Baden-Württemberg

Dürreschäden: 150.000 m³ Buchenholz eingeschlagen

Auch in Baden-Württemberg leiden die Wälder unter den trockenen Jahren. Forstminister Peter Hauk warnt vor den Folgen.

Trockenheit und Hitze schwächen die Bäume und fördern Insekten. Im Anfangsstadium werfen Bäume im Trockenstress vorzeitig einen Teil der Blattmasse ab, um die Verdunstung zu minimieren. Reicht dies nicht mehr aus, sterben nach und nach einzelne Äste oder gar Kronenteile ab.

Folgen der Dürre bereits sichtbar

„Die Dürreperioden der letzten Jahre haben in vielen Wäldern Mitteleuropas und damit auch in Baden-Württemberg die Bäume stark geschwächt. Sorgen bereitet neben den Nadelbäumen aktuell die Buche, die aufgrund des Wassermangels vielerorts bereits umfangreich braunes Laub trägt. In vielen Regionen gehören trockene Äste und abgestorbene Bäume mit abblätternder Rinde inzwischen zum alltäglichen Bild beim Waldspaziergang“, teilte Forstminister Peter Hauk mit.

Laut Forstminister Hauk seien von Januar bis August bereits rund 150.000 m³ Buchenholz allein aufgrund von Dürreschäden eingeschlagen worden. Doch nur rund die Hälfte der abgestorbenen Buchen seien auch aufgearbeitet worden. Somit bleibe ein erheblicher Teil der Bäume stehen und diene damit noch als ökologisch wertvolles Totholz.

Unterstützung für Waldbesitzer

Mit der im Juli 2020 von Minister Hauk neu vorgestellten Verwaltungsvorschrift ‚Nachhaltige Waldwirtschaft‘ unterstützt das Land die Waldbesitzer bei der Schadensbewältigung auch finanziell. Im Zentrum der neuen Fördermaßnahmen steht die Aufarbeitung von Schadholz und die Wiederbewaldung. Ziel sind klimastabile Mischwälder. „Die Aufarbeitung von dürrem und mit Insekten befallenem Holz ist sehr gefährlich und gehört in die Hände von Profis mit den entsprechenden Maschinen. Bei der Aufarbeitung von geschädigten Bäumen passieren immer wieder teils schwere Unfälle. Hier geht Sicherheit vor Schnelligkeit“, betonte Minister Hauk.

Gefahr für den Menschen

„Die Trockenschäden sind direkte Folgen des Klimawandels. Dabei können die absterbenden Bäume auch eine Gefahr für die Waldbesucher darstellen. In besonders betroffenen Bereichen können Äste herabfallen oder Bäume umstürzen“, sagte der Minister.

Entlang von Verkehrswegen, an Erholungseinrichtungen und weiterer Infrastruktur sorgen die Waldbesitzer und Forstleute dafür, dass Gefahren beseitigt werden. Durch das teils flächige Auftreten der Schäden im Waldbestand kann es zum Schutz der Waldbesucher im Extremfall auch zu zeitweisen Absperrungen einzelner Wege bis hin zu ganzen Waldgebieten kommen. Zur eigenen Sicherheit sind die Waldbesucher gehalten, beim Waldbesuch aufmerksam zu sein und Absperrungen unbedingt zu beachten.

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