Afrikanische Schweinepest

ASP-Grenzzaun zu Polen jetzt komplett

In Brandenburg konnte jetzt auch die letzte Lücke des ASP-Schutzzaunes entlang der deutsch-polnischen Grenze geschlossen werden.

Neun Monate nach Baubeginn konnte in Brandenburg jetzt endlich auch die letzte Lücke der festen Wildschweinbarriere entlang der deutsch-polnischen Grenze geschlossen werden. Es handelt sich um einen 15 Kilometer langen Abschnitt, der durch Polderflächen im Landkreis Uckermark führt. Erst aufgrund der trockenen Witterung konnte auch hier der temporäre Elektrozaun durch einen festen, wildschweinsicheren Zaun ersetzt werden. Die übrigen Zaunabschnitte sind bereits seit längerem fertig.

Insgesamt wurde damit in Brandenburg ein 255 Kilometer langer Grenzabschnitt entlang von Oder und Neiße durch einen festen Zaun vor dem Eindringen von möglicherweise ASP-infizierten Wildschweinen gesichert. Durch den Lückenschluss besteht nun eine feste, wildschweinsichere Barriere, die im Norden von der Insel Usedom bis nach Görlitz in Sachsen reicht. Munitionsfunde aus dem zweiten Weltkrieg und aufgeweichte Böden hatten den Zaunbau immer wieder erschwert und in die Länge gezogen.

Allein Brandenburg hat 670 km Festzaun verbaut

Insgesamt wurden in Brandenburg seit dem ersten ASP-Fund im September letzten Jahres 670 Kilometer Festzaun entlang der polnischen Grenze und rund um die Kerngebiete errichtet. Zum Vergleich: In Dänemark mussten nur 70 Kilometer Zaun gesetzt werden, um die Grenze nach Süden zu schützen. Und in Belgien wurden im Laufe eines Jahres 300 Kilometer Festzaun verbaut.

„Wir sehen, dass die Zäune wirken und die ASP eingrenzen, denn innerhalb der doppelt umzäunten Weißen Zonen gibt es nur noch vereinzelte Funde von ASP-positiven Wildschweinen. Das zeigt, dass diese Zonen wirken. Bislang können wir die Seuche im Osten des Landes halten“, so die Leiterin des Brandenburger ASP-Krisenstabes, Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer.

Weiße Zone entlang der Grenze geplant

In letzter Zeit gibt es jedoch wieder verstärkt positive ASP-Funde in Polen nahe der Grenze zu Brandenburg oder auch unmittelbar am festen Zaun. Der Landeskrisenstab hat daher in der vergangenen Woche beschlossen, im Abstand von etwa 500 Metern auf deutscher Seite einen zweiten Zaun entlang des Grenzverlaufs zu bauen. Die Weiße Zone dazwischen soll mittelfristig wildschweinfrei werden.


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