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Überrollt uns die Vegan-Welle?
Analysten sehen den Vegan-Hype weiter auf dem Vormarsch.
Tierhaltern muss es angst und bange werden, wenn sie die jüngsten Meldungen zum Erfolg des Vegan-Hypes lesen. Gerade erst ist dem US-amerikanischen Startup Beyond Meat ein fulminanter Börsenstart gelungen. Innerhalb weniger Tage war das Unternehmen, das vegane Fleischersatzprodukte im Angebot hat, 4 Mrd. US-Dollar wert. Und laut vegconomist sieht die britische Investmentbank Barclays für den alternativen Fleischmarkt in den nächsten zehn Jahren ein Gesamtvolumen von 140 Mrd. US-Dollar. Laut Barclays könnten vegane Fleischalternativen in zehn Jahren ca. 10 % des globalen Fleischmarktes ausmachen.
Die Analysten der Bank sehen drei Hauptfaktoren für den Trend:
- Aufgrund der Klimadiskussion und des steigenden Umweltbewusstseins der Konsumenten rücken Aspekte wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz in den Mittelpunkt der Verzehrsgewohnheiten. Der Genuss von weniger tierischem Fleisch führe zu einem sinkenden Energieverbrauch.
- Wer pflanzliche Alternativen isst, trägt zu mehr Tierwohl bei, führen die Analysten weiter an.
- Als dritter Faktor wird das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung genannt. Vegane Fleischprodukte gelten als gesünder, weil sie kein Cholesterin und weniger ungesättigte Fettsäuren enthalten.
Eindeutig weisen die Analysten aber auch auf die Risiken hin. Manche Fleischalternativen könnten die menschliche Gesundheit in Gefahr bringen, wenn z.B. viele künstliche Zusatzstoffe eingemischt würden. Ein Problem sei auch der höhere Natriumgehalt.
Noch einen Schritt weiter geht die Unternehmensberatung AT Kearney. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Verzehr von künstlich aus Stammzellen hergestelltem Laborfleisch in 20 Jahren normal sei. Laut AT Kearney wird Laborfleisch sogar noch wichtiger werden als pflanzliche Produkte, da es dem natürlichen Fleisch ähnlicher sein wird, heißt es dazu. Den künftigen Marktanteil schätzt man bis zum Jahr 2040 auf 35 %.