich keinen Einfluss auf den Gewinn und damit aus diesen zu entlohnenden Faktoren. Gemeint war vermutlich der Kapitaldienst und die tatsächlich Gewinn beeinflussenden Fremdkapitalzinsen. Hier steckt tatsächlich ein Problem. Betriebe mit einem hohen Fremdkapitaleinsatz haben in guten Jahren einen positiven Leverage-Effekt( die Gesamtkapitalverzinsung liegt über den Fremdkatalzinsen und damit verzinst sich das Eigenkapital besser), in schlechten Jahren schlägt das System um und reduziert zusätzlich die Entlohnung der Faktoren, die aus dem Gewinn zu entlohnen sind. Wenn Herr Schütte das meinte, hat er in sofern recht, dass der Anteil an Fremdkapital schon eine Rolle spielt, in wie fern ein Betrieb seine Faktoren Boden Arbeit Kapital in einer Krise bedienen kann. Ich gebe allerdings zu bedenken, das der Betrieb mit viel Fremdkapital in der Krise überproportional getroffen wird, in guten Jahren aber ebenso überproportional profitiert.

von Bernd Müller

Herr Schütte

Und somit auch nicht mit der Faktorentlohnung...

von Bernd Müller

Herr Schütte

Tut mir leid, aber Tilgung und Liquidität haben mit der Rentabilität überhaupt nichts zu tun...

von Gerd Schuette

ja

von Marion Wölfer

Faktorentlohnung

Herr Schütte, zur Berechnung der Faktorenflohnung wird doch nicht die Tilgung abgezogen. https://www.landwirtschaft.sachsen.de/agrobench_demo/Hilfe2.aspx?KID=9073 Die relative Faktorentlohnung ist eine Rentabilitätskennzahl. Bzgl. Der Tilgung meinen sie wohl die Liquidität.

von Bernd Schmitz

Sich um höhere Preise zu bemühen,

statt der abnehmenden Hand eine Messlatte auf zu tiefem Niveau zu legen, sollte das Bestreben aller berufständischen Organisationen sein. Verhandlungen machen die Marktpartner, aber die Signale dazu kommen aus dem gesamten Umfeld. Da bei der Milch, die zu über 70% genossenschaftlich vermarktet wird, kein Bauer mehrechter Marktteilnehmer ist, im Gegensatz zu den anderen Sparten, ist die Verantwotung für die Verbände besonders hoch. Dessen sollten sich Alle bewußt sein, denn die Preiskurven am Schweinemarkt sind wesentlich schneller in Bewegung.

von Gerd Schuette

Nachtrag: Jahresüberschuss - Gewinn

Beim Jahresüberschuss (juristische Person) sind die Steuern bereits gezahlt. Beim Gewinn (Personengesellschaft) ist der Gewinn noch bei den beteiligten Personen zu versteuern.

von Gerd Schuette

Aus dem Jahresüberschuss ist zunächst die Tilgung zu zahlen. Der Rest steht für die Faktorentlohnung und Investitionen zur Verfügung. Nur wenn keine Tilgung zu zahlen ist steht der komplette Jahresüberschuss zur Faktorentlohnung zur Verfügung. Dies ist bei Betrieben ohne Verbindlichkeiten der Fall oder bei Tilgungsaussetzung. Also sagt der ausgewiesene Gewinn nur wirklich etwas aus, wenn auch die Tilgung und die zu entlohnenden Faktoren bekannt sind.

von Bernd Schmitz

Sich um höhere Preise zu bemühen,

statt der abnehmenden Hand eine Messlatte auf zu tiefem Niveau zu legen, sollte das Bestreben aller berufständischen Organisationen sein. Verhandlungen machen die Marktpartner, aber die Signale dazu kommen aus dem gesamten Umfeld. Da bei der Milch, die zu über 70% genossenschaftlich vermarktet wird, kein Bauer mehrechter Marktteilnehmer ist, im Gegensatz zu den anderen Sparten, ist die Verantwotung für die Verbände besonders hoch. Dessen sollten sich Alle bewußt sein, denn die Preiskurven am Schweinemarkt sind wesentlich schneller in Bewegung.

