Reaktionen

Große Aufmerksamkeit für das Insektenschutz Paket der Bundesregierung

Der Beschluss des