Statistik

Angebot und Nachfrage nach Möhren ist gestiegen

Möhren gehen immer - und das macht sich auch im Lebensmitteleinzelhandel bemerkbar. Nur Tomaten können noch höhere Einkäufe verbuchen.

Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) landeten im Jahr 2020 etwa 9,3 kg frische Möhren in den Einkaufskörben der Haushalte. Das ist ein Plus von 12 % zum Vorjahr, schreibt das Landvolk mit Bezug auf die Homepage www.meine-moehren.de.

Im Moment stammen die Möhren aus den Kühllagern, aus denen sie frisch gewaschen und verpackt in den Lebensmitteleinzelhandel gelangen, während auf den Feldern bereits die ersten Blätter der heranwachsenden Ernte aus der Erde lugen. „Anfang März haben wir mit einer speziellen Sämaschine rund 2 Mio. Samenkörner pro Hektar ausgesät“, erläutert Axel Meyer aus der Nordheide. Der Landwirt hofft, Ende Juni die ersten neuen Karotten ernten zu können.

Gemessen an der Anbaufläche rangieren die Möhren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) deutschlandweit mit einer geringfügig gestiegenen Anbaufläche von 13.800 ha an zweiter Stelle nach Spargel (25.900 ha) und vor Speisezwiebeln mit 12.300 ha. Mit einer Erntemenge von 802.200 t fuhren die deutschen Landwirte 2020 jedoch die größte Möhrenernte seit der deutschen Vereinigung (+1,4 % gegenüber 2019) ein. Niedersachsen ist mit 2.170 ha das zweitgrößte Anbaugebiet Deutschlands, nur in Nordrhein-Westfalen werden mit 3.824 ha noch mehr Möhren angebaut.

Insgesamt haben die Bauernhöfe in Deutschland 3,9 Mio. t Gemüse geerntet. Die Gesamterntemenge lag damit auf dem Vorjahresniveau, die Zahl der Betriebe mit Gemüseanbau nahm gegenüber der letzten Vollerhebung im Jahr 2016 jedoch um gut 7 % von 6.580 auf 6.100 ab. Knapp 5.900 Betriebe erzeugten im Jahr 2020 auf gut 125.200 ha Gemüse im Freiland.

Wie die Erntemenge blieb damit auch die Freiland-Anbaufläche gegenüber 2019 fast konstant. Gegenüber der Vollerhebung von 2016 nahm sie aber um knapp 4 % zu. Die größten Freiland-Gemüseanbauflächen befanden sich 2020 in Nordrhein-Westfalen mit 25.000 ha, Niedersachsen folgt mit 21.500 ha und Rheinland-Pfalz ist an dritter Stelle mit 18.500 ha.


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