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US-Milchbranche wittert Chancen in Europa

In den USA sehen der Verband der Milcherzeugergenossenschaften (NMPF) und die Vereinigung der Exporteure von Molkereiprodukten (USDEC) den anstehenden Verhandlungen über ein bilaterales Freihandels- und Investitionsabkommen zwischen der Washingtoner Regierung und der Europäischen Union mit Optimismus entgegen.

Lesezeit: 2 Minuten

In den USA sehen der Verband der Milcherzeugergenossenschaften (NMPF) und die Vereinigung der Exporteure von Molkereiprodukten (USDEC) den anstehenden Verhandlungen über ein bilaterales Freihandels- und Investitionsabkommen zwischen der Washingtoner Regierung und der Europäischen Union mit Optimismus entgegen.


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Wie die beiden Branchenorganisationen erklärten, besteht für ihre Milcherzeugnisse ein großes Exportpotential in der EU. Allerdings würden die eigenen Ausfuhren zurzeit noch durch Zölle und beträchtliche rechtliche Beschränkungen der Gemeinschaft behindert. Ein Beispiel stellten die hohen Anforderungen an den Gehalt an somatischen Zellen in der Milch dar, die mit Argumenten der Lebensmittelsicherheit nicht zu begründen seien. Erschwerend hinzu kämen die Details bei der Verwaltung von Zollkontingenten, die schwerfällige Einfuhrlizenzvergabe sowie Importverbote für Lebensmittel mit bestimmten Herkunftsangaben wie Feta und Parmesan. Unter diesen geschützten Ursprungsbezeichnungen darf Käse aus den Vereinigten Staaten nicht in die Gemeinschaft eingeführt werden.

 

Wie NMPF und USDEC weiter ausführten, wollen sie die eigene Regierung im Rahmen der transatlantischen Verhandlungen beim Abbau solcher Handelshemmnissen unterstützen. Außerdem gelte es zu verhindern, dass neue Barrieren errichtet würden. Marktzugangsregeln sollten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Diese Anforderung müsse auch die Europäische Union erfüllen. „Im vergangenen Jahr haben wir allerdings Milchprodukte im Wert von nur 88 Mio $ (66 Mio Euro) in die Gemeinschaft exportiert“, sagte NMPF-Präsident Jerry Kozak . Damit wurde den beiden Organisationen zufolge kaum der Wert der US-Exporte an Milchprodukten nach Singapur übertroffen, wo nur ungefähr 5 Millionen Menschen lebten; in der Europäischen Union seien dagegen rund 500 Millionen Verbraucher zu versorgen. Indes belaufe sich der entsprechende Exportüberschuss der EU beim Handel mit den Vereinigten Staaten auf 1,2 Mrd $ (0,9 Mrd Euro). Ziel des angepeilten Handelsabkommens müsse es daher sein, ein transatlantisches Gleichgewicht zu schaffen. (AgE)

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