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Bayer verzeichnet Rekordverlust wegen Glyphosatklagen

90.000 Klagen richten sich inzwischen gegen Bayer und den Wirkstoff Glyphosat. Daher hat das Unternehmen hohe Rückstellungen gebildet, die ein Minus von 10,50 Mrd. € hervorrufen.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Bayer AG hat im Geschäftsjahr 2020 wegen umfangreicher Rückstellungen im Agrargeschäft im Zuge der Beilegung der Glyphosatklagen in den USA einen Nettoverlust in Rekordhöhe hinnehmen müssen.

Bayer-Vorstandschef Werner Baumann bezifferte das betreffende Ergebnis auf minus 10,50 Mrd. €. Damit sei allerdings gerechnet worden, so der Manager. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 4,09 Mrd. € erzielt.

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Rund 90.000 Klagen wurden Baumann zufolge bereits verglichen oder entsprachen nicht den Anforderungen. Der Anteil letzterer habe im einstelligen Prozentbereich gelegen. Offen seien noch 35.000 Klagen, und mit weiteren werde gerechnet. Bislang seien etwas über 3 Mrd. € an die Kläger ausgezahlt worden.

Indes habe sich der währungs- und portfoliobereinigte Konzernumsatz mit einem Plus von 0,6 % auf 41,40 Mrd. € „robust“ entwickelt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen wird auf 11,46 Mrd. € und damit auf das Vorjahresniveau beziffert.

Fungizidgeschäft erfolgreich

Im Agrargeschäft Crop Science verzeichnete Bayer 2020 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 18,63 Mrd. €, nach einem Gewinn von 514 Mio. € im Vorjahr. Darin enthalten sind laut Geschäftsbericht Sonderaufwendungen von 20,42 Mrd. €, die vor allem mit den Rückstellungen für die getroffenen Vereinbarungen in Bezug auf Glyphosat und Dicamba begründet werden.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen verringerte sich um 3,8 % auf 4,54 Mrd. €. Auslöser für diesen Rückgang seien vor allem Währungseffekte gewesen.

Der Umsatz der Sparte erhöhte sich Bayer zufolge im Berichtsjahr im Vergleich zu 2019 währungs- und portfoliobereinigt um 1,3 % auf 18,84 Mrd. €. Dazu hätten die Geschäfte in den Regionen Lateinamerika und Asien/Pazifik beigetragen. Rückgänge seien dagegen vor allem in Nordamerika verzeichnet worden. Besonders stark sei der Umsatz bei Fungiziden gestiegen, nämlich um 8,5 % auf 2,64 Mrd. €.

Auf die Geschäftseinheit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften entfielen Erlöse in Höhe von 4,97 Mrd. €, was einem Minus von 0,5 % entsprach. Auch im Herbizidgeschäft war der Umsatz rückläufig, nämlich um 1 % auf 4,74 Mrd. €.

Umsatz mit Gemüsesaatgut rückläufig

Derweil erzielte Crop Science mit Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften 2020 im Vorjahresvergleich einen Erlöszuwachs von 2,3 % auf währungs- und portfoliobereinigt 1,97 Mrd. € und bei den Insektiziden ein Plus von 3,9 % auf 1,37 Mrd. €. Der Umsatz mit Gemüsesaatgut ging um 3,9 % auf 640 Mio. € zurück.

Für die Sparte Environmental Sciences verzeichnete der Konzern dagegen ein Plus von 11,5 % auf 1,07 Mrd. €. Allerdings will Bayer diese Einheit verkaufen, um sich künftig auf das Kerngeschäft in der Landwirtschaft zu konzentrieren. Environmental Sciences ist nach Unternehmensangaben ein weltweit führender Anbieter für Lösungen zur Bekämpfung von Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern in nicht-landwirtschaftlichen Bereichen. Dazu gehörten die Bekämpfung von Krankheitsüberträgern, die professionelle Schädlingsbekämpfung und die gewerbliche Vegetationskontrolle in der Forstwirtschaft, auf Rasenflächen und bei Zierpflanzen.

Die Geschäftsführung erwartet nun für 2021 einen währungsbereinigten Konzernumsatz von etwa 42 Mrd. € bis 43 Mrd. € und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 11,2 Mrd. € bis 11,5 Mrd. €. Die Belastungen durch die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten werden bei rund 8 Mrd. € gesehen.

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