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Brandenburg: Mit Agroforst-Hecken gegen Sandstürme

In der „Sandbüchse“ Brandenburg ist die Winderosion zunehmend ein Problem. Ein Landwirt hat gute Erfahrungen mit Agroforst-Anpflanzungen in Streifen auf seinen Flächen gemacht.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Wetterextreme nehmen zu: Neben Starkregen haben die Bauern in Brandenburg zunehmend mit langen Trockenphasen und stärkerem Wind zu kämpfen. Insbesondere auf den Sandböden des Landes kommt es immer wieder zu heftiger Erosion, die auch schon schwere Verkehrsunfälle auf den anliegenden Straßen verursacht hat.

Landwirt Thomas Domin aus Peickwitz bei Senftenberg setzt nun auf Agroforst mit Robinien und Pappeln. Er nimmt an einem entsprechenden Forschungsprojekt teil. Die Baumreihen auf den Flächen sollen den Wind bremsen und den Boden schützen. Ein Ergebnis: Durch die Bäume verringerte sich die Windgeschwindigkeit auf Domins Feld um bis zu 80 %, berichtet Spiegel Online. Dennoch habe der Landwirt zunächst gezögert, weil die Bepflanzung je nach Baumart zwischen 2500 und 4500 Euro/ha.

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Agroforste sind nicht grundsätzlich neu. In Norddeutschland nennt man sie Knicks. Solche Streifen – auch wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen – wurden aber vielfach abgeholzt. Auch zu Zeiten der Kollektivierung in der DDR verschwanden die alten Hecken, um die Flächen zu vergrößern. Laut Domin müsse es aber heute wieder darum gehen, die Äcker zu verkleinern und mit Bäumen vor Winderosion zu schützen. Seine Nachbarn konnte der Landwirt allerdings noch nicht überzeugen, dabei lohne sich die Anpflanzung für ihn. Die vorderen Reihen jeder Kurzumtriebsanpflanzungen kann er nach vier Jahren das erste Mal ernten und das Holz verkaufen. Die hinteren Reihen gewährleisten dann weiterhin den Windschutz, während die geschnittenen Pflanzen nachwachsen.

Für Domin hat sich das Projekt bewährt. Er sichert ihm die Zukunft des Ackerbaus in der von Trockenheit geprägten Region, wie er gegenüber Spiegel Online weiter sagte. Gerade der Dürresommer 2018 habe dies wieder gezeigt.

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