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Rehkitzrettung: Melden Sie Ihre Beobachtungen

Für das LfL-Projekt: Wildtierrettungs-Strategien sind Landwirte und Jäger in der kommenden Saison dazu aufgerufen, Rehkitz-Fundorte sowie Beobachtungen dazu zu melden.

Lesezeit: 2 Minuten

Praktikable Handlungsempfehlungen für Jäger und Landwirte zu entwickeln, ist das Ziel des Projektes Wildtierrettungs-Strategien der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Das sei aber nur mit Unterstützung aus der Praxis möglich, so die Initiatoren. Alle Jäger und Landwirte werden deshalb aufgerufen und gebeten, die entsprechenden Datenerhebungsblätter zum Thema „Rehkitzrettung“ auszufüllen und zurückzusenden oder online einzugeben.

In diesem Jahr werden umfangreiche Daten zur Biologie des Rehwilds erhoben. Dazu werden in den drei Projektgebieten in Franken, Schwaben und Oberbayern aktuell einzelne Rehgeißen und ab Mai dann auch die Rehkitze mit Trackingsystemen ausgestattet. Diese ermöglichen die Ortung der Tiere und können Bewegungen aufzeichnen, sie geben einen Einblick in die Streifgebiete der Geißen und der Rehkitze. Entscheidend ist, wann die Tiere welche Gebiete zum Fressen, dem sogenannten Äsen, oder zum Ruhen nutzen.

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Funde oder Verdachtsmomente melden

Diese Daten sind gleichzeitig eine Grundlage für die sogenannte Gefährdungskulisse. Diese hat zum Ziel, die Flächen oder Wiesen zu identifizieren, auf denen im zeitlichen Verlauf der Rehkitzsetzsaison von Ende April bis Anfang Juli ein Risiko für Rehkitze besteht. Dazu sind umfangreiche Daten von möglichst vielen Rehkitzfunden in ganz Bayern wichtig, aber auch dokumentierte Suchen ohne Rehkitzfunde vervollständigen das Bild. Die LfL ist auf das fleißige Mitwirken der Workshopteilnehmer angewiesen und bedankt sich auf diesem Weg für die gemeldeten Funde in der vergangenen Saison. Wir hoffen auf viele Daten und Meldungen in der kommenden Saison!

Neue Techniken im Test

Im Forschungsprojekt werden die bereits bekannten Techniken getestet und bewertet. Das sind die Suche nach Rehkitzen mit Drohne und Wärmebildkamera, die Suche durch den Jäger sowie das Vergrämen mit Scheuchen oder akustischen Wildrettern am Mähwerk. Die tatsächlichen Praxiserfahrungen sind wichtig, es gibt für die einzelnen Techniken und Verfahren extra Rückmeldebögen. Sie stehen auf den Internet-Projektinternetseiten zum Download oder interaktiven Ausfüllen bereit.

Untersucht werden sollen außerdem bereits vor der Markteinführung neue Techniken wie das System Sensosafe, dass am Mähwerk zum Erkennen von Rehkitzen und anderen Wildtieren eingesetzt wird.

Das Projekt Wildtierrettungsstrategien wird vom Landwirtschaftsministerium in Bayern gefördert. Es läuft unter der Koordination der LfL Bayern gemeinsam mit der TU München und der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.

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