Kontraktverhandlungen

Milchdialog erinnert an Milchgelderhöhung

Höhere Milchpreise fordern im Milchdialog zusammengeschlossene Landwirte anlässlich der Kontraktverhandlungen zur weißen Linie. Auch Exportware müsse teurer werden.

Molkereien sollen ihre Abgabepreise beim Lebensmitteleinzelhandel exorbitant anheben. Anlässlich der Kontraktverhandlungen für die Weiße Linie ist das die Forderung von Milchdialog. Milchdialog ist ein Bündnis, das sich aus dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der LsV-Milchgruppe, dem European Milk Board (EMB), den Freien Bauern und der MEG Milch Board sowie LsV Deutschland zusammensetzt.

Nach Ansicht von Milchdialog lassen die Märkte die Preiserhöhung zu: Auf den internationalen Märkten, den Terminbörsen wie auch an den Kassamärkten seien deutliche Anstiege zu verzeichnen. Der ife-Börsenmilchwert steuert für die Jahresmitte 2021 auf die 40-Cent-Marke zu. Milchdialog erwartet, dass sich diese Markt-und Preisentwicklung eins zu eins auf den Milcherzeugerpreis niederschlägt.

Mindestens 40 ct/kg Milchgeld

Neben allen anderen Segmenten, für die in den nächsten Wochen Kontrakte mit dem LEH abzuschließen sind, muss auch für den Anteil der Rohmilch, der in die industrielle Verarbeitung bzw. in den Export geht, ein wesentlich höheres Erlösniveau umgesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Kostenentwicklung der Milcherzeugung mache einen Milcherzeugerpreis, bei dem mindestens eine „Vier“ vorne steht, geradezu existenziell notwendig.

Wie es heißt, stehen die Milchdialog-Teilnehmer dabei Mehrwertprogrammen durchaus offen gegenüber. Mehrwertprogramme, die auf nicht kostendeckenden Preisen aufsetzen, seien allerdings kein echter Mehrwert. Ein erster Schritt für eine Verbesserung der Situation wäre nach Ansicht der landwirtschaftlichen Vertreter die Modernisierung der Lieferbeziehungen.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Uken

A Ware und Albert Hein in NL

Machen es ja vor mit ihrem Programm der Weidemilch plus ergibt auch ein Plus von 5 Cent für die Erzeuger. Der Verbraucher muss es nur fordern aber auch wir müssen den Preis festschreiben.. nach oben offen!

von Rudolf Rößle

Wie

oben beschrieben. Zuerst müssen sich die Lieferbedingungen ändern. Danach darf die Weltbörse nicht mehr die Rolle spielen. Damit werden ja nicht rentable Erzeugerpreise gerechtfertigt. Kommt nichts auf den Tisch kann man ja seinen PC vespern. Daher sehe ich auch das Tierwohl sehr ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Ob ich das noch erleben werde

Eine 4 vorne stehen habe?? Dringendes benötigt- aber die Molkereien tun sich schwer damit.....

von Kristian Brüsehoff

Das Grundproblem ist, dass die Auszahlungsfähigkeit einer Molkerei direkt an deren Erlösmöglichkeiten gekoppelt ist, und da wird es immer stärkere und schwächere Marktteilnehmer geben. Auch die Entwicklungen an den Weltmärkten werden nie komplett ausgeblendet werden können, wobei ... mehr anzeigen

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