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Düngeverordnung beschleunigt Rückgang des Rapsanbaus

Die scharfen Vorgaben der DüV machen ein punktgenaues Düngen Ihrer Rapsbestände erforderlich. Hinweise zur N- und S-Düngung gibt Dr. Ulrich Lehrke, LWK Niedersachsen.

Lesezeit: 13 Minuten

Ein Kommentar von Dr. Ulrich Lehrke, LWK Niedersachsen.

Neben dem Ertragsdesaster sind viele Anbauer auch wegen des Verbots der Neonicotinoide und des verschärften Düngerechts stark verunsichert. Die verpflichtende Düngeplanung auf Basis eines ertragsabhängigen Bedarfswertes engt den Spielraum für die N-Düngung im Raps stark ein. Darüber hinaus ist eine Beziehung zwischen Ertrag und Düngung absolut in Frage zu stellen.

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Sollten die Nmin-Werte im Frühjahr – wie zu erwarten – sehr hoch sein und ist der Ertrag eines Betriebes in den letzten Jahr deutlich hinter den Referenzertrag von 40 dt/ha zurückgefallen, werden viele Anbauer die N-Mengen reduzieren müssen. Pflanzenbaulich ist das nicht sinnvoll. Trotzdem wird sich der Kontrollwert von maximal 50 kg/ha Bilanzüberschuss kaum einhalten lassen. Vor allem dann nicht, wenn man im Herbst und Frühjahr organische Dünger einsetzt.

Die Vorgaben der DüV werden somit die wichtige Blattfrucht Raps weiter aus den Fruchtfolgen drängen. Die Abwärtsspirale ist bereits im vollen Gang.

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FACHBEITRAG aus der top agrar 2/2019

Raps – mit weniger Stickstoff zum Ziel

Raps entwickelt sich immer mehr zur Problemfrucht. Die Erträge fielen in den letzten beiden Jahren in vielen Betrieben deutlich unter die 4 t-Marke. Zudem stagniert der Rapspreis auf einem geringen Niveau, sodass die Wirtschaftlichkeitsanalyse für die Kultur derzeit schlecht ausfällt. Die Folge ist, dass viele Landwirte den Rapsanbau – auch wegen der Trockenheit im letzten Herbst – bundesweit einschränken. Betroffen vom Sinkflug sind vor allem die anbaustarken Bundesländer im Norden.

Wegen der DüV wird zudem die Düngeplanung immer kniffeliger (siehe Standpunkt). Mehr denn je kommt es darauf an, die Dünger effizient anzuwenden.

Am Anfang steht die DBE

Das neue Düngerecht verpflichtet jeden Landwirt, vor der Düngung im Frühjahr eine Düngebedarfsermittlung (DBE) vorzunehmen. Mittlerweile gibt es dafür vielfältige EDV-Lösungen am Markt. Sie können jedoch die einfache Planung nach wie vor auch auf einem Blatt Papier vornehmen.

Und so funktioniert‘s: Einheitlich bewirtschaftete Schläge lassen sich zu Schlageinheiten zusammenfassen. Der Bedarfswert (früher Sollwert) liegt beim Raps auf Basis des Referenzertrages von 40 dt/ha bei 200 kg/ha Stickstoff. Dieser Wert entspricht dem alten Sollwert der LWK Niedersachsen.

Neu ist, dass Sie diesen Bedarfswert an den Ertrag anpassen müssen. Dabei zählt der dreijährige Betriebsdurchschnitt. Falls aber der Durchschnittsertrag im letzten „Dürre“-Jahr um mehr als 20% geringer ausgefallen ist, können Sie auf eine Absenkung des Durchschnittsertrags in diesem Jahr verzichten. Die Abweichung muss man jedoch belegen können – in der Regel über die Erträge in der Buchführung.

