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Milch-Export: Höhere Menge, geringere Erlöse

Der Export von Milchprodukten hat im ersten Halbjahr 2016 mengenmäßig mit einem deutlich besserem Ergebnis abgeschlossen als erwartet. Unbefriedigend ist dagegen das nationale wie internationale niedrige Preisniveau, das zu deutlichen Erlös-Rückgängen geführt hat. Inzwischen habe sich die Situation deutlich verbessert.

Lesezeit: 4 Minuten

Das erste Halbjahr 2016 konnte mengenmäßig mit einem deutlich besserem Ergebnis abschließen, als noch zu Jahresanfang erwartet. Unbefriedigend ist dagegen das nationale wie internationale niedrige Preisniveau, das zu deutlichen Rückgängen in den Erlösen bei den Marktbeteiligten geführt hat. Das berichtet die Export-Union für Milchprodukte. Inzwischen habe sich die Situation deutlich verbessert. Insbesondere im Sektor Käse aber auch für die Produkte der weißen Linie würden stark ansteigende Preise erwartet.

 

Gerade für Käse, dem Hauptexportprodukt der deutschen Molkereien, konnten die Mengen gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent gesteigert werden. Der größere Anteil diese Erfolges ist den Exporten in Drittländer (+ 18,5 Prozent) zuzuordnen. Aber auch innerhalb der EU wurden 7 Prozent mehr deutscher Käse gehandelt. Mitgliedstaaten wie Ungarn, Rumänien und Polen erhöhten ihre Nachfrage. Schweden, Luxemburg, Litauen und Dänemark dagegen hielten sich zurück. Der durchschnittliche Kilopreis hat jedoch laut Statistischem Bundesamt eine weit weniger positive Entwicklung genommen. Deutscher Emmentaler zum Beispiel konnte mit 83.600 Tonnen weltweit um 22 Prozent mehr vermarktet werden. Der durchschnittliche Kilopreis hingegen sank um fast 16 Prozent im Monat Juni. Gegenüber dem Vormonat Mai waren es noch 18 Prozent weniger. Ähnlich sah die Preisentwicklung auch für Gouda, Edamer, Maasdamer oder Tilsiter aus.

 

Im Segment Trinkmilch in Kleinpackungen wird das Plus im Export (+4 Prozent) ebenfalls durch die Ausfuhren in Drittländer erreicht. Die Ausfuhren in EU-Länder gingen um 6,6 Prozent zurück, insbesondere weil zu den großen Abnehmern Frankreich und Dänemark jeweils mehr als 10.000 t weniger gingen. Die Ausfuhren von Trinkmilch in Drittländer stiegen um 32 Prozent auf über 185.000 Tonnen. In den ersten 6 Monaten 2016 wurden allein nach China rund 115.000 Tonnen (+32 Prozent) exportiert, womit das Reich der Mitte der mit Abstand bedeutendste Importeur ist. Der gesamte afrikanische Kontinent (36.300 t, +8 Prozent) hat im ersten Halbjahr so viel Trinkmilch nachgefragt wie etwa Frankreich. Bis auf Libyen und Mauretanien, die zusammen rund 78 Prozent der Gesamtmenge ausmachen, sind bei den anderen afrikanischen Ländern ausgeprägte Schwankungen bei niedrigen Importmengen festzustellen. Die durchschnittlichen Preise waren aber auch hier keinesfalls positiv. Für den Monat Juni gab das Statistische Bundesamt für Trinkmilch mit weniger als 3 Prozent Fett einen Preisrückgang von 14 Prozent an.

 

Magermilchpulver wurde mit 129.000 Tonnen innerhalb der EU (+18,8 Prozent) deutlich mehr gehandelt als im Vorjahreszeitraum. Besonders die Ausfuhren in die Niederlande (+58 Prozent) und auch nach Frankreich, Österreich und Belgien sind stark gestiegen. Diese Länder sind gleichzeitig stark in der Andienung zu Intervention, sodass zu vermuten ist, dass ein Teil deutscher Ware auch über diese Kanäle in die Intervention geflossen ist. Die Exporte von Magermilchpulver in Drittländer sind dagegen deutlich zurückgegangen (-13,6 Prozent) auf 68.500 Tonnen. Das gilt insbesondere für den asiatischen Raum (-12 Prozent), nennenswerte Ausnahme sind hier die Philippinen und Indonesien. Eine Rolle für die schwache Nachfrage findet sich auch im Preisverlauf der internationalen Märkte. Das statistische Bundesamt weist für den Monat Juni für viele Drittländer Preise unter denen der durch die EU-Intervention gestützten Märkten für Magermilchpulver auf. Inzwischen zeigen die Notierungen für Magermilchpulver deutlich anziehende Preise, die Andienung in die Intervention geht erwartungsgemäß zurück und europäische Ware wird wieder wettbewerbsfähiger.

 

Den deutschen Molkereien hat im Segment Butter das sehr gute Drittlandsgeschäft geholfen, die Verluste etwas zu mindern. Die Exporte konnten um fast 50 Prozent auf 9.080 Tonnen bis einschließlich Juni 2016 gesteigert werden. Innerhalb der EU hingegen gingen die Warenbewegungen um rund 3 Prozent auf 68.600 Tonnen zurück. Berücksichtigt werden muss aber auch hier der laut Statistischem Bundesamt um 14 Prozent geringere Durchschnittspreis je Kilogramm Butter.

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