Aachen

Rinderherpes: Bauern klagen gegen Keulung von 700 Kühen

Das Verwaltungsgericht Aachen verhandelt am Montag über die angeordnete Keulung von 700 Rindern mit BHV1. Drei betroffene Landwirte halten die Tötung für sinnlos.

Drei Landwirte auch Aachen klagen am heutigen Montag vor dem örtlichen Verwaltungsgericht gegen die angeordnete Tötung ihrer Rinder. Bei rund 700 Tieren hatten die Behörden 2019 Antikörper gegen das Bovine Herpesvirus 1 (BHV1), das so genannte Rinderherpes festgestellt, berichtet der WDR.

Da es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, die zu Fieber, Entzündungen und Unfruchtbarkeit sowie Fehlgeburten führt, hatte Aachen gemäß BHV1-Verordnung die Tötung angeordnet. Ziel ist, dass Deutschland den Status "BHV1-frei" behält, was für die Vermarktung wichtig ist, heißt es.

Ein betroffener Landwirt kontert, dass andere Staaten infizierte Rinder nicht keulen lassen. Gegenüber dem WDR sprach er von „sinnloser Massentötung“. Strenge Quarantäne- und Hygienemaßnahmen seien völlig ausreichend. Außerdem sei der Verzehr von Milch und Fleisch für Menschen unbedenklich.

Die Landwirte erfahren viel Unterstützung, etwa vom Bauernbund Brandenburg sowie von mehr als 76.000 Bürgern, die eine Petition gegen die Rindertötung unterschrieben haben.

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