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Messerwalze Premium Tandem Terra 300 im Vergleichstest: Starr gefedert

Die Tandem Terra 300 kommt mit kleinen Walzendurchmessern und kompaktem Aufbau – die Ergebnisse des Vergleichstest im Detail.

Lesezeit: 4 Minuten

Die Messerwalze kommt aus Polen. Der Hersteller hat mit der Premium Landmaschinen GmbH auch einen eigenen Vertriebssitz in Deutschland. Die Tandem Terra-Walze führte der Hersteller erst im Frühjahr 2020 ein. Deshalb besserte er während unseres Tests noch nach.

Mehr Gewicht und andere Messer brachten ein besseres Schnittergebnis. Mittlerweile gibt es die Tandem Terra in fünf Ausführungen von 3 bis 6 m Arbeitsbreite. In Testausstattung war die Walze mit 6.350 € laut Liste die günstigste.

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Wie die Premium Tandem Terra 300 an den Traktor angebaut wird

Die Tandem Terra lässt sich in der Kategorie 2 kuppeln – unten zwei Positionen, oben ein festes und ein Langloch. Die Messerwalze lässt sich aufgrund des symmetrischen Aufbaus in Front und Heck fahren.

Im abgestellten Zustand steht das Gerät auf vier Stützen. Die beiden am Anbauturm lassen sich schnell und einfach hochziehen. Die äußeren benötigen Bolzen, Unterlegscheibe und Splint. Zudem stehen diese Stützen auch eingeklappt seitlich über, sodass die Transportbreite von 3 m überschritten ist. Ohne Stützen passt die Breite mit 2,99 m.

Die Warntafeln mit LED-Beleuchtung sind massiv ausgeführt. Für die Leuchten gibt es zwei Stecker – einen für die Frontfahrt, einen fürs Heck. Wir finden das eine gute Lösung. Laut Premium soll bei der Frontfahrt nicht nur die Positionsleuchte funktionieren, sondern auch der Blinker. Das funktionierte bei uns im Test leider nicht. Neuerdings ist eine gedämpfte Ausführung erhältlich.

Das Grundgerät wiegt 870 kg. Mit den später montierten Gewichtsplatten wird die Maschine kopflastig und wiegt dann 1260 kg. Auch ohne Lenkbock lassen sich mit der Walze aufgrund der kompakten Bauweise leichte Kurven fahren.

Wie die Walzen der Premium Tandem Terra 300 aufgebaut sind

Mit sechs glatten Messern auf einem Durchmesser von 370 mm liegt die theoretische Schnittlänge der vorderen sowie der hinteren Walze bei 194 mm. Die hintere und die vordere Walze sind in die entgegengesetzte Richtung gedrillt. Optional sind auf der zweiten Welle sieben Messer (100 €) montiert.

Die beiden Achsen sind im Abstand von 460 mm über einen Rahmen mit einem Quadratrohr verbunden. Dieses wiederum ist über vier Pakete mit Gummiwülsten federnd gelagert. Die Arbeitsbreite der beiden Messerwalzen beträgt 2,87 m. Die vier Lager sind schmierbar. Bei uns waren die Messer noch nicht drehbar – jetzt auf Wunsch für 300 € möglich. Das Anbaugerät macht einen ordentlichen Eindruck. Die Materialstärken sind großzügig dimensioniert. Aufgrund des doppelten Rahmens und der kompakten Bauweise lässt sich die Walze übrigens schlecht reinigen.

Wie sich die Premium Tandem Terra 300 im Praxiseinsatz schlug

In der winterharten ZF fuhren wir zwischen 18 und 25 km/h. Zwischen 14 und 17 km/h gab es starke Resonanzschwingungen. Bei den hohen Geschwindigkeiten lag die Walze recht ruhig. Sie riss viele Stängel bodennah ab. Die Zerkleinerungswirkung war hier aber gering. Es waren nur wenige Teile kürzer als 15 cm. Pflanzenteile wickelten sich zudem um die Lager der Walze.

Laut Hersteller gibt es hier aber nun zusätzliche Abdeckungen. In abgestorbener ZF waren die Stängel deutlich besser zerkleinert. Aufgrund der kompakten Bauweise und des mittleren Gewichts hielt sich der Hubkraftbedarf in Grenzen.

Auf den Rapsstoppeln zerkleinerte die Tandem Terra die Stängel ordentlich. Trotz breiter Walzenaufhängung war die Zerkleinerung auch in leichten Fahrspuren noch zufriedenstellend. Durch den harten Boden vibrierte die Walze stärker.

In der Maisstoppel hat die Walze etwa 55% der Stoppeln komplett zerstört. 25% war nur noch unterhalb des ersten Knotens intakt. Die restlichen 20% der Stoppeln waren abgeschnitten, aber nicht weiter aufgefasert. Stoppel, die zuvor schon niedergedrückt waren, drücken die Messer lediglich weiter an und schneiden diese nicht richtig. Die Arbeitsgeschwindigkeit lag bei etwa 18 bis 22 km/h. Im Maisstroh war auch hier der Effekt deutlich geringer.

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