Afrikanische Schweinepest

Klöckner fordert von Berlin verstärkte ASP-Maßnahmen

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner appelliert an den Berliner Senat, sich stärker bei der ASP-Aufklärung der Bevölkerung zu engagieren und ASP-Risiken im Stadtbereich Berlin zu reduzieren.

Zu den Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Berlin hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit einem Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, gewandt. Die Bekämpfung erfordere eine nationale Kraftanstrengung, so Klöckner. Die Ministerin forderte den Berliner Senat auf, sich stärker bei der Aufklärung der Bevölkerung zu engagieren und ASP-Risiken im Stadtbereich Berlin zu reduzieren. Wenn Rotten in einer Stärke von 30 bis 40 Wildschweinen mitten durch Berliner Wohngebiete streunten und von der Polizei über belebte Straßenkreuzungen „eskortiert“ werden müssen, seien das sehr alarmierende Zeichen, schrieb Klöckner.

Sprunghaften ASP-Eintrag verhindern

Um die Ausbreitung der ASP bei Wildschweinen zu verhindern, könne man sich nicht allein auf den Bau von Wildschutzzäunen in Brandenburg und Sachsen verlassen. Diese seien nur ein wichtiges Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung, erklärte Klöckner. Durch sogenannten Sprungeintrag könne die ASP in bis dahin ASP-freie Gebiete eingetragen werden. Dabei spiele vor allem der Faktor Mensch eine große Rolle, indem er sich verantwortungsbewusst verhalte und nicht fahrlässig zur Ausbreitung beitrage, z.B. durch unsachgemäßes Entsorgen von Speiseresten, die mit dem APS-Virus infiziert sind; oder sogar falsch verstandene Tierliebe durch aktive Fütterung der Wildtiere in den Städten, betonte die Bundeslandwirtschaftsministerin.

Bürger über ASP-Risiken aufklären

Bei der Sensibilisierung der Jäger, LKW-Fahrer, Saisonarbeiter, Verbraucher und Schweinehalter dürfe man nicht nachlassen. Gerade nicht unmittelbar betroffene Bürger seien oft ahnungslos über die ASP-Gefahren. Daher forderte Klöckner den Senat Berlin auf, sich stärker zu engagieren und die Bürger entsprechend aufzuklären. Sämtliche mögliche Nahrungsquellen im Stadtgebiet, wie unachtsam weggeworfene Essenreste, Gartenkomposter oder nicht wildschweinesichere Müllbehälter, müssten beseitigt oder abgesichert werden, erklärte die Ministerin. Zudem bat sie Müller zu prüfen, inwiefern weitere Maßnahmen zur Schwarzwildbejagung im urbanen Raum Berlins ergriffen werden können.


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Diskussionen zum Artikel

von Wolfgang Daiber

ZU spät!

Im Bereich Groß- Glienecke Spandau,Grunewald schon lange da ,wird nur vertuscht!

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