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„Insekten brauchen Bauern“

Deutschlands beste Insektenschützer

Bei dem Wettbewerb von der Stiftung LV Münster, Syngenta und top agrar gewinnen acht Landwirte. Schulze würdigt das Engagement der Landwirte.

Lesezeit: 3 Minuten

Praktischer Insektenschutz funktioniert! Das zeigen die deutschen Landwirte täglich und bewiesen es bei dem Wettbewerb „Insekten brauchen Bauern“. Die besten acht Insektenschützer unter Ihnen haben heute auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin Ihre Platzierungen erfahren. Die Pokale und Urkunden überreichte feierlich Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Ministerin Schulze lobte den praktischen Ansatz des Wettbewerbes. Es würde nicht nur darüber geredet etwas für den Insektenschutz zu tun, sondern in vielen praktischen Maßnahmen umgesetzt. „Wir müssen offener über den Insektenschutz sprechen und diese guten Beispiele weiter verbreiten", so Schulze.

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Den Wettbewerb hatten die Stiftung LV Münster das Saatgut- und Pflanzenschutzunternehmen Syngenta sowie top agrar vor einem Jahr ausgeschrieben. Es bewarben sich 130 Landwirte und Kooperationen aus ganz Deutschland. Die Bandbreite der Bewerber war enorm: Vom kleinen Betrieb mit 10 ha bis zum Großbetrieb, der 3 500 ha bewirtschaftet. Es nahmen konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe teil sowie Gemüse-, Erdbeer- und Spargelbauern. Es bewarben sich landwirtschaftliche Ortsvereine, Jägerschaften und Landwirte, die sich zusammengeschlossen haben. Sie alle beschrieben ihre Betriebe, Maßnahmen und Kooperationen, schickten uns Bilder, Videos und Konzepte. Dafür sagen wir Danke! Sie zeigen, dass die Landwirte enorm viel für die Biodiversität tun.

Acht Preisträger aus deutschlandweit 130 Bewerbern

Aufgrund der hohen Qualität der Bewerbungen entschied die Jury zusammen mit den Stiftern Stiftung LV Münster und Syngenta, in den beiden Kategorien Landwirte und Kooperationen zusätzlich je einen Sonderpreis zu vergeben. Die acht ausgewählten Bewerber erwiesen sich bei den Vor-Ort-Besuchen als würdige Preisträger. Sie erhalten zusammen ein Preisgeld von insgesamt 26.550 €.

Die drei maßgeblichen Kriterien rief vor der Preisverleihung das Jurymitglied Prof. Dr. Teja Tscharnkte von der Universität Göttingen in Erinnerung. Die top agrar-Chefredakteure Guido Höner und Matthias Schulze Steinmann moderierten die Preisverleihung.

Hier die Gewinner der Kategorie Landwirte:

  1. Platz: Hendrik Schelle aus Moringen, Niedersachsen, für Brach-, Blüh- und Schonflächen auf einem Drittel seiner Ackerfläche
  2. Platz: Peter Weier aus Bettingen, Rheinland-Pfalz, für die langjährige Pflege von Kalkmagerrasen, Feldgehölzen und Uferrandstreifen.
  3. Platz: Alexander Buhles aus Hohenroda, Hessen, für viele Einzelmaßnahmen, die den Insekten Inselflächen bieten.

Sonderpreis: Christoph Tentrup-Beckstedde und Lothar Stumpenhorst von der Harberg KG aus Neubeckum, Nordrhein-Westfalen, für jahrzehntelangen Schutz von Insekten und Niederwild mit Uferrandstreifen, Blühflächen, Schwarzbrachen, Tümpel, Totgehölz und Obstbäume

In der Kategorie Kooperationen haben gewonnen:

  1. Platz: Bauernverein Herxheim, Rheinland-Pfalz, für ein umfassendes Blühstreifen-Konzept mit eigener Saatgutmischung und breiter Öffentlichkeitsarbeit.
  2. Platz: Projekt Blütenkorn, Schöntal, Baden-Württemberg, für Blühstreifen in den Fahrgassen der Getreidebestände und einer besonderen Vermarktung des Brotgetreides.
  3. Platz: Landwirtschaftlicher Ortsverein Havixbeck, Nordrhein-Westfalen, für Blühstreifen, die sich inzwischen über den gesamten Landkreis Coesfeld erstrecken.

Sonderpreis: Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer e.V., Sandhatten, Niedersachsen, für ein sehr ausgereiftes Konzept, um Insekten auch in intensiven Kulturen zu fördern.

Die Gewinner beider Kategorien stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen hier auf top agrar online vor. Sie finden die Reportagen über die Sieger der Kategorie Landwirte zudem in der kommenden Februar-Ausgabe und die Sieger der Kategorie Kooperationen in der März-Ausgabe.

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