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Düngekalk

Dünger: Emissionen sparen mit Kalk

Befinden sich die Boden-pH-Werte im Optimum, hilft das beim Emissionen sparen. Im Gegensatz zu anderen Düngern, sind deutsche Landwirte hier nicht auf Importe angewiesen.

Lesezeit: 3 Minuten

„Die fachgerechte Kalkdüngung ist und bleibt ein wichtiges Basiswerkzeug im Werkzeugkoffer des Pflanzenbaus – auch im Klimawandel“, sagte Dr. Alexander Schmithausen, neuer Vorsitzender der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) im Bundesverband der deutschen Kalkindustrie e.V. kürzlich auf einer Pressekonferenz des Verbands.

Es sei nachgewiesen, dass die Kalkung versauerter Böden besonders auf mittleren und schweren Standorten die Bodenstruktur und die Wasserspeicherfähigkeit verbessert. Das könne besonders in Trockenperioden die Erträge stabilisieren.

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Lachgas-Emissionen mit Kalk vermeiden

Im Ackerbau sind auch Treibhausgase ein Thema. Eine große Rolle spielen dabei Lachgase, die aus den Böden austreten. Hochrechnungen eines Forscherteams der TU Berlin ergeben, dass sich ein Drittel der Lachgas-Emissionen aus deutschen Böden bei einer optimierten Kalkversorgung vermeidbar sind. Grund dafür ist, dass Bakterien Lachgas bei höheren pH-Werten verstoffwechseln.

„In Deutschland sind die Boden-pH-Werte aktuell aber häufig zu niedrig“, so Schmithausen weiter. Laut der letzten Bodenzustandserhebung des Thünen-Instituts sind die pH-Werte von 40 % der landwirtschaftlich genutzten Böden nicht im optimalen Bereich. Weltweit sind es sogar mehr als die Hälfte der Flächen.

2022 gutes Jahr zum Kalken

Insgesamt ist der Kalkabsatz nach Angaben des Verbands eher vom Wetter als vom Weltmarkt abhängig. So war 2022 ein gutes Jahr für die Kalkhersteller: Das trockene Jahr bot optimale Bedingungen für die Stoppelkalkung. Hingegen fiel die Frühjahrskalkung im zunächst feuchten und kühlen Jahr 2023 sprichwörtlich ins Wasser.

Insgesamt bleibt der Kalkabsatz moderat, so die DHG. Gut 80 % der Verkäufe entfallen mittlerweile auf den kohlensauren Kalk, während Branntkalk mit 2% nur noch eine kleine Rolle spielt. Im vergangenen Jahr habe es kleine Preiserhöhungen beim Düngekalk gegeben, die sich aber in diesem Jahr nicht weiter fortsetzen, gibt die Düngekalk-Hauptgemeinschaft an. Auch für die Kalkwerke seien die Preise für Energie und Ersatzteile deutlich spürbar gewesen.

Nicht von Kalk-Importen abhängig

Im Gegensatz zu anderen Düngern ist Deutschland beim Kalk nicht auf Importe angewiesen. Die Logistikkette für Kalkdünger ist laut der Düngekalk-Hauptgemeinschaft kurz: In vielen Regionen Deutschlands gibt es Kalkvorkommen und Kalkwerke, die Düngekalk produzieren. Auf Importe sind deutsche Landwirte deshalb nicht angewiesen.

Der Kalk wird vor Ort zerkleinert und auf Korngrößen unter 1,0 mm gesiebt. Diese Ware kommt dann per LKW in den Handel oder direkt auf die landwirtschaftlichen Betriebe. Während die Kalkressourcen in deutschen Steinbrüchen ausreichend vorhanden sind, bereiten den Herstellern eher fehlende Bruchgenehmigungen Sorgen. Einige Kalkwerke planten deshalb etwa, den Kalk in Zukunft unter Tage abzubauen.

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