Afrikanische Schweinepest

ASP in Brandenburg: Landkreise heben Kerngebiete auf

Die Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald heben die Kerngebiete I und III auf. Das Verbringungsverbot von Hausschweinen aus der Sperrzone II bleibt jedoch bestehen.

In den zuerst von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Gebieten in Brandenburg (Landkreise Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald) haben die zuständigen Behörden seit mehreren Monaten keine neuen ASP-Fälle festgestellt. Nun heben die Landkreise die ausgewiesenen Kerngebiete (Kerngebiet I und III) per Allgemeinverfügung auf. Damit fallen auch endgültig sämtliche Nutzungsbeschränkungen für die Land- und Forstwirtschaft in den Kerngebieten.

Auslaufhaltung wieder möglich

Zudem teilte das Brandenburger Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz mit, dass auch die Freiland- und Auslaufhaltung von Hausschweinen wieder in den von den Veterinärämtern definierten Gebieten möglich sei - vorausgesetzt die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen seien erfüllt.

Die Aufhebung der Beschränkungen für das Verbringen von Hausschweinen aus der Sperrzone II (gefährdete Gebiete einschließlich Kerngebiete und Weiße Zonen) ist nach Angaben des Ministerium jedoch erst möglich, wenn in einem Zeitraum von mindestens zwölf Monaten kein ASP-Fall in dieser Zone aufgetreten ist.

"Neue Phase der Seuchenbekämpfung"

Anna Heyer-Stuffer, Leiterin des ASP-Krisenstabs, bezeichnete die Arbeit der betroffenen Landkreise unter anderem gemeinsam mit dem Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes, dem Landeslabor Berlin-Brandenburg, Jägern, der Bundeswehr, der Feuerwehr, dem THW, Landwirten, Zaunbaufirmen und Freiwilligen in den betroffenen Regionen als „Mammutaufgabe der Wiederherstellung der Seuchenfreiheit“.

Durch die konsequenten Bekämpfungsmaßnahmen sei es bisher allen betroffenen Kreisen gelungen, eine weitere Seuchenausbreitung in Richtung Westen zu verhindern, so Heyer-Stuffer weiter. „Jetzt können wir in eine neue Phase der Seuchenbekämpfung eintreten“, erklärte die Leiterin des ASP-Krisenstabs.

Schutzkorridor zu Polen fertig

In der sich nun anschließenden Screening-Phase von mindestens sechs Monaten soll das Schwarzwild weiter deutlich reduziert werden. Hierbei müsse die Jägerschaft nochmals die Aktivitäten zur Entnahme des Schwarzwildes verstärken.

Parallel dazu wurde zudem der doppelt gezäunte ASP-Schutzkorridor entlang der brandenburgischen Grenze zu Polen fertiggestellt. Der Schutzkorridor soll die weitere Einwanderung infizierter Wildschweine aus Westpolen verhindern und die bisherigen Bekämpfungserfolge sichern. Bereits im Sommer 2021 wurde der erste Zaun auf einer Länge von rund 255 km fertig gestellt. Der zweite Zaun hat eine Länge von rund 280 km.


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