Produkttest

Frühwarnsystem: Erkennen Sensoren kranke Kälber schneller?

Das Start-up Futuro Farming will mit einem Frühwarnsystem kranke Kälber schneller erkennen und den Gesundheitsstatus verbessern. Ob das klappt, hat eine Landwirtin für uns getestet.

Die Gesundheit von Kälbern ist besonders in den ersten Lebenstagen und -wochen entscheidend für ihre Entwicklung. Je früher sich kranke Tiere identifizieren lassen, umso effizienter lassen sie sich behandeln und größere Schäden verhindern.

Das Start-up Futuro Farming hat das Frühwarnsystem „Calf Monitoring System“ entwickelt. Mithilfe von Infrarotsensoren wollen sie damit kranke Tiere bis zu drei Tage früher erkennen als das menschliche Auge. Eine App soll Landwirte über den Gesundheitszustand informieren. Bei einem Erkrankungsrisiko schlägt das System sogar Behandlungsoptionen vor. Bedingung ist, dass die Kälber einzeln gehalten werden.

Ein Sensor kostet 165 € und das Gateway 519 € (zzgl. MwSt.).

103 Kälber in sechs Monaten

Ob das System in der Praxis gut funktioniert, hat Herdenmanagerin Henriette Struß getestet. Sie arbeitet auf dem Betrieb von Fred Arkenberg in Wunstorf (Niedersachsen) mit 270 Milchkühen. Über einen Zeitraum von sechs Monaten waren 20 Einzeliglus mit den Sensoren ausgestattet, die insgesamt 103 Kälber überwacht haben. Die Jungtiere befinden sich auf dem Betrieb bis zu vier Wochen in Einzelhaltung.

Installation: Die Sensoren ließen sich mithilfe der beiliegenden Metallplatten, Schrauben und Flügelmuttern an den Iglus befestigen. Sie sind mittig am kleinen Tor angebracht. Ein Gateway, ähnlich wie ein Router, empfängt die Daten. Es funktioniert als Schnittstelle zwischen Sensoren und App und sollte höchstens 80 m von den Kälberhütten entfernt sein. Die Antenne war auf dem Betrieb am nahe stehenden Milchtank angebracht. „Die Montage ist einfach und selbsterklärend“, sagt Struß. Allerdings haben vier Kälber die Flügelmuttern mit der Zeit gelöst. Selbstsichernde Muttern würde sie deshalb bevorzugen.

App: Wenn Gateway und Sensoren angebracht sind, kommt die App zum Einsatz. Nach der Registrierung lassen sich die QR-Codes auf den Sensoren scannen und in der App anmelden. „Das geht schneller als gedacht. Noch einfacher funktioniert es, wenn man die Codes vor der Montage einscannt“, sagt die Herdenmanagerin. Die Bezeichnung der einzelnen Sensoren (z. B. 7b:5e:14) findet sie jedoch umständlich. Eine fortlaufende Nummer wäre übersichtlicher. Die Sensoren erkennen automatisch, wenn sich ein Kalb im Iglu befindet und wechseln...

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