Stallbau

Stallumbau: Mehr Platz unter demselben Dach

Kompost raus, ein Roboter mehr sowie rund 40 Kühe aufgestockt – und das alles im laufenden Betrieb. Severin Batzill hat seinen Stall mit viel Eigenleistung ein Jahr lang auf den Kopf gestellt.

Milchviehhalter Severin Batzill hat in Schlier (Baden-Württemberg) im Jahr 2015 einen Kompoststall für 70 laktierende Bio-Kühe und Kälberhaltung auf der grünen Wiese ­errichtet. Eine Holzkonstruktion trägt das mit Wellblech eingedeckte Dach. Von außen hat sich der Stall bis heute nicht großartig verändert. Im Innern hat sich allerdings schon zwei Jahre nach der Eröffnung einiges getan:

Auf der rechten Stallseite befinden sich Boxen für die ammengebundene Kälberaufzucht und mehrere Abteile für das Jungvieh und die Trockensteher. Auf der linken Seite beginnt der Stall mit dem Abkalbe- und Separations­bereich. Direkt angegliedert sind zwei Melk­roboter und ein dreireihiger Lie­ge­boxen­laufstall für die laktierenden Kühe. Alle Tiere nutzen einen mittigen Futtertisch. Die trockenstehenden Kühe und das tragende Jungvieh stehen bei passender Witterung auf der Weide.

Kompost funktionierte nicht

„Obwohl ich mich sehr bewusst für Kompost entschieden und zuvor einige Ställe besucht habe, gefiel mir das System zwei Drittel des Jahres nicht“, sagt Batzill. Im Sommer waren Luftfeuchte und Wärmeentwicklung im Liegebereich so hoch, dass sich das Verhalten der Kühe schon ab 15 °C Außentemperatur sichtlich veränderte. „Je nachdem aus welcher Richtung der Wind kam, drängten dort alle Kühe auf einen Haufen“, ­erklärt er. Sie hatten Hitzestress. Hinzu kam trotz zusätzlicher Lüftung ein ­hoher Streuaufwand. „In diesem Stall wurde Kom­­post zur Materialschlacht“, resümiert der Landwirt. Das Einstreusystem legte er infolgedessen ad acta.

Damit stand er vor der Herausforderung, im laufenden Betrieb umzubauen. Hinzu kam die Entscheidung, einen weiteren Lely-Melkroboter einzubauen und so die Kuhzahl auf circa 55 Kühe pro automatisches Melksystem zu senken – eingeplant war der Platz dafür aber nicht.

Jede Ecke ausgenutzt

Zum Glück war der Dachüberstand an den Längsseiten deutlich größer, als nötig. Denn...



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