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Mitsubishi L200: Ein Arbeitstier mit Stil

Keine Frage, ein attraktives Design hat der Mitsubishi L200. Sein aerodynamisches Design und die aggressive Frontpartie machen den Pick-up zu einem richtigen Hingucker. Kann sein Inneres mit dem Äußeren mithalten? Wir haben den Pick-up getestet

Lesezeit: 4 Minuten

Der L200 punktet optisch mit attraktivem Design. Kann sein Inneres mit dem Äußeren mithalten? Georg Schuller, Gerhard Schieder und Markus Schwaiger von top agrar Österreich haben den Pick-up von Mitsubishi für Sie getestet.

 

Keine Frage, ein attraktives Design hat der Mitsubishi L200. Sein aerodynamisches Design und die aggressive Frontpartie machen den Pick-up zu einem richtigen Hingucker. Angeboten wird er in sechs verschiedenen Modell-Varianten. Für den top agrar-Test konnten wir das Topmodell Instyle für zwei Wochen fahren.

 

Der erste Eindruck

 

„Fast zu schade für die Arbeit“, waren die ersten Worte des Testteams, um anschließend den L200 auf Herz und Nieren zu prüfen. Egal, ob Fahrten im Gelände, Transporte oder ein Wochenendausflug mit der Familie: Das weiße Arbeitstier von Mitsubishi musste sich vielen Aufgaben stellen.

 

Zunächst ein Blick ins Innere: Die geräumige Doppelkabine bietet genügend Platz für fünf Personen. Steigt man in den L200 ein, fällt einem sofort die moderne Ausstattung auf: Ledersitze, ein Multifunktionslenkrad mit Schaltwippe und ein Touchscreen. Das erfordert schon große Überwindung, um mit der staubigen Arbeitsbekleidung Platz zu nehmen. Aus Sicht der Testlandwirte würden einfache Stoffsitze auch reichen.

 

Bei der Ladefläche muss die Doppelkabine aber Abstriche machen. Mit einer Länge von 152 cm und einer Breite von 147 cm zählt sie nicht zu den Größten. Wem das nicht reicht, kann sich den L200 mit einer Klubkabine anschaffen. Diese Modell-Variante hat eine 33 cm längere Ladefläche. Zusätzlich können zwei weitere Personen auf einer „Notfallrückbank“ Platz nehmen. Ausgestattet ist dieses Modell eher spartanisch. Aber für den praktischen Einsatz ausreichend.

 

Allen Anforderungen gerecht?


 

Der Mitsubishi kann mit 960 kg Ladegewicht und rund 3 000 kg Anhängelast richtig anpacken. Durch den kleinen Wendekreis von 11,8 m und die sportliche Lenkung lässt sich der fünf Meter lange Pick-up auch relativ gut manövrieren. Für den notwendigen Schub nach vorne sorgt in allen L200-Modellen ein 2,4 Liter Common-Rail Dieselmotor.

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Unser Testkandidat war mit 181 PS im Gegensatz zu den Basismodellen mit 154 PS der Anführer in der Herde. Die 181 Pferde sind aber gut zu gebrauchen. Als wir auf einer Langstrecken-Testfahrt mit voller Ladefläche den Katschberg-Pass überquerten, wurde aus der spritzigen Gazelle ein richtiger Packesel. Trotz Vollgas und hoher Drehzahl war der Innenraum äußerst gut vom Motor gedämmt. Bei der Katschberg- Talfahrt wurde die Schaltwippe zu einem praktischen Helfer. Anfangs wurde durch das Automatikgetriebe der L200 immer schneller und die Bremsen machten sich nach kürzester Zeit qualmend bemerkbar.

 

Im Sportsmode lassen sich die Gänge mit dem Schalthebel oder den Wippen manuell schalten. Dadurch konnte die Motorbremse effektiv genutzt werden. Nicht so erfreulich war der Verbrauch. Die vom Hersteller angegeben 7,5 Liter auf 100 km konnten wir in unserem Praxistest nicht einhalten! Hier lagen wir jenseits der 9 Liter-Marke, und dies bei einem kombinierten Kurz- und Langstreckenbetrieb.

 

Bei den zahlreichen Transportfahrten fiel uns auf: Zum Abholen von Saatgut scheint der L200 wie geschaffen zu sein. Aber auch eine Europalette findet auf der eher kleineren Ladefläche Platz. Mehr Probleme bereitete uns allerdingsein kleiner 7 kW-Motor, den wir auf der Ladefläche transportieren wollten. Es stellte sich heraus, dass am Laderaumboden die Zurrösen fehlten. So war eine Ladungssicherung nicht möglich. Somit mussten wir den Motor auf der Rückbank transportieren. Beim Fahren mit Anhänger leistete die Rückfahrkamera gute Dienste. Das Anhängen wurde durch das angezeigte Bild inklusive Leitlinien zum Kinderspiel. Also, wer viel mit dem Hänger unterwegs ist, sollte auf dieses Extra nicht verzichten.

 

Richtige Bereifung

 

Beim Allradantrieb setzt Mitsubishi auf Super Select 4WD. Mit 205 Millimeter Bodenfreiheit und vier verschiedenen Fahrmodi können Sie fast überall hin- und durchfahren, wenn die Bereifung passt. Gesteuert wird der Allrad durch den Drehschalter an der Mittelkonsole. Trotz ausgeklügelter Allradtechnik scheiterte der „Kraxler“ auf einem laubbedeckten Rückeweg. Der Grund liegt aber eher an der Bereifung und nicht an der Technik. Das Straßenprofil wurde in kürzester Zeit mit Laub verlegt. Mit den richtigen „Puschen“ wäre es sicher kein Problem gewesen!


Technische Raffinessen

 

Gewöhnungsbedürftig war auch die Bedienung des Navis. Probleme bereiteten uns die Zieleingabe, das Regulieren der Lautstärke der Sprachansage und das Einstellen der schnellsten oder kürzesten Route. Weiteres Manko: Die Position der Sonnenschutzblende. Bei vertikaler Stellung wurde die Sicht auf die Straße total versperrt. Abgesehen davon zeigt sich der L200 durchaus als robuster, vielseitiger Helfer für die Landwirtschaft.


Plus:

  • Rückfahrkamera
  • Schaltwippen
  • großzügige Kabine

Minus:


  • Sonnenblende versperrt die Sicht
  • Navi gewöhnungsbedürftig
  • fehlende Zurrösen

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