New Holland entwickelt den ersten vorausschauenden Mähdrescher

Um den Fahrer hier zu entlasten, hat New Holland den ersten vorausschauenden Mähdrescher entwickelt, zu sehen auf der diesjährigen Agritechnica. Dazu werden zunächst die die Druschfruchterträge, die Topographie des Schlages sowie die Einstellparameter des Mähdreschers georeferenziert gespeichert.

Erstes proaktives automatisches Mähdreschereinstellungssystem (Bildquelle: Agritechnica)

Die Aufrechterhaltung der maximalen Durchsatzleistung bei gleichzeitig akzeptablem Körnerverlustniveau und möglichst geringen Bruchkornanteilen ist eine große Herausforderung für den Mähdrescherfahrer über den gesamten Erntetag und somit entsprechend anstrengend.

Um den Fahrer hier zu entlasten, hat New Holland den ersten vorausschauenden Mähdrescher entwickelt, zu sehen auf der diesjährigen Agritechnica. Dazu werden zunächst die die Druschfruchterträge, die Topographie des Schlages sowie die Einstellparameter des Mähdreschers georeferenziert gespeichert. Bei der nächsten Überfahrt oder in der nächsten Ernte können diese Daten dann interpoliert werden, und das Einstellsystem des Mähdreschers reagiert frühzeitig auf wechselnde Erntebedingungen.

Neben den bisher bekannten Sensoren bzw. Regeltechniken wurde ein neuer Drucksensor in der Reinigung zur indirekten Messung der Beladung der Siebe als weiterer Bestandteil in das proaktive System integriert. Die Verweildauer des Druschgutes im Dresch- und Trennbereich der Rotorgehäuse wird über den Anstellwinkel der Leitschienen geregelt. Diese Technik beeinflusst neben der Rotordrehzahl die Effizienz eines Axialrotor-Mähdreschers in höherem Maße als die Veränderung der Dreschspaltweite.

Der Bediener kann somit eine von drei verschiedenen Arbeitsstrategien vorwählen. Der Mähdrescher optimiert – aufgrund der vorliegenden Daten – die Mähdreschereinstellungen selbst, noch bevor das Schneidwerk das Erntegut schneidet und aufnimmt.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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