Onlinediskussion

Artenvielfalt: Eine Rettung ist möglich!

Die Artenvielfalt ist rückläufig – um das aufzuhalten, müssen Wissenschaft und Landwirtschaft zusammenarbeiten. Zudem sind noch weitere Fachgebiete gefordert.

Nur zusammen lässt sich der negative Trend der Artenvielfalt aufhalten. Das ist der große Konsens der Onlinediskussion „Wie retten wir die Artenvielfalt?“ vom Mittwochabend. Eingeladen dazu hatten „Wissenschaft im Dialog” und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

„Klar ist: Die Biodiversitätsverluste sind drastisch“, brachte es Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese auf den Punkt. Die Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und Mitglied der Leopoldina fügte hinzu, dass das Problem kein alleiniges der Landwirtschaft sei und erst recht keine Schuldzuweisung an die Landwirte.

Wie stark die Artenvielfalt schwindet, lässt sich nicht eindeutig feststellen – auch nicht mit der vielzitierten „Krefelder Studie“. Dazu sagte Prof. Dr. Josef Settele, Leiter des Departments Naturschutzforschung am Helmholtz‐Zentrum für Umweltforschung in Halle, dass der Trend global zwar negativ sein, man eine Betrachtung der Biomasse jedoch kritisch sehen müsste. Es gebe auch Untersuchungen, die Zunahmen zeigen; die Ergebnisse unterscheiden sich regional zum Teil erheblich.

Einen negativen Trend der Artenvielfalt bestätigt auch Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein. Sie leitet die Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg. Um Aussagen über die Entwicklung der Artenvielfalt zu treffen, brauche es ein Monitoring über viele Jahre, so Klein. Daten von z.B. drei Jahren unterlägen noch natürlichen Schwankungen von Zu- oder Abnahme. Festgestellt habe man inzwischen schon, dass mehr Vielfalt um den Acker auch mehr...


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Diskussionen zum Artikel

von Kurt Brauchle

Ein Bürgermeister hat die Lösung

Zitat: "Wird die Fläche (Acker) bebaut, so entstehen Vorgärten und begrünte Dächer mit einer großen Artenvielfalt. Oft gibt es in den Wohngebieten eine größere Artenvielfalt als draussen auf den Äckern." Man glaubt es kaum, diese Aussage wurde in der Presse veröffentlicht.

von jörg Meyer

Frage nach dem Referenzsystem

Wer kann mir helfen und weiss welche Artenvielfalt eigentlich in der Geschichte der Erde optimal war und am besten mit einer Begründung? War es zu Christigeburt? Am Reformationstag oder in den Dreißigern des letzten Jahrhinderts als der NABU gegründet wurde? Und war as dann der ... mehr anzeigen

von Stefan Flüchter

NABU Grünungsjahr

Der NaBU wurde als BfV schon 1899 gegründet , nicht in den 1930 ern .

von Dr. Willi Billau

Am besten, für alle sichtbar, kann man sich am schriftlichen Chat beteiligen

und nicht selten seine Meinung und Daten, Fakten unterbringen. Wen's interessiert, der lese bitte unsere Beiträge im Chat unter RBV Starkenburg. Wissenschaftler mögen in vielem Recht haben, das Problem ist wie immer Akzeptanz und Umsetzbarkeit. Noch ist nichts verloren, dranbleiben! ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Irrglauben:

"Wissenschaftler mögen in vielem Recht haben," Je populärer wissenschaftliche Fachgebiete werden, desto größer die Gefahr, dass wissenschaftliche Erkenntnisse dem Populismus "angepasst" werden, und zwar durch die Wissenschaftler selbst.

von Albert Maier

Interessant ist...

...die Aussage Prof. Setteles zur Insektenbiomasse. Der einzige Parameter, der einen Insektenrückgang (das unsägliche Insektensterben) über Jahrzehnte (Krefeldstudie) hinweg quantifizieren sollte wird nun von Wissenschaftlern selbst in Frage gestellt. Warum?? Weil neueste ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Keine Beweise,

aber die ganze Landwirtschaft soll auf den Kopf gestellt werden. Und wir Bauern lassen uns das gefallen ?

von Guido Müller

Einer muss doch Schuld sein

Gemeinsam für mehr Artenschutz - Naturnahe Gärten im Landkreis Altötting XXXXXXXXX Tschüss, ihr Schleimer! Erfolgreich zum schneckenarmen Garten XXXXXXXXXXXXX Artenschutz vor unserer Haustür - Sendung vom 12. Oktober 2019 | [W] wie Wissen XXXXXXXX Es gibt gute Ansätze, ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Die entscheidente Frage:

Wieviel Artenvielfalt brauchen wir?? Wenn die Antwort heisst: maximale Artenvielfalt dann ist am Ende des Tages die menschl. Existenz in Frage gestellt. Noch kein Wissenschaftler hat bisher von einer vernunftbasierten Artenvielfalt gesprochen, was eigentlich erforderlich wäre!!

von Willy Toft

Das ist mal wieder Typisch, die Landwirtschaft soll es richten!

Wir leben in einem ständigen Artenschwund auf der ganzen Welt! In den Lebensräumen der Menschen lassen wir nicht mal die natürliche Mücken- und Fliegenpopulation zu! In Urlabsgebieten wird Großflächig dagegen gekämpft, sonst kommt kein Urlauber mehr. Was bitteschön soll die ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Diskussion kann man auf Youtube ansehen und kommentieren.

"Wie retten wir die Artenvielfalt?"

von Wilhelm Grimm

Nicht NUR Landwirte sind gefragt,

aber alle anderen sind Nebensache ? So laufen die Diskussionen doch immer und das machen wir nicht mehr mit.

von Andreas Gerner

Genau richtig.

De nennen es frech "Wie retten WIR die Artenvielfalt?", diskutiert wird dann aber "Wie retten die Bauern für uns die Artenvielfalt?"

von Andreas Gerner

Bitte mal nachdenken, wer Schuld sein kann, und wer nicht.

Wenn in den letzten 3 oder 4 Jahrzehnten die Insekten weniger wurden, kann die Landwirtschaft überhaupt Schuld sein? - - - - - - - - - - - - - - Obwohl die in den letzten Jahrzehnten schon bedeutend verträglicher wurde: - - - - - - - - - - - - - - - weniger beeinflusste Fläche (seit ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Und die Presse, die sich in erster Linie dem Zeitgeist hingibt, haben sie vergessen.

Die veröffentlichte Meinung bestimmt die öffentliche Meinung, die wiederum Einfluss auf die Politik und auf die Finanzierung von Forschungsvorhaben nimmt. Gute Wissenschaftler haben wir auch heute noch. Wenn aber die Politik die Beförderungen steuern kann, geht es mit der Wissenschaft bergab.

von Erwin Schmidbauer

Bemerkungen am Rande

Besonders interessant war, dass die Runde kaum eine kontroverse Diskussion hatte sondern eher unterschiedliche Akzente in eine sehr sachlichen, ausgewogenen Darstellung hatte. Im Gegensatz dazu war der Chat viel kontroverser und zeigte doch sehr unterschiedliche Haltungen in der ... mehr anzeigen

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