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Freie Bauern fordern mehr Pragmatismus bei Ackerbaustrategie

Statt theoretische Anweisungen von oben sollte Klöckners Ackerbaustrategie durch die Entscheidungsfreiheit des Ackerbauern geprägt sein, der täglich bei Wind und Wetter mit Boden und Pflanzen arbeitet

Lesezeit: 2 Minuten

Der Verein Freie Bauern hat einen Tag vor Ablauf des Beteiligungsverfahrens zur von der Bundesregierung vorgelegten Ackerbaustrategie 2035 für eine pragmatische Herangehensweise plädiert.

„Meine Ackerbaustrategie entsteht am Frühstückstisch, wenn ich Zeitung gelesen und Kaffee getrunken habe und aus dem Fenster schaue“, sagte Ralf Ehrenberg von der Bundesvertretung der Freien Bauern, der im hessischen Ziegenhagen auf 230 ha Weizen, Gerste, Dinkel, Raps und Zuckerrüben anbaut.

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Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sei gut beraten, wenn sie sich bei ihren Überlegungen weniger auf wissenschaftliche Reduktionsziele, Modellrechnungen und Nachhaltigkeitsindikatoren verlasse, sondern vielmehr auf diejenigen, die täglich bei Wind und Wetter mit Boden und Pflanzen arbeiten, so der 49-jährige Landwirt: „Der wichtigste strategische Ansatz sollte die Entscheidungsfreiheit des Ackerbauern sein, wir brauchen eine umfassende Deregulierung der Vorschriften!“

Aus ackerbaulicher Sicht sei ein dreiwöchiges Beteiligungsverfahren im Erntemonat Juli etwas unglücklich gewählt, bedauert Ehrenberg und stellt eine Stellungnahme der Freien Bauern für den Herbst in Aussicht: „Einige Hinweise können wir allerdings heute schon geben. Frau Klöckner sollte die Digitalisierung nicht überschätzen – diese bringt höheren Bedienungskomfort, ändert aber kaum etwas an der Produktion als solcher. Und sie sollte sich die neue Gentechnik aus dem Kopf schlagen, durch die unsere Betriebe über Patente in Abhängigkeit von der Industrie geraten würden.

Eine extrem einfache und sofort umsetzbare politische Maßnahme, um die ökologische und ökonomische Effizienz des Ackerbaus in Deutschland zu verbessern, sei zudem der von den Freien Bauern seit langem geforderte Einfuhrstopp für billiges Importsoja aus Übersee, ergänzt Ehrenberg: „Wenn wir auf unseren Äckern wieder mehr Eiweißfutterpflanzen anbauen, schlicht weil es wieder eine Nachfrage danach gibt, würden sich viele zur Zeit diskutierte Probleme des Ackerbaus ganz ohne Strategie von alleine lösen.“

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