von Gerd Schuette

Was erwarte ich von einer Berufsvertretung? Das sie sich für eine bessere Bezahlung unserer Produkte einsetzt? - Ja! Das sie auf gestiegene Kosten hinweist? - Ja! Das sie sich für bessere Rahmenbedingungen einsetzt? - Ja! Das sind Dinge die wir von Verbänden, die vorgeben in unserem Namen zu sprechen, einfordern dürfen. Was sonst ist der Sinn und Zweck von Interessenvertretungen?

von Hermann Freese

Herr Hertel, das liegt vielleicht dadran, dass eine "Betriebszweiggruppe" gerne besonders laut jammert, obwohl es durchaus andere "Betriebszweiggruppen" gibt, die die letzten Jahre (und voraussichtlich auch in der nächsten Zeit) schlechtere Bedingungen/Verhältnisse hatten. Diese haben schlicht kein Verständnis, wenn die Nachbarn, die mehr PS pro ha haben und höhere Pacht bezahlen (weil sie ja "veredeln") und dann am lautestes jammern.

von Gerd Uken

Interventionspulcer fast geräumt

Und schon geht der Preis hoch auf 1800 -1900€/to Sahne 5€/kg dann wird auch Butter teurer. Also frag ich mich jetzt was sollte die Meldung mit den 33 Cent? Wollen die uns für ..... verkaufen??!

von Gerald Hertel

und wieder streiten die Bauern untereinander statt gemeinsam

von Gerd Uken

Wen es interessiert

Der sollte sich diesen Link mal ansehen denn da sind auch die Kosten eingerechnet https://www.milch-marker-index.de

von Gerd Uken

@ Wölfer

Das hab ich mir gedacht - die gleiche Diskussion gabs gestern auf Boerderij Man kann aber nur Nettozahlen mit identischen Grund Fett/Eiweisswerten vergleichen! Jeder Betrieb ist anders gelagert! @ Bothe Kartoffel mit Rohmilch zu vergleichen geht alleine schon nicht weil ich die Milch nach spätestens 3 Tagen abliefern muss. Kartoffeln kann man lagern dann kommt noch das Wetter dazu mit extremen und ganz wichtig bei zu viel Angebot dann rauscht der Preis gleich nach unten und die kennen das mit Vorkontrakten und dann nicht liefern können. Ändert aber nichts an der üblen Prognose des Herrn vom DBV mit seinen 33 Cent für 2019 - da schickt man dem Handel ein falsches Signal! Kein anderer Berufsverband macht so was!!

von Christian Bothe

Kartoffeln etc.

S.g.H.Hinrichs,das mit den Kartoffelpreisen(Trockenheit) stimmt,kann aber für den Verarbeiter „tödlich“ werden,da das Kartoffelverarbeitungsprodukt im LEH gelistet werden muss und er im Wettbewerb mit 10 Anbietern steht plus Eigenmarken.Das habe ich versucht darzustellen und vergleiche mich so mit der Milchindustrie und dem Angebot an Rohmilch nach dem Dürrejahr.Natürlich wünsche ich allen Bauern höhere Erzeugerpreise für ihre Produkte.Leider ist es nicht so und die wöchentlichen Flyer des LEH zeigen das.Man muss das realistisch sehen und deshalb liegt der DBV mit seiner Aussage leider richtig,denke ich.

von Marion Wölfer

@Gerd Uken

Genannter Durchschnittmailpreis erscheint mir plausibel. In unserer Abschlussanalyse ähnlicher Preis. Es handelt sich um Bruttopreis mit 10,7 % mit sämtlichen Zuschlägen !

von Gerd Uken

Die Landdata kommt

In 2015/16 auf 31 Cent, das sind 6 Cent Netto mehr als was der LTO Preisvergleich aussagt. Außerdem nehmen dort nur 45.000 Testbetriebe Teil und dann rechnet man die 25% der besten):!

von Matthias Zahn

Arbeitsanfall

80 Hektar mal 15 Std (inkl. Grünland) 82 Kühe mal 45 Std pro Kuh. Das sind eher gute Werte wenn man ehrlich rechnet und sich nicht selbst belügt. Dann kommt man (vorsichtig gerechnet) auf knapp 5000 Arbeitsstunden.

