Weidehaltung

Herbstweide ohne Futterverlust

Weideschäden, die im Herbst verursacht werden, können bei zu später Nutzung massive Auswirkungen auf den Ertrag im Folgejahr haben. Passen Sie Herdengröße und Weidezeit unbedingt dem Graswachstum an.

Rinder, Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde kommen nach der Sommerung von den Bergen zurück auf den Hof im Tal oder Unterland. Schnell wird klar, dass diese weidegeübten Tiere weiter auf den bestehenden Futterflächen weiden sollen.

Die Weidehaltung ist sowohl für den Landwirt, als auch die Tiere und die Gesellschaft wertvoll, denn so werden die Tiere am günstigsten und arbeitswirtschaftlich ideal gehalten. Zudem fördert Weidehaltung die Tiergesundheit und trägt zur Imagepflege der Landwirtschaft bei. Doch aufgepasst, Herbstweiden können, wenn sie nicht richtig geplant und durchgeführt werden, kontraproduktiv sein. Den Futterbaugrundsatz, dass sich immer diejenigen Arten durchsetzen, welche die besten Wachstumsbedingungen vorfinden, darf der Landwirt nie aus den Augen verlieren.

1. Faktor: Das Herbstwetter

Entscheidend für die Herbstweide ist das Wetter. Lange Nächte und Morgennebel mit großer Taubildung lassen die Bestände ebenso wie den Boden schlecht abtrocknen. Dadurch ist die Gefahr von Trittschäden groß. Zudem reduziert sich das Graswachstum stark. Die Pflanzen können nicht mehr regenerieren, was schnell zu einer Übernutzung der Bestände führt. Passen Sie also die Tierbelastung dem Graswachstum an. Oftmals wird in einer Raufe oder im Stall zusätzlich gefüttert, wobei die Tiere trotzdem auf der Weide gelassen werden. Dadurch wird die mechanische Belastung noch größer.

Weideschäden, verursacht im Herbst, haben massive Auswirkungen auf den Ertrag im folgenden Jahr. Darum: Passen Sie Herdengröße und Weidezeit unbedingt dem Graswachstum an. Das...


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