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Bodenanalyse: Neue Methoden prüfen!

Lesezeit: 2 Minuten

Dass Landwirte heutzutage 80 € für eine Bodenprobe ausgeben, steht vielleicht am deutlichsten für die Zeitenwende im Ackerbau. Sie sind auf manchen ihrer Schläge an die Grenzen der Ertragsfähigkeit gekommen, selbst mit einer ausgeklügelten Dünge- und Pflanzenschutzstrategie richten sie dort nur noch wenig aus. Die Wetterextreme der vergangenen Jahre haben ihnen das vielerorts noch einmal plastisch vor Augen geführt.


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Was also tun? Mehr über ihren eigenen Boden zu wissen und die Wechselwirkungen der verschiedenen Nährstoffe zu verstehen, ist da ein nachvollziehbarer erster Schritt. Und genau das liefert ihnen offenbar die amerikanische Bodenuntersuchung nach Albrecht-Kinsey, die derzeit auch in Süddeutschland immer mehr Anhänger findet (siehe Seite 24).


Damit reihen sie sich ein in eine wachsende Bewegung an Praktikern, denen die Verbesserung und der Erhalt der Bodengesundheit ein zentrales Anliegen ist. Fast überall im Land findet man inzwischen Interessengemeinschaften zum Thema. Für sie ist die viel beschworene regenerative Landwirtschaft mehr als ein Schlagwort.


Doch für nachhaltige Erfolge in der Praxis brauchen die Bauern auch konkrete Antworten und begleitende Unterstützung aus Wissenschaft und Beratung. Zum Beispiel zur Frage, ob die Kinsey-Methode tatsächlich für schwere Böden die aussagekräftigere Bodenuntersuchung ist oder dazu, ob wir mit der bisherigen CAL-Standardmethode in ein Problem vielfach überkalkter Böden hineinlaufen.


Niemand will bewährte Verfahren gleich über Bord werfen. Die CAL-Methode liefert für viele Standorte mit vertretbarem Aufwand nach wie vor brauchbare Aussagen. Aber das steigende Interesse der Praktiker sollte es den unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen wert sein, die verschiedenen Bodenanalysen einmal an mehreren Standorten zu vergleichen.


Das Wissen dafür dürfte noch vorhanden sein. Denn die Bestimmung des Nährstoffspeichervermögens des Bodens mithilfe der Kationenaustauschkapazität (KAK) war vor etlichen Jahren auch hierzulande die Methode der Wahl. Nur weil die Untersuchung nach CAL einen höheren Durchsatz ermöglichte, wurde sie eingestellt.


Wenn der Staat die Düngung im Land restriktiver und gleichzeitig effizienter gestalten will, muss er sich letztlich auch um die geeignete Bodenanalytik kümmern. Das Thema ist zu wichtig, um es allein privaten Laboren im Ausland zu überlassen. Jetzt müssen die Wissenschaft und die Offizialberatung ran.

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