von Marion Wölfer

@ Matthias Zahn

mehrmals gepostet, blöde Technik ... Bei diesem Branchenvergleich sind 1,6 AKT nicht entlohnt, die schaffen nicht 5.000 Stunden im Jahr. Und bei dieser Betriebsgröße 5.000 Stunden im Jahr wäre eine schlechte Arbeitsproduktivität. Nochmals 14.000 EUR für Wachstumsinvestitionen abziehen, sind doch schon in der Kapitalverzinsung, hab ich mal so gelernt. Natürlich sind die Zahlen nicht berauschend, aber man kann alles schlechtrechnen.

von Gerd Uken

Fr. Wölfer die Zahlen können schon nicht

Stimmen weil 2018 Durchschnitsmilchpreis 33,97 Und nur in 2017 als der Butterpreis auf 5€ stieg gabs mal einen Monat mit 40 Cent demgegenüber standen auch Monate mit 25 u.26 Cent. Oder hatten die Betriebe alles Jerseykühe??

von Matthias Zahn

@Marion Wölfer

64000 Gewinn abzüglich 14000 Euro für Wachstumsinvestitionen. Geteilt durch ca 5000 anfallende Arbeitsstunden in diesem Durchschnittsbetrieb ergibt 10 Euro Bruttoentlohnung. Davon gehen noch Krankenkasse, Alterskasse, Steuern und private Altersvorsorge weg. Ich würde mal sagen soviel ist das nicht. Und das bei 38.1 ct.......

von Gerd Uken

Ob die Landdatadaten das Maas

Aller Dinge ist darf man bezweifeln, werden auch nicht besser wenn man sie vier mal postet! Eines steht zumindest fest die Zahlen aus dem Milkmakerindex liefern da Echtdaten. Zu den 6 Cent zu Weihnachten das war ne Lachnummer. Aber jetzt eine Einschätzing für das ganze Hahr anzugeben von Herrn Börger ist genau so schlecht. Vielleicht hat die Landmaschinenindustrie ja auch Kapazitäten abgebaut oder verlagert.

von Marion Wölfer

Eckdaten aus Branchenvergleich Landwirtschaft

Lt. diesem Datenpool https://www.landdata.de/service/downloads/branchenvergleich.html haben die spezialisierten Milchviehbetriebe in den letzten 5 Wirtschaftsjahren - Anzahl ausgewerteter Betrieb: 3.500 - landwirtschaftlich genutzte Fläche: 80 ha - Milchkühe (durchschnittlich): 82,2 - Milchpreis: 38,1 - Gewinn (EUR/Betrieb): 64.127 - relative Faktorentlohnung (%), also die Entlohnung der eigenen Flächen, AK und Kapital: 99,9 Lt. diesen Daten sah es in den letzten 5 Wirtschaftsjahren nicht so schlecht aus. Keiner weis was die Zukunft bringt.

von Marion Wölfer

Eckdaten aus Branchenvergleich Landwirtschaft

Lt. diesem Datenpool https://www.landdata.de/service/downloads/branchenvergleich.html haben die spezialisierten Milchviehbetriebe in den letzten 5 Wirtschaftsjahren - Anzahl ausgewerteter Betrieb: 3.500 - landwirtschaftlich genutzte Fläche: 80 ha - Milchkühe (durchschnittlich): 82,2 - Milchpreis: 38,1 - Gewinn (EUR/Betrieb): 64.127 - relative Faktorentlohnung (%), also die Entlohnung der eigenen Flächen, AK und Kapital: 99,9 Lt. diesen Daten sah es in den letzten 5 Wirtschaftsjahren nicht so schlecht aus. Keiner weis was die Zukunft bringt.

von Marion Wölfer

Eckdaten aus Branchenvergleich Landwirtschaft

Lt. diesem Datenpool https://www.landdata.de/service/downloads/branchenvergleich.html haben die spezialisierten Milchviehbetriebe in den letzten 5 Wirtschaftsjahren - Anzahl ausgewerteter Betrieb: 3.500 - landwirtschaftlich genutzte Fläche: 80 ha - Milchkühe (durchschnittlich): 82,2 - Milchpreis: 38,1 - Gewinn (EUR/Betrieb): 64.127 - relative Faktorentlohnung (%), also die Entlohnung der eigenen Flächen, AK und Kapital: 99,9 Lt. diesen Daten sah es in den letzten 5 Wirtschaftsjahren nicht so schlecht aus. Keiner weis was die Zukunft bringt.

