forsa-Studie: Verbraucher fordern Tierwohl-Label

Eine große Mehrheit der Bundesbürger würde sich beim Lebensmitteleinkauf von einem Siegel für geprüftes Tierwohl leiten lassen und sieht die Landwirte in der Hauptverantwortung für das Wohlergehen der Tiere. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Umfrage unter 1.000 Deutschen.

Eine große Mehrheit der Bundesbürger würde sich beim Lebensmitteleinkauf von einem Siegel für geprüftes Tierwohl leiten lassen und sieht die Landwirte in der Hauptverantwortung für das Wohlergehen der Tiere. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen forsa-Umfrage unter 1.000 Deutschen. 74 % der Befragten sprachen sich für ein entsprechendes Label aus; für nur 23 % wäre ein Siegel nicht so wichtig.

Auf die Frage, was die Verbraucher in erster Linie unter dem Begriff Tierwohl verstehen, gab ein Großteil gute Haltungsbedingungen an: 90 % der Befragten sind der Meinung, dass mehr Platz im Stall unter den Begriff fällt, für 89 % ist mehr Auslauf besonders wichtig. Artgerechte Tiertransporte (87 %) und eine stressfreie Schlachtung (82 %) sind für viele Bundesbürger ebenfalls mit dem Wohlergehen der Nutztiere verknüpft.

Hauptverantwortlich für das Tierwohl sind nach Ansicht der Umfrageteilnehmer die Landwirte (41 %). Erst danach werden die Verbraucher selbst (26 %) und der Staat (20 %) in der Pflicht gesehen; Hersteller (6 %) und Händler (3 %) werden deutlich weniger genannt. „Die Sensibilität der Verbraucher für Tierhaltungs- und Lebensmittelthemen steigt, sie erwarten zunehmend einen offeneren Dialog“, resümiert Frank Schroedter, von der Unternehmensberatung Engel & Zimmermann, die die Studie in Auftrag gegeben hatte. „Landwirtschaft, Fleischindustrie und Handel müssen vor diesem Hintergrund unbedingt glaubwürdig kommunizieren und dem Konsumenten aufzeigen, welche Tierhaltungsstandards er zu welchem Preis erwarten kann.“ (mk)

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