Bei geringerer Abweichung des Ertrages ist der Bedarfswert aber zu korrigieren (+10 kg N/ha je 5 dt/ha mehr Ertrag bzw. -15 kg/ha je 5 dt/ha weniger). In den meisten Betrieben werden wegen der geringeren Erträge eher Abschläge erforderlich sein. Zusätzlich zur Ertragskorrektur ist noch Folgendes zu berücksichten:

  • Der im Vorjahr zur Vorfrucht und der im Herbst gedüngte organische Dünger ist jeweils zu 10% vom Gesamt-N abzuziehen. Wer demnach vorherigen Weizen im Frühjahr mit 100 kg Gesamt-N je ha gedüngt hat und seinem Raps im Herbst nochmals 60 kg Gesamt-N/ha verabreichte, muss folglich 16 kg N/ha vom Bedarfswert abziehen. Achten Sie allerdings auf die Regelungen in Ihrem Bundesland. In den meisten Ländern muss man die Herbstdüngung nicht grundsätzlich im Frühjahr anrechnen.

  • Auf humosen Böden (Humusgehalt über 4%) gilt laut DüV ein Abschlag von 20kg/ha.

Der berechnete Bedarfswert stellt eine gesetzliche Obergrenze der Düngung dar. Problematisch wird die Situation in diesem Jahr vor allem für Standorte, die mehrjährig niedrige Erträge eingefahren haben. Denn in diesen Fällen sinkt der Bedarfswert ein weiteres Mal.

Wie Sie den Düngebedarf beispielhaft ermitteln, entnehmen Sie der Übersicht 1. Darin liegt der korrigierte Bedarfswert bei 185 kg N/ha. Von diesem Wert ist nun der Nmin-Gehalt in 0 bis 90 cm Bodentiefe abzuziehen. Dabei können Sie den Nmin-Richtwert der zuständigen Behörde übernehmen oder eigene Nmin-Proben zu ziehen.

Nmin Werte können überraschen

Wegen der Trockenheit, des sehr milden Herbstes und bei weiterhin eher trockener Winterwitterung kann es beim Nmin-Wert auf vielen Schlägen zu Überraschungen kommen. Vermutlich liegen die Gehalte im Mittel deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Das gilt auch unter gut entwickelten Rapsbeständen auf Standorten mit hohen Mineralisationspotenzialen.

Vor Winter lagen die Werte auf einigen Standorten in einer Tiefe von 90 cm bei 60 bis 100 kg N/ha. Dass Nährstoffe über Winter unter Raps auswaschen, ist eher nicht zu erwarten. Jedoch könnte die Strohrotte, die im Herbst erst spät einsetzte, einen Teil des Stickstoffs noch immobilisieren und damit wieder festlegen.

Üblicherweise nimmt der Raps den Stickstoff im Herbst/Winter fast vollständig auf, sodass Sie im Mittel mit „verbleibenden“ Nmin-Werten von 20 bis 30 kg/ha rechnen können. Häufig beeinflusst die Herbstdüngung den Nmin-Gehalt nur sehr gering.

Empfehlungen zur N-Strategie

Zieht man den ermittelten Nmin-Wert von dem im Beispiel genannten Bedarfswert von 185 kg N/ha ab (siehe Übersicht 1), ergibt sich abzüglich der N-Nachlieferung aus der organischen Düngung (im Beispiel 20 m3/ha Gärrest) ein mittlerer Düngebedarf von 145 kg N/ha.

Inwieweit der von der DüV vorgegebene Düngebedarf den wirklichen Bedarf der Rapspflanzen allerdings beschreibt, wird mit Recht von vielen Praktikern in Frage gestellt. Problematisch wird es vor allem dann, wenn die Nmin-Werte im Frühjahr tatsächlich stark nach oben abweichen bzw. man den Bedarfswert wegen geringer Erträge deutlich nach unten korrigieren muss. Ob in diesen Fällen Ertragsverluste zur Ernte zu erwarten sind, hängt stark davon ab, in welcher Verfassung sich der Raps im Frühjahr befindet und wie sich die Witterung im April und Mai zeigt.

Doch wie ist die Situation zurzeit? Wegen der Trockenheit sind viele Rapsbestände erst Ende September aufgelaufen. Weil der Herbst jedoch mild war, haben sie sich bislang recht gut weiterentwickelt und noch 4 bis 6 Blätter gebildet. Diesen schwachen Beständen stehen häufig stark überwachsene gegenüber.

Wie sie ins Frühjahr starten, hängt von eventuell auftretenden Frösten ab. Im letzten Jahr haben starke „Spät“- Fröste im Februar/März viele Rapsbestände teils massiv geschädigt. Anders als viele meinen, steigt dann der N-Bedarf deutlich an. Falls dagegen der Raps den Winter unbeschadet übersteht und einen Großteil der Blätter behält, reduziert der im Aufwuchs gebundene Stickstoff den Düngebedarf.

Das heißt: Der Düngebedarf von gut entwickeltem Raps geht bei hoher Ertragserwartung eher zurück und umgekehrt. Um den tatsächlichen Pflanzenbedarf besser bestimmen zu können, nutzen viele Landwirte neben der gesetzlich vorgeschriebenen DBE auch weitere Modelle, wie das „Frischmasse-Modell“. Mehr dazu finden Sie unter www.topagrar.com/raps2019

Schwachen Raps früh düngen

Das Phänomen der Knospenwelke, das im letzten Jahr regional verstärkt auftrat, war in vielen Fällen auch auf eine zu geringe Nährstoffversorgung in der Phase des sprunghaften Biomassezuwachses ab Anfang April zurückzuführen. Wegen der Fröste im März hatten viele Landwirte erst Anfang April die zweite N-Gabe nachgedüngt. Durch das zu schnelle Umschalten von Winter auf Frühjahr standen den Rapspflanzen häufig nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung. Zusätzlich wirkte das schnelle Umstellen der Witterung wie ein Schock auf die Pflanzen und begünstigte damit die Knospenwelke.

Daher ist es wichtig, an Folgendes zu denken: In der gesamten Vegetationsperiode nimmt Raps je nach Bestandesbildung rund 250 bis 300 kg N/ha auf. Als Faustzahl gilt, dass die Pflanzen etwa 6 kg N/dt Ertrag benötigen. Die Differenz zwischen maximaler N-Aufnahme im Juni und dem Bedarfswert von etwa 200 kg/ha zeigt, dass der Raps je nach Standort und Wurzelbildung im Frühjahr etwa 30 bis 60 kg N/ha aus dem Boden aufnehmen kann.

Diese N-Menge wird jedoch vornehmlich in der späten Entwicklungsphase im Mai verfügbar, sodass die Düngung des Rapses früh erfolgen muss. Der Nährstoffbedarf steigt zum Schossen – meist Anfang bis Mitte April – exponentiell an. Daher muss der Stickstoff bis spätestens Ende März auf den Rapsacker. Je schwächer der Raps entwickelt ist, umso früher sollten Sie die Düngung abschließen, um die vegetative Entwicklung zu fördern. Bei einer geteilten Gabe kann eine zu späte Schossergabe dazu führen, dass der Raps die Seitentrieb- und Schotenbildung reduziert.

Tipps zur Gabenteilung

Wegen des frühen Düngebedarfs von Raps empfiehlt es sich, die erste Gabe ab Mitte Februar auszubringen. Das gewährleistet eine optimale Verfügbarkeit des Stickstoffs zum Schossen ab Anfang April.

Wie Sie die Gesamt-N-Gabe aufteilen, richtet sich nach der Pflanzen-entwicklung. In normal entwickelten Beständen sind etwa 90 bis 100 kg N/ha zum Start erforderlich. Wer SSA einsetzt (2 dt/ha), kann die fehlende Mineraldüngergabe ca. 10 bis 14 Tage nach der ersten Gabe in einer weiteren Überfahrt düngen. Je stärker der Raps aus dem Winter kommt, umso eher können Sie die erste Gabe reduzieren (z.B. auf 60 bis 80 kg N/ha) und eventuell auch etwas später ausbringen.

Eine Einmaldüngung ist sinnvoll, wenn sich die Flächen erst ab Mitte März befahren lassen. Auch bei geringer Ertragserwartung und einer schwachen Rapsentwicklung ist eine einmalige Düngung zu bevorzugen.

Beim Einsatz von organischen Düngern empfiehlt sich eine frühe Gabe von Gülle oder Gärresten. „Begleiten“ Sie diese mit einem schwefelhaltigen N-Dünger (z.B. 2 bis 3 dt/ha SSA oder 1,5 bis 2 dt/ha ASS). Die zweite Mineraldüngergabe sollte dann spätestens bis Mitte März fallen. Ist der Raps schwach entwickelt, ist es besser, die Mineraldüngerergänzung in einer Gabe zusammen zu fassen und die Düngung Anfang März durchzuführen.

Gülle – höchste Effizienz gefragt

Die verschärften Düngeregeln haben auch Konsequenzen für den Einsatz organischer Dünger im Frühjahr. Denn beim Ausbringen sind Mindestanrechenbarkeiten einzuhalten.

  • Für flüssige Gärreste mindestens 50%,
  • für Schweine- und Geflügelgülle sogar 60% vom Gesamt-N.

Dass sich diese hohen Werte bei ungünstiger Witterung im Raps häufig nicht erreichen lassen, zeigen aktuelle Versuche. Falls die berechnete maximale Düngergabe nach DBE bereits niedrig ist, kann sich durch den Einsatz organischer Dünger das Problem der Unterversorgung verschärfen. Denn die Differenz darf man laut DüV nicht ausgleichen.

Das heißt: Beim Einsatz von Wirtschaftsdüngern muss eine höchstmögliche Effizienz das Ziel sein. Dies gelingt am besten, wenn man Gülle, Gärreste und Co. früh düngt, möglichst bereits im Februar. Beim Raps ist aufgrund des intensiven Wurzelwachstums nicht zu befürchten, dass Nährstoffe noch auswaschen.

Vermeiden Sie Zusätze von Piadin, um eine schnelle Umsetzung sicherzustellen. Bringen Sie die flüssigen Dünger zudem möglichst bodennah aus. Feste Wirtschaftsdünger sollte man wegen der geringen Ausnutzungsgrade in Raps nicht verwenden – sie eignen sich besser in Sommerungen.

Setzen Sie die Gesamt-N-Menge aus organischen Düngern aber nicht zu hoch an, um den frühen Nährstoffbedarf auch mineralisch ausgleichen zu können. Zu empfehlen sind maximal 100 bis 120 kg Gesamt-N/ha. Es gilt: Je schwächer der Raps im Frühjahr entwickelt ist, umso mehr Stickstoff sollte man zu Beginn mineralisch düngen (mindestens etwa 60 bis 80 kg N/ha). Wer Wirtschaftsdünger einsetzt, sollte die Mineraldüngung zu Beginn der Vegetation Anfang März abschließen.

Schwefel zur ersten Gabe

Zu einer insgesamt hohen N-Effizienz gehört auch eine ausreichende Schwefelversorgung. S-Mangel, der meist in der frühen Phase im April auftritt, blockiert die N-Umsetzung in der Pflanze. Die Folgen sind Wuchsdepression und Ertragsverluste.

Schwefel verhält sich im Boden wie Stickstoff. Auf durchlässigen Böden ist der Nährstoff sogar noch auswasch-ungsgefährdeter. Um den Bedarf zu errechnen, können Sie die Smin-Analyse heranziehen. Dass der Smin-Sollwert bei 60 kg/ha liegt, belegen Versuche. Die Analyse lässt sich gemeinsam mit der Nmin-Untersuchung durchführen. Bei der Beprobung reicht eine Bodentiefe von 60 cm aus. Der mittlere Düngebedarf bei Raps liegt bei etwa 30 kg S/ha.

Die Schwefeldüngung sollte möglichst zur ersten Gabe erfolgen, vor allem, wenn die Smin-Gehalte zu Vegetationsbeginn sehr niedrig sind. Die Schwefelgehalte in Wirtschaftsdüngern reichen oft nicht aus, da der Schwefel organisch gebunden ist und im Boden erst mineralisiert werden muss. Bei früher Düngung mit organischen Düngern ist es daher wichtig, schwefelhaltigen N-Mineraldünger rechtzeitig zu ergänzen.

Geeignet sind insbesondere gekörnte Dünger wie SSA (21% N, 24% S), ASS (26% N, 13% S) oder Piamon (33% N, 12% S). Bei einer geringen N-Andüngung mit etwa 2 dt/ha SSA sollten Sie die verbleibende N-Düngung nach nur etwa 10 Tagen mit einem reinen N-haltigen Dünger abschließen. Alternativ zu N-haltigen Düngern kann die Schwefeldüngung auch mit Kieserit oder kombiniert mit Magnesium erfolgen (ca. 2 dt/ha).

Kali und Magnesium im Lot?

Raps hat zudem einen hohen Bedarf an Kalium und Magnesium – Phosphor ist dagegen von geringerer Bedeutung (siehe Übersicht 2). Die größte Menge des Kaliums wird im Rapsstroh gebunden, in der Spitze mehr als 200 kg/ha. Dass Raps im Frühjahr häufig unter Kalium-mangel leidet, zeigen Pflanzenanalysen.

Weil die DüV den Einsatz von Wirtschaftsdüngern im Herbst begrenzt und viele Landwirte immer häufiger auf organische Dünger im Frühjahr verzichten, ist es angeraten, die fehlende Kaliumgabe im zeitigen Frühjahr mineralisch zu ergänzen. In der Summe empfehlen sich 100 bis 150 kg Kalium je ha. Das organisch gedüngte Kalium können Sie dabei zu 100% anrechnen.

Neben Kali spielt auch die Magnesiumversorgung auf vielen Standorten eine Rolle. Die meisten Rapsanbauer ergänzen den Nährstoff ausschließlich über Kalium und Kalke. Die Dünge-bilanz fällt dadurch oft negativ aus. Nicht selten sind die Nährstoffgehalte im Boden dadurch in die GehaltsklasseB abgerutscht.

Eine Düngung im Frühjahr zu Raps kann daher sinnvoll sein. Der Düngebedarf liegt bei etwa 50 bis 70 kg MgO/ha. Als Düngemittel kommen neben den Magnesium-haltigen Kalkdüngern vor allem Kieserit infrage.

N-Form spielt kaum eine Rolle

In Raps ist die N-Form weniger wichtig. In den meisten Fällen hat der Einsatz Nitrat-haltiger Dünger – der in der Praxis beliebt ist – in Rapsbeständen keine Vorteile. Nur in sehr kalten Lagen und bei sehr schwacher Pflanzenentwicklung kann sich eine nitratbetonte Startdüngung auszahlen.

Verzichten Sie in dieser Kultur aber auf den Einsatz von Piadin und stabilisierten Düngern. Dass sich eine verzögernde Düngerwirkung negativ auf das Rapswachstum auswirkt, zeigen Untersuchungen der LWK Niedersachsen.

Zudem belegen erste Untersuchungen zu Harnstoffdüngern kombiniert mit Ureasehemmern, dass diese wie normale Harnstoffdünger zu bewerten sind. Denn der Ureaseinhibitor hält nur 2 bis 3 Tage an.

Bor früh über das Blatt geben

Neben den Makronährstoffen hat Raps im Frühjahr auch einen hohen Bedarf an Spurennährstoffen. Setzen Sie in der frühen Entwicklungsphase besonders Bor zu – etwa 300 g/ha. Eine Bordüngung kann idealerweise kombiniert mit der ersten Insektizidmaßnahme ab Mitte März erfolgen. Auf humosen Böden ist zusätzlich in vielen Fällen eine Mangandüngung erforderlich. Die Mengen liegen ebenfalls bei ca. 200 bis 300 g/ha.

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