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Imker gibt Tipps: Gesunder Raps, gesunde Bienen

Imker Heinrich Kersten aus Verden gibt Empfehlungen zur Ausbringung von Mitteln zur Rapsblütenbehandlung. Das sind seine Erfahrungen und Tipps.

Lesezeit: 2 Minuten

Wer im Raps eine Blütenbehandlung durchführen will, muss unbedingt auf die Bienengefährlichkeit der Mittel achten. Vorsicht ist vor allem bei Tankmischungen aus Insektiziden und Fungiziden geboten: So wird z. B. aus dem B 4-Mittel Karate Zeon (bienenungefährlich) im Mix mit Folicur eine B 2-Mischung (bienengefährlich). Diese darf dann nur nach dem Bienenflugende und bis spätestens 23 Uhr ausgebracht werden.

„Wir empfehlen jedoch – wenn ­möglich – alle Behandlungen in der Rapsblüte in die Abendstunden zu verlegen“, sagt Imker Heinrich Kersten aus dem niedersächsischen Verden. „Nach 19 Uhr nimmt die Flugtätigkeit der Bienen stark ab und sie werden nicht direkt während des Pollensammelns getroffen“, so Kersten weiter.

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Ein weiterer Vorteil der späten Maßnahme: Abends ist der Raps elastischer, sodass sich Durchfahrtsverluste reduzieren. Zudem kann der Spritzbelag auf den Pflanzen antrocknen und die Wirkstoffaufnahme durch Bienen ist am ­folgenden Tag deutlich niedriger – der Eintrag in die Völker sinkt laut Studien um eine Zehnerpotenz.

Imker Kersten arbeitet eng mit den Landwirten zusammen und empfiehlt folgenden Ablauf:

  1. Termininformation vom Landwirt an den Kontaktimker mit geplantem Datum, Startzeit sowie Lage der ­Rapsfelder mindestens 24 Stunden vor Beginn der Behandlung.
  2. Kontaktimker gibt Informationen an weitere Imker im Flugkreis zum Rapsfeld, z. B. per WhatsApp-Gruppe.
  3. Je nach Wetter und Windrichtung stimmen sich Landwirt und Kontaktimker zum endgültigen Spritzstart ab. Der Landwirt startet möglichst spät ab 19 Uhr an dem Feldrand, der am weitesten vom Bienenstand entfernt ist. Ziel ist, die Maßnahmen bis 23 Uhr zu beenden.

Dass dies erfolgreich ist, zeigt die ­Honigernte 2020: Nach einer Fungizidbehandlung mit Cantus Gold ließ sich im Frühtrachthonig keiner der beiden Wirkstoffe Boscalid und Dimoxystrobin nachweisen – sie lagen unter der Berichtsgrenze, so die Laborergebnisse.

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