Konsummilchkontrakte

Trinkmilchpreise nur moderat erhöht

Um 3 Cent erhöhte Aldi in dieser Woche die Milchpreise im Regal. Eine bescheidene Erhöhung angesichts der derzeitigen Marktaussichten, findet der Verband der Milcherzeuger Bayern.

Mit Beginn dieser Woche hat der Lebensmitteleinzelhandel die Preise für Konsummilch angehoben, berichtet der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB). Um 3 ct/l für Voll- und fettarme Milch. Angesichts der bekannt guten Marktdaten spricht der VMB von einer bescheidenen Erhöhung.

Aldi habe am Montag bei seiner jetzt bundesweit gelisteten Eigenmarke "Milsani" mit der Preisanpassung begonnen. Der VMB erwartet, dass die Wettbewerber wie gewohnt und in gleicher Höhe nachziehen. Fortan müsse der Verbraucher für die Eigenmarken des Handels 83 Cent für den Liter Vollmilch und 75 Cent für den Liter fettarme Milch bezahlen, jeweils für die Varianten Frisch-, ESL und H-Milch.

Ein Spiel mit Existenzen

Der Lebensmitteleinzelhandel "spielt" weiter mit seinen Marktpartnern, mit den Molkereien und letztendlich mit den Milcherzeugern, zeigt sich VMB-Geschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Seufferlein überzeugt. In den vergangenen Monaten habe sich der Milchmarkt mit historischen Höchstwerten stabil entwickelt bei nahezu allen einschlägigen Marktparametern, sodass laut Seufferlein ein viel deutlicher Preissprung zu erwarten gewesen wäre. „Das wäre nicht nur marktkonform gewesen, sondern auch existenziell notwendig für die Milcherzeuger“, erklärt er. Denn auch die Kostenseite erreiche mittlerweile Höchststände, die die Ende vergangenen Jahres auf über 40 Cent netto angestiegenen Milchauszahlungspreise stark relativieren.

Seufferlein resümiert: „Im Milchbereich passen Erwartungshaltung und Honorierung schon lange nicht mehr zusammen!“


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