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Gülleausbringung

Bodenschonung durch neues Fliegl Hundegang-Güllefass

Fliegl hat sein Hundegangfass Twist vorgestellt, das den Bodendruck dadurch verringert, indem das Fass nicht in der Traktorspur läuft.

Lesezeit: 3 Minuten

Fliegl hat zur Bodenschonung das Einachsgüllefass Twist mit Hundegang entwickelt. Das Besondere: Das Fass erzeugt die Hundeganglenkung nicht wie üblich durch eine Achsschenkellenkung, sondern durch eine Drehschemellenkung. Dabei wird die Achse als Ganzes hydraulisch um die senkrechte Achse verdreht. Dadurch ist ein Versatz des Fahrgestells der ungefähren Länge von 4 m um circa 1 m (965 mm) möglich.

Als Ergebnis kann das Fahrgestell komplett spurversetzt zum Zugfahrzeug fahren. Die Reifen des Fahrgestells berühren die Spur des Traktors nicht, da durch die Technik jeder Reifen seine eigene Fahrspur erhält. In den nachfolgenden Abbildungen werden die Technik sowie das Ergebnis nochmals schematisch erläutert.

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Zudem findet eine Lenkung nicht aktiv am Traktor statt, sondern nur an der Achse direkt. Ausgelöst wird der Lenkvorgang dabei durch einen manuellen Eingriff über ein Steuergerät am Traktor. Die Neigung kann hier stufenlos eingestellt werden.

Twist soll deutlich wendiger als ein achsgelenktes Fass sei. Dadurch seien Hindernisse, wie beispielsweise Strommasten, sowie kurvenförmige Felder eine Leichtigkeit, erklärt Fliegel weiter.

Zudem besitzt das Fass einen deutlich besseren Zugpunkt im Vergleich zu herkömmlichen Hundegangtechniken, denn der Reifen wird nicht gestürzt. Eine herkömmliche Achse ist auf Kurvenfahrt ausgelegt und nicht auf Hundegangfahrt, dadurch lenkt das innere Rad deutlich stärker ein als das äußere Rad. Die Räder laufen also auf Grund dieses Differenzwinkels nicht parallel zueinander. Dies zieht einen ständigen Widerstand und somit ein Scheuern am Boden nach sich. Beim Hundegangfass TWIST von Fliegl laufen die Reifen durch das Schwenken der Achse parallel und erzeugen somit eine exakte Spur.

Gleichzeitig sei ein gerades Bearbeiten mit einem Anbaugerät möglich. Das Einachsgüllefass besitzt dafür am Drehpunkt der Achse eine Vorrichtung zum Anbau von Arbeitsgeräten. Durch diese Anbauweise dreht sich das Anbaugerät mit der Achse relativ zum Fahrgestell. Das bedeutet, das Anbaugerät bewegt sich komplementär zur Fahrtrichtung des Zugfahrzeugs und es wird somit immer gerade bearbeitet. Bei allen anderen existierenden Systemen zum spurversetzen Fahren soll dies nicht gewährleistet sei, sagt der Hersteller.

Mit dem Einsatz des Fliegl Hundegangfasses Twist werde durch die Parallelstellung der Reifen weniger Gegendruck und daher eine leichtere Überrollbarkeit erzeugt. Dadurch werde weniger Kraftaufwand benötigt und so weniger Treibstoff verbraucht. Auch würden sich weniger Bodenverdichtungen sowie Rinnen und somit weniger Kulturschäden ergeben, was zur Folge hat, dass einerseits ein höherer Ertrag durch eine gute Bodenstruktur erzielt werden kann. Andererseits sollen weniger Arbeitsschritte zur Auflockerung erforderlich sein, wodurch Kosten in Form von Arbeitszeit, Diesel und Verschleiß eingespart werden könnten.

Auch seien beim Fliegl Twist deutlich größere Reifen (900/60R32) als bei Fässern mit Achsschenkellenkung möglich. Denn durch die schwenkbare Achse werde ein größerer Lenkeinschlag garantiert, heißt es weiter. Dabei wird das Anstoßen der Reifen an den Rahmen verhindert. Eine größere Bereifung wirkt durch die größere Aufstandsfläche und somit großflächigere Druckverteilung zusätzlich bodenschonend.

Fliegl strebt an, die Lenkung des Fasses zu automatisieren. Dadurch muss das Güllefass Twist nicht mehr separat und manuell gesteuert werden. Stattdessen frägt Twist den Einschlagwinkel des Zugfahrzeugs ab und richtet daran den eigenen Einschlag aus.

Dies sei vor allem beim Wendevorgang auf dem Feld eine enorme Erleichterung für den Fahrer. Twist veranlasst derweilen selbst während des Wendevorganges den gewünschten Seitenwechsel.

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