Afrikanische Schweinepest

ASP: Bau der Wildbarriere ist abgeschlossen

An der Grenze zu Polen hat Sachsen eine Wildbarriere zur Verhinderung der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest durch Schwarzwild errichtet. Die Effektivität der Maßnahme bleibt abzuwarten.

Bereits am 21. Januar hatte das Sozialministerium in Sachsen entschieden, eine Wildbarriere an der gesamten Grenze zu Polen zu ziehen und somit die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch Schwarzwild zu verringern. Dafür hat der Freistaat Sachsen Zaunmaterial für die gesamten 128 km angeschafft. Mit Hilfe und Unterstützung durch die Ortsverbände Bautzen, Görlitz, Zittau und Riesa des Technischen Hilfswerks (THW) sowie den Mitarbeitern des Landkreis Görlitz wurden die Schwarzwild-Barrieren nun fertig gestellt.

Die Barriere besteht aus einem ca. 75 cm hohen Elektronetz mit Duftkomponenten. Durch optische und tatsächliche Reize soll sie Wildschweine in ihrem natürlichen Wanderungsverhalten beeinflussen. Diese nehmen den Duft, sowie den Strom und das Flatterband als Störfaktor wahr und ändern so die Bewegungsrichtung weg von der Grenze.

Die Kosten dieser Maßnahme in Höhe von 250.000 € sowie die Betreuung und Wartung trägt der Freistaat Sachsen. Durch die Bauart soll die Barriere schnell und flexibel umsetzbar sein, erklärte das Sozialministerium in einer Pressemitteilung. Ebenso sei der Eingriff in die Natur und Infrastruktur verhältnismäßig gering. Die Barriere stelle jedoch keine dauerhafte Lösung dar. Derzeit beobachten die Kräfte vor Ort abnehmende Schäden durch Wildwechsel und eine Häufung der Wühlspuren auf der polnischen Seite der Barriere. Um die tatsächliche Effektivität der Wildschweinbarriere zu beurteilen, müsse man jedoch weitere Erfahrungswerte abwarten.


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