Düngeverordnung

CDU/CSU drängen auf Überprüfung des Nitratmessstellennetzes bis Mai 2020 Plus

Eine bundesweite Überprüfung des Nitratmessstellennetzes fordern Umwelt- und Agrarpolitiker der CDU/CDU-Fraktion im Bundestag von Umweltministerin Schulze. Sie geben dafür Zeit bis Mai 2020.

Umwelt- und Agrarpolitiker von CDU/CSU wollen das Nitratmessstellennetz in Deutschland komplett überprüfen. Das geht aus einem gestern versandten Schreiben der AGs Umwelt und Landwirtschaft der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag an Bundesumweltministerin Svenja Schulze hervor, das top agrar vorliegt.

Außerdem fordern die Parlamentarier eine verpflichtende Binnendifferenzierung für die Ausweisung der roten Gebiete in Deutschland. Damit können die Länder Teilgebiete eines roten Grundwasserkörpers nach standortspezifischen Paramenten wie Bodenart oder Sickerwasserrate genauer eingrenzen. Bisher haben von der Binnendifferenzierung nur die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen Gebrauch gemacht.

Das Schreiben an Bundesumweltministerin Schulze im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

die Landwirtschaft in Deutschland ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, Stütze unserer ländlichen Räume, pflegt und gestaltet unsere Kulturlandschaft. Unsere Landwirte haben ein vitales Interesse daran, das Grundwasser zu schützen. Sie brauchen aber Transparenz und Gewissheit bei den Messergebnissen. Unabhängig von den im Koalitionsausschuss getroffenen finanziellen Unterstützungen für die Landwirtschaft gefährden die wöchentlich neu bekanntwerdenden Mängel und Ungereimtheiten im Messstellennetz massiv die Akzeptanz der von der EU-Kommission geforderten...


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Diskussionen zum Artikel

von Guido Müller

neu überdenken

Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen: Nitrat ist nicht gesundheitsschädlich. Dies muss neu überdacht und disskutiert werden. XXXXX Unsere Politiker sind unfähig, sich eigenes Wissen anzueignen. XXXXX Für Säuglinge bis zu einem halben Jahr ist sowieso ... mehr anzeigen

von Frank Schlake

.....warum nur die Landwirtschaft....

Einträge ins Grundwasser kommen auf vielen Wegen zu Stande. Warum wird immer nur die Landwirtschaft für alles allein verantwortlich gemacht. Warum messen die zuständigen Behörden denn nicht auch mit Messbrunnen unter allen nicht landwirtschaftlich genutzten Gebieten ( zB Städte mit ... mehr anzeigen

von Georg Summerer

Vielleicht sollte man auch aufpassen dass die Ergebnisse nicht plötzlich "verschwinden"!

von Klaus Jensen

Ach..

nu tomal wa...??? Wie kommt Herr Stegemann und Seinesgleichen innerhalb von 24 Std. zu solch neuen Ansichten? Mit Geld (also ein paar Kröten) war dann doch nix mehr zu regeln. Und nun kommt der Umschwung? Wir sind dabei. Immer ran an den Feind: die Kommunisten !!!! MfG Jens Martin Jensen

von Hubertus Berges

Läuft in Niedersachsen

In Niedersachsen läuft diese Überprüfung, die von 22 Kreislandvolkverbänden in Auftrag gegeben wurde, bereits seit Frühjahr 2019. Mit den Endergebnissen ist in ein paar Wochen zu rechnen. Die Zwischenergebnisse sind jedenfalls sehr „interessant“ und man kann daher nur jedem ... mehr anzeigen

von C. Schmidt

Der Verursacher muss ermittelt werden!

Was völlig in den Forderungen fehlt ist das bei hohen Nitratwerten der Verursacher gefunden werden muss!!! Das ist doch mal das allerwichtigste! Was bringt der ganze Zirkus wenn die Messtelle wie bei uns unterhalb einer alten Müllkippe ist?

von Gerd Uken

Punkt Eins

In Niedersachsen ist das NLWKN für die Beprobung zuständig u. Wasserproben werden jährlich gezogen. Punkt 2 in welcher Jahreszeit werden sie genommen? Punkt 3 Wasserwerke haben auch Probebrunnen. Fazit nächste Hinhaltetaktik der Regierung

von Stefan Lehr

Strohfeuer

Basierend auf der Tatsache des bisherigen Verhaltens der Bundesumweltministerin ist davon ausszugehen, dass es aus ihrem Ressort einen vehementen Widerspruch zu dieser Forderung gibt, sowie eine Erklaerung, dass alles zum Besten stehe. Denn im Ressort von Frau Schulze macht man immer ... mehr anzeigen

von Jens Haman

Vergessen wurde

eine klare Definition, wie tief die Brunnen sein müssen mit unabhängig wissenschaftlicher Begründung. Weiter ist zwingend notwendig, dass Deutschland genauso Durchschnittswerte meldet, wie alle anderen Staaten der EU auch. Drittens muss vor Absendung des nächsten Nitratberichts ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

@ Willi Toft

Das Prüfen der Messstellen muss von unabhängigen Gutachtern gemacht werden, wobei wir denen auch noch auf die Finger schauen müssen. Wer glaubt, dass sich der NABU und sein Ministerium so einfach geschlagen geben wird, sollte sich lieber in die Sandkiste setzen und weiter träumen, ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Weitere Hiobsbotschaften aus Holland, da wird das ganze Messsystem in Frage gestellt!

Erstmal gleiche Bedingungen in Europa, dann gleiche Bedingungen in DE, eine Din- Norm für Messstellen, und ordentliche Prüfer, keine Praktikanten ectr. Das heißt aber auch, dass die Messstellen repräsentativ und ausreichend für die Gebiete vorhanden sind. Ans Werk, und wir Landwirte ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Zahnloser Tiger (zumindest in Bayern)

Die Wasserwirtschaftsämter haben alle Hände voll zu tun mit den Gewässereinstufungen für die verpflichtenden Randstreifen. Die überprüfen nix. Nur mit direktem Zwang und mehr Zeit.

von Wilhelm Grimm

Und dann folgt die Düngeverordnung

und deren Sinnhaftigkeit.

von Wilhelm Grimm

Spät, sehr spät, aber immerhin.

Leider bleibt viel Verbitterung noch über Jahre und die Unsicherheit, ob wir den neuen Untersuchungen denn trauen können. Und wenn wir nun dabei sind, bitten wir auch um saubere Antworten zu dem angeblichen Insektensterben ,natürlich nur von Landwirten verursacht?

von Gerhard Steffek

Mehr oder weniger -

das Eingeständnis, daß hier tatsächlich beschissen und betrogen wurde. Hier wurden die Nitratstellen anscheinend nach Gutdünken so ausgewählt, dass ein Worst-Case-Szenario entstanden ist. Fragt sich nur nach der Intention. Ein Schelm wer Schlimmes dabei denkt...

von Gerhard Steffek

Na also!

Warum nicht gleich so. Warum bedarf es erst eines Trittes in den A.... damit die Herrschaften in die Gänge kommen? Oder dachte man nur selbstgefällig, der dumme Bauer läßt das schon mit sich machen? Aber mit einer entsprechenden Existenzangst kommt man doch in die Gänge. Wie eine ... mehr anzeigen

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