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Donau Soja

Eier-Produzenten könnten CO2-Ausstoß mit heimsichem Soja fast halbieren

Deutschland hat enormes Potenzial beim Soja-Anbau und zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks in der Tierhaltung, sagt Donau Soja.

Lesezeit: 3 Minuten

Deutsche Legehennen-Betriebe könnten ihren ökologischen Fußabdruck massiv reduzieren. Das zeige eine Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Österreich, berichtet der Verein Donau Soja.

Am Beispiel des Geflügelhofs Aigner in Niederbayern habe man zeigen können, dass sich der CO2-Ausstoß um 41 % durch die Fütterung mit heimischem Soja senken lasse. So könne man komplett auf Soja aus Übersee verzichten, freut sich Gerhard Aigner, Geschäftsführer von Thanninger Freiheit.

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Nach den Berechnungen des FiBL lassen sich von 2,90 kg Gesamtemissionen pro Kilogramm Ei 1,18 kg CO2 durch die Fütterung von regionalem, zertifizierten Soja aus Europa vermeiden. Das entspreche einer Gesamtreduktion von 41 %. Die bessere Klimabilanz sei vor allem auf ein Verbot von Umwandlung von Wald- oder Grünflächen in Ackerland zurückzuführen, aber auch auf die Verringerung der Transportwege. Allein in Brasilien wurden zwischen 2000 und 2016 5,3 Mio. ha Naturflächen im Amazonas und den Cerrado-Savannen für den Sojaanbau zerstört. Das entspricht einem Drittel der gesamten Ackerfläche Deutschlands.

Während in Österreich die Legehennen bereits weitestgehend mit Donau Soja gefüttert werden, bestehe in Deutschland noch riesiges Potenzial für die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks bei Legehennen-Betrieben, aber auch in der Hühner- und Schweinemast. Von 3,6 Mio. t Soja, die jährlich in Deutschland verbraucht werden, seien nur etwa ein Fünftel entwaldungsfrei. Der überwiegende Teil stammt aus nicht nachvollziehbarer Produktion aus Übersee. „Die Umstellung auf zertifiziertes Europäisches Donau Soja verbessert nicht nur die individuelle Klimabilanz deutscher VerbraucherInnen sondern reduziert auch den Einsatz von Pestiziden und verringert die Abhängigkeiten von Importen aus Übersee“, so Susanne Fromwald von Donau Soja.

Der Vorzeigebetrieb in Bayern

Der Geflügelhof Aigner („Thanninger Freiheit“) in Hebertsfelden/Bayern verfüttert seit 2014 Donau-Soja-zertifiziertes Futter an seine Legehennen. Für Geschäftsführer Gerhard Aigner ist die nachhaltige und klimabewusste Fütterung seiner Hühner und die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks sehr wichtig.

„Mit Donau Soja sind die Lieferketten komplett nachvollziehbar, kontrolliert und auch für unsere KundInnen transparent. Durch ein einheitliches Produktionsverfahren haben wir außerdem die Garantie für eine gleichbleibende hochwertige Futterqualität“, so Aigner.

Regionale Klimapartnerschaften

Nicht nur in den Donauländern und in Osteuropa sondern auch in Deutschland gibt es großes Potenzial für den Anbau von Sojabohnen. Besonders Bayern und Baden-Württemberg sind hier Vorreiter. Donau Soja schlägt deshalb auch regionale Klimapartnerschaften vor, in die Landwirte, Verarbeiter und Verbraucher einbezogen werden. Das könnte die Marktchancen in Deutschland weiter erhöhen.

„Deutschland hat enormes Potenzial beim Soja-Anbau und zur Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks in der Tierhaltung. Regionale und gentechnikfreie Wertschöpfungsketten werden immer wichtiger und sollten bald zum Standard auch in Deutschland gehören“, so Fromwald abschließend.

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