von Marion Wölfer

Eckdaten aus Branchenvergleich Landwirtschaft

Lt. diesem Datenpool https://www.landdata.de/service/downloads/branchenvergleich.html haben die spezialisierten Milchviehbetriebe in den letzten 5 Wirtschaftsjahren - Anzahl ausgewerteter Betrieb: 3.500 - landwirtschaftlich genutzte Fläche: 80 ha - Milchkühe (durchschnittlich): 82,2 - Milchpreis: 38,1 - Gewinn (EUR/Betrieb): 64.127 - relative Faktorentlohnung (%), also die Entlohnung der eigenen Flächen, AK und Kapital: 99,9 Lt. diesen Daten sah es in den letzten 5 Wirtschaftsjahren nicht so schlecht aus. Keiner weis was die Zukunft bringt.

von Matthias Zahn

Lieferzeit bei Landmaschinen

Das die Lieferzeiten bei Landmaschinen so hoch sind, ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass die Landtechnikindustrie nicht Unmengen auf Halde produziert wie wir Bauern. Sondern Nachftageorientiert. Insofern wenn die Lieferzeiten ein Indiez dafür sind, wie es der Landwirtschaft geht. Dann haben die sehr, sehr langen Lieferzeiten für Gülletechnik wohl damit zu tun, dass es ALLEN Sparten enorm gut geht derzeit..... (Die Düngeverordnung spielt, dieser Logik folgend, nur marginal mit rein)

von Henrik Plaas-Beisemann

Der DBV kann machen was er will-

Immer ist es in den Augen einiger falsch. Verkündet der Vizepräsident zu Weihnachten einen hohen Milchpreis, ist er als Traumtänzer verschrien, wird eine Preiswarnung herausgegeben, ist das auch falsch. Der DBV macht keine Preise, er kann nur eine Einschätzung liefern. Eine gute Dienstleistung des Verbandes ist eine realistische Einschätzung, damit man sich betrieblich darauf einstellen kann. Wer meint eine bessere Marktübersicht zu haben, kann die ja versuchen über Kontrakte abzusichern, oder seine Menge anzupassen. Wer also hier an höhere Preise glaubt, produziere mehr, wer an niedrige Preise glaubt, weniger. Der DBV ist da nur eine Stimme unter vielen, die das Marktgeschehen prognostizieren. Warum schlägt dem DBV soviel Unmut entgegen?

von Matthias Zahn

Gemeinsam an die Wand!

Mit dem deutschen Bauernverband!

von Gerd Schuette

Die Tatsache das Betriebe bei 28 oder 30ct/kg investieren, ist kein Beleg dafür das damit Geld verdient wird, sondern nur ein Beleg dafür, dass die Bank diesen Betrieben noch Geld gibt. Selbst ein ausgewiesener Jahresüberschuss in der Buchhaltung sagt nicht viel aus, wenn die Tilgung nicht mit betrachtet wird. Der Kauf von zB einem neuen Futtermischwagen sagt nichts über den finanziellen Erfolg eines Betriebes aus, wenn nicht auch die Art der Finanzierung betrachtet wird.

von Hans Nagl

Nein, Herr Matzat

Das ist Käse, nicht 40 Cent machen die kleinen Betriebe kaputt sondern 20 Cent. Den wenn ein Betrieb bei guten Michpreis von 30 Kühen leben kann warum soll er dann Verpachten. Und ohne Fläche kann auch der beste Betrieb keine Kühe füttern.

von Matthias Zahn

Gemeinsam an die Wand!

Mit dem deutschen Bauernverband!

von Bernd Müller

Sehr gut Herr Matzat

Die meisten der Kommentatoren wollen die Realität leider nicht erkennen....

von Reinhard Matzat

Herr Steffen Hinrichs der Schnitt muss passen

Wenn die Michviehhalter auch mal 52 Wochen für Durchschnittlich 10cent Melken würden, würden wir Ihnen auch mal 52 Wochen melken für 60Cent gönnnen. Die 10 cent sind gleich zu setzten mit dem Kartoffelpreis letztes Jahr und die 60 Cent mit dem preis dieses Jahr wo nicht so viel geerntet werden kann wegen dürre und der Milchviehhalter nicht so viel melken kann weil er nicht genug Futter hat... Asso letztes Jahr durften die Kartoffeljungs noch die Steuern bezahlen von einem sehr gutem Jahr bezahlen. Der Schnitt der Jahre muss passen dem ist jedem alles gegönnt.

von Bernd Müller

Sehr gut Herr Matzat

Die meisten der Kommentatoren wollen die Realität leider nicht erkennen....

von Reinhard Matzat

Herr Steffen Hinrichs der Schnitt muss passen

Wenn die Michviehhalter auch mal 52 Wochen für Durchschnittlich 10cent Melken würden, würden wir Ihnen auch mal 52 Wochen melken für 60Cent gönnnen. Die 10 cent sind gleich zu setzten mit dem Kartoffelpreis letztes Jahr und die 60 Cent mit dem preis dieses Jahr wo nicht so viel geerntet werden kann wegen dürre und der Milchviehhalter nicht so viel melken kann weil er nicht genug Futter hat... Asso letztes Jahr durften die Kartoffeljungs noch die Steuern bezahlen von einem sehr gutem Jahr bezahlen. Der Schnitt der Jahre muss passen dem ist jedem alles gegönnt.

von Bernd Müller

Sehr gut Herr Matzat

Die meisten der Kommentatoren wollen die Realität leider nicht erkennen....

von Reinhard Matzat

Realietät erkennen

Wie hoch sind nochmal die Lieferzeiten für Futtermischwagen Melktechnik und co. in den letzten Jahren gewesen? Investiert haben die Milchviehbetriebe in den letzten Jahren auch wiedererwartent genug obwohl irgendwo ein Milchpreis anfang 30cent war.... Und die wirtschaftlich starken Milchviehbetriebe werden die wirtschaftlich schwachen Betriebe kaputt machen. Bei 40Cent Milchpreis sogar noch schneller als bei 20Cent Milchpreis. Das ist ein Gesetzt unseres Wirtschaftssystem.....

von Steffen Hinrichs

Herr @ Bothe

Die Kartoffelpreise haben sich innerhalb eines Jahres verdoppelt und uns Milchbauern will man ganz auf die zusätzlichen Dürrekosten sitzen lassen !? Gönnen Sie es ihren Berufskollegen nicht ?

von Ottmar Ilchmann

@Bothe

Sind Sie über die Marktlage bei der Milch informiert, Herr Bothe? Es gibt viele Signale, die auf steigende Preise hindeuten: Hohe Spotmilchpreise, Rückgang der Milchanlieferung, absehbar schlechte Versorgung mit Grundfutter aufgrund der letztjährigen Dürre, Anstieg von Butter- und Milchpulverpreisen in den Niederlanden, um nur ein paar Aspekte zu nennen. In einer solchen Situation sollte eine Interessenvertretung von Milcherzeugern ihren Einfluß geltend machen, um Preissteigerungen zu unterstützen. Wenn der DBV stattdessen die Messlatte mit 33 Cent noch niedriger legt, als die Molkereien im Moment auszahlen, vertritt er eben nicht die Interessen der Milcherzeuger.

von Gerd Uken

@ Bothe

Man muss aber einen Preis nicht kaputtreden....die offiziellen NL Preise gehen ja gerade hoch. Butter auf 4,28 , MMP auf 1580€/ to Folienkäse 2,82 € /kg und der Spotmarkt NL auf 33,50. Macht der DBV das beim Schweinepreis auch? Wieviel Anteil sind denn schon an EU Geld am Einkommen? 60%?? Wie war das noch mit dem „Mehr“Wert? Geld muss ja genügend vorhanden sein bei den Molkereien sonstcwürde man ja nicht so investieren können - da helfen auch vollmundige Worte nichts, es bleiben nur Lippenbekenntnisse. Ein Milchpreis unter 35 ist genau so wie ein Schlachtpreis von 1,32. No Go!

von Christian Bothe

Milchpreis u.a.

Ach der Herr Ilchmann mal wieder. Ob auch die Abl endlich begreift, das für den LEH nur ein billiger EK interessant ist und weder Sie mit ihrem Verein noch der DBV darauf kaum Einfluß haben werden. Jeder Milchlieferant ist austauschbar und wenn nicht in Deutschland dann in der EU. Das ist bedauerlich aber Realität und ich denke die Preisaussage vom DBV ist da näher dran. Das betrifft auch andere landwirtschaftliche Produkte und ich habe da als Kartoffelverarbeiter so meine Erfahrungen gemacht trotz diverser Zertifikate...

von Bernd Schmitz

@B. Müller

"Mit der Umsetzung dieser radikalen Ansichten wird Deutschland sich zu einem Bilderbuchland entwickeln deren Landwirtschaft nur durch Subventionen am Leben gehalten wird".... diesen Zustand mit den Subventionen haben wir bereits, nur dass es nicht gemeinsam mit dem Bilderbuchland ist. Die Ost-Bundesländer kämpfen um jeden Stützungscent, um die bei den Niedrigpreisen unrentabel Landwirtschaft auch in den großen Einheiten künstlich am Leben zu halten. Höhere Kosten müssen höhere Preise zur Folge haben. Alles andere ruiniert unsere Höfe auf Dauer, die Almosen aus Brüssel sind nur der Billigmacher

von Bernd Müller

Aufforderung

Wer ernsthaft zur Teilnahme an der Demonstration „wir haben es satt“ aufruft hat jedes Vertrauen verspielt sich um den Erhalt der deutschen Landwirtschaft zu bemühen! Man darf die Mitorganisatoren dieser Demo, die unter anderem die biologische Landwirtschaft als alleinigen Weg sehen, nicht unterstützen! Mit der Umsetzung dieser radikalen Ansichten wird Deutschland sich zu einem Bilderbuchland entwickeln deren Landwirtschaft nur durch Subventionen am Leben gehalten wird und sich nicht mal selbst ernähren kann.

von Willy Toft

Wenn man die Lockangebote der Discounter sieht, ist die Reise vorgegeben!

Wir können machen was wir wollen, selbst bei den höchsten Anforderungen an Tierwohl, Bio- und qualitativer bester Produktion, der Handel wird nicht so leicht mehr Geld ausgeben wollen! Der Weltmarktpreis spiegelt überall mit hinein, und versalzt unsere Bemühungen und Bestrebungen. Die Statements unserer Verbände werden vielleicht noch gerade zur Kenntnis genommen, bewirken werden sie nicht viel! Da sind unsere Landmaschinenhersteller besser davor, Lager für Ersatzteile gibt immer weniger, wer noch mit alten Maschinen arbeitet, begreift bald die Welt nicht mehr. Eine Kupplung muss erst hergestellt werden, bevor sie verbaut wird, da sind schnell 2- 4 Wochen Lieferzeit drinnen. Den Preis können sie selber machen, und wir haben das Nachsehen!

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Marktpreise

Ob der eine oder andere Verband einen Milchpreis in Höhe von 33 Ct/Ltr. herausgibt ist doch egal - Angebot und Nachfrage werden weiterhin den Milchpreis bestimmen!. Dabei liegt es an den Milchbauern und deren Abnehmern der Abhängigkeit von den großen Diskountern mit dem damit verbundenen Preisdiktat zu entkommen. Wenn alle Molkereien und Vermarkter zusammen halten, werden die Diskounter jeden Preis akzeptieren.

von Gerd Schuette

Die Anlieferung liegt seit Monaten unter der Vorjahreslinie

http://www.milk.de/pages/de/Marktinformation.htm

von Gerd Uken

Ich könnte mir vorstellen

Das der Mann erstens keine Probezeit mehr hat und außerdem nur das wieder gibt was der MIV meint?!

von Hans Nagl

Völlig Richtig.

33 Cent als Messlatte sind ein Skandal . Warum werden der oder die Verantwortlichen nicht fristlos entlassen. Warum ?

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