top agrar plus Rindfleisch

ITW Rind: Bauern noch skeptisch

Die Initiative Tierwohl Rind ist gestartet. Die aktuelle Preissituation dämpft die Motivation für die Teilnahme. Das erste Fleisch soll im Laufe des Jahres in den Regalen liegen. Kann das klappen?

Daniel Schulte will an der Initiative Tierwohl (ITW) Rind teilnehmen: „Ich nehme den Zuschlag gerne mit, weil es für mich kein großer Mehraufwand ist. Wenn der Handel irgendwann nur noch Haltungsform 2 will, muss ich mir darüber schon mal keine Sorgen machen“, erklärt er.

Zum 1. April ist das Programm für die Rinderhalter an den Start gegangen. Ziel ist, das Tierwohl in der Rinderhaltung weiterzuentwickeln und das Fleisch besser am Markt platzieren zu können (s. top agrar-Ausgabe 4/2022, Seite R 10). Seit dem 1. April laufen die Zertifizierungen von interessierten Mästern.

4 ct/kg für Kühe lohnt nicht

Familie Schulte aus Lippstadt (Nordrhein-Westfalen) baute vor neun Jahren einen neuen Stall für rund 160 Bullen auf Spalten. Pro Jahr vermarktet der 34-Jährige etwa 200 Tiere. „Ich kann das vorgegebene Platzangebot von 3 m²/Endmastbulle einhalten, ohne ein Tier aus der Bucht nehmen zu müssen“, erklärt er. Für die Teilnahme muss er nur Scheuermöglichkeiten anbringen. „Ich habe mich für Riffelbleche entschieden und dafür rund 500 € investiert“, erklärt der Mäster. Aufwendig war es, abzuklären, welches Scheuermaterial erlaubt ist und wie es in der Bucht platziert werden muss. Das stört Schulte aber nicht. „Tierwohl gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit der ITW Rind kann ich meinen Betrieb dahingehend besser aufstellen.“ Zusätzlich zur Bullenmast hält er noch 30 Milchkühe in Kombinationshaltung. Die Kühe will er nicht als ITW-Tiere vermarkten. „Wir verkaufen vielleicht zwei Tiere im Jahr“, sagt er. „Für die vier Cent Zuschlag lohnt sich der Dokumentationsaufwand für mich nicht.“

Kein Interesse

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