Kongress

Forscher bestätigen Insektenschwund

Der Insektenrückgang ist real, berichteten internationale Forscher auf einem Kongress in Bonn. Der Schwund betreffe alle Arten und Spezies, große wie kleine, Nützlinge wie Schädlinge. Auch innerhalb einer Art nehme die Vielfalt der Spezies ab. Hauptverantwortlich sei die Landwirtschaft.

Insektenforscher - darunter die vom Entomologischen Verein Krefeld - haben auf einer Tagung in Bonn Begründungen geliefert, wieso es scheinbar immer weniger Insekten gibt. Fest steht danach, dass die Insekten als Ganzes betroffen sind, nicht nur einzelne Arten.

Beispielsweise habe das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 1989 insgesamt 17.300 Schwebfliegen bei einer Untersuchung eingefangen,2014 jedoch nur noch 2738, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Auffällig sei, dass besonders die Spezies zurückgehen, deren Larven in Gewässern leben oder an feuchten Stellen auf dem Boden. Das BfN vermutet daher einen Zusammenhang zu wasserlöslichen Pflanzenschutzmitteln und Saatgutbeizen. Bis alle Daten vollständig ausgewertet sind, soll es noch zwei bis drei Jahre dauern, heißt es.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mahnte unterdessen einen Wandel in der Landwirtschaft und beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln an, um die Insekten zu schützen. "Die intensive Landwirtschaft ist hauptverantwortlich für den dramatischen Rückgang im Bestand von Bienen, Fliegen, Käfern, Schmetterlingen", sagte sie. Und bei Twitter postete die Ministerin: „Der natürliche Lebensraum von Insekten schwindet beängstigend schnell. Und je mehr wir über das Insektensterben wissen, umso deutlicher wird: Wir brauchen dringend ein Umsteuern in der Agrarpolitik – vor allem beim Umgang mit Pestiziden.“

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Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Fakten, Fakten, Fake News?

Wenn ich mir die Praxis der Pflanzenschutzanwendung vor 30 Jahren und heute ansehe, dann muss ich einfach an der Begründung, die Landwirtschaft sei wesentlich daran schuld, massiv zweifeln. Heute werden andere Pflanzenschutzmittel verwendet, weniger giftige, auch die Anwendung ist ... mehr anzeigen

von Reinhold Schmid

Was ist mit den Flockungsmitteln der Wasserwirtschaft

werden die alle wieder aufgefangen, oder gelangen davon auch Teile in die Vorfluter? Wie wirken diese auf Insektenlarfen?

von Karlheinz Gruber

Vielleicht sollte sich das UBA

und die durch Kompetenz so hervorstechende Frau Umweltministerin Schulze doch mal diesen Beitrag des BR durchlesen. Auch wäre eine Studie interessant, die in Gegenden ohne "Stadtlicht", also weit ab vom Schuß in bäuerlicher Landschaft gegenüber dem Insektenauftreten in Stadtnähe ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Vielleicht sollte sich das UBA

und die durch Kompetenz so hervorstechende Frau Umweltministerin Schulze doch mal diesen Beitrag des BR durchlesen. Auch wäre eine Studie interessant, die in Gegenden ohne "Stadtlicht", also weit ab vom Schuß in bäuerlicher Landschaft gegenüber dem Insektenauftreten in Stadtnähe ... mehr anzeigen

von Berthold Lauer

Na ja

Frau Schulze und das ihr unterstellte UBA sind nicht imstande, fristgerecht ein Gutachten zu den Folgen des Kerosinablasses zu liefern, weil man plötzlich feststellt, dass dazu Jahrzehnte lang überhaupt nicht geforscht würde! Wenn's aber um das Thema Landwirtschaft geht, ist man ... mehr anzeigen

von Norbert Schulze-Darphorn

Australische Studie

Es gibt aktuell eine Australische Studie die besagt das in wasserlebenden Insekten in Melbourne und Umgebung 69 verschiedene Wirkstoffe gefunden wurden. Da ist dann auch der Zusammenhang zwischen den im Wasser lebenden Larven und dem Rückgang wie er oben geschildert wurde plausibel. Es ... mehr anzeigen

von Ansgar Tubes

Hört! Hört!

Zum Glück wurde zeitgleich zu dieser Verschwörungstheorie aus dem Hause des Umweltministeriums noch fundiertere wissenschaftliche Erkenntnisse veröffentlicht, bei denen die Landwirtschaft als Hauptverursacher außen vor bleibt und die der NaBu-Ministerin und ihrem Staatssekretär ... mehr anzeigen

von Klaus Müller

Originaldaten?

Es wäre schön, wenn man dazu auch die Originaldaten bekäme und eine Einordnung, wo wir diesbezüglich im internationalen oder auch europäischen Vergleich liegen. Interessant wären auch der verglichene Zeitrahmen und ein Bezug zum Witterungsverlauf.

von Wilhelm Grimm

Es reicht !

Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt 1982: "Der deutsche Wald stirbt. Wissenschaftler zweifeln, ob auch nur 5 Jahre Zeit bleiben, dies zu verhindern." Und jetzt schreibt sie: 1989 17300 Schwebfliegen bei einer Untersuchung eingefangen, 2014 jedoch nur noch2738 eingefangen. Sie beruft sich ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Intensive Landwirtschaft!

Und - warum brauchen wir die? Wer nach den Ursachen forschen will, der sollte auch entsprechend tief graben und nicht nur ein bißchen an der Oberfläche rumkratzen. Also, warum brauchen wir eine intensive Landwirtschaft? Kleines Beispiel: in Deutschland leben 232 Einwohner auf dem km². ... mehr anzeigen

von Hartmut Kümmerle

Weniger Grünland mehr Wiesen zur Heugewinnung

Seit mehr Eiweiß auf der Wiese erzeugt wird haben wir fast keine Wiesen mehr. Es ist bei weitem für die Umwelt besser, Argentinisches Soja einzusetzen, als 5 Schnitte Gras zu Silieren. Die Toxizität von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau ist seit Jahren stark Rückläufig und kann als ... mehr anzeigen

von Ansgar Tubes

Wie bitte?

Wer hat im Rahmen seiner Forschungsarbeiten dieses Ergebnis veröffentlicht? Der Entomologische Verein Krefeld? Ich lach mich schlapp! Absolutes Kindergartenniveau!

von Leon Blitgen

Insekten

Es gibt immer weniger Landwirte! Wo sollen die Insekten herkommen? Insekten brauchen Mist und Tiere! Keine Idioten!

von Bernd Croonenbroek

Wer schützt uns vor den Hasspredigern

Meine Kinder sind auch Forscher die erleben jeden Tag etwas neues

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