Leserfrage: Falschen Reifendruck eingestellt - Wer zahlt kaputte Reifen? Premium

Frage: Wir haben auf unserem Acker mit einem sehr breiten Grubber 25 cm tief gegrubbert. Die Reifen unseres Schleppers haben wir nach der Traglasttabelle des Herstellers eingestellt. Trotzdem waren die Reifen nach wenigen Minuten kaputt. Wir wollten das als Garantiefall melden.

Frage: Wir haben auf unserem Acker mit einem sehr breiten Grubber 25 cm tief gegrubbert. Die Reifen unseres Schleppers haben wir nach der Traglasttabelle des Herstellers eingestellt. Trotzdem waren die Reifen nach wenigen Minuten kaputt. Wir wollten das als Garantiefall melden. Der Hersteller aber teilte uns mit, dass der Luftdruck bei solch schweren Zugarbeiten deutlich höher sein müsste. Das hat uns beim Kauf der Reifen weder mündlich noch schriftlich niemand mitgeteilt. Auch bei einem zweiten Paar Reifen eines anderen Herstellers empfahl uns der Vertreter, den Druck höher einzustellen. Die Aussagen der Hersteller ähneln sich: So soll man pro Meter Arbeitsbreite 0,1 bar mehr Luft einfüllen. Schriftlich teilte uns dies allerdings kein Hersteller mit, auch auf Nachfrage nicht. Kann ich die kaputten Reifen reklamieren? Antwort: Für die Reklamation ist es entscheidend, was Sie im Kaufvertrag mit dem Verkäufer vereinbart haben. Juristisch spielt dies eine Rolle bei der Frage, ob Ihnen für die durch die starke Belastung beschädigten Traktorreifen Gewährleistungsrechte zustehen. Verkaufte Sache muss frei von Sachmängeln sein Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist es nämlich so, dass der Verkäufer dem Käufer die verkaufte Sache „frei von Sach- und Rechtsmängeln“ zu verschaffen hat. Ein Sachmangel liegt vor, wenn: die verkaufte Sache die vereinbarte Beschaffenheit ...

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Feinstaub-Kritik: "Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft sind absurd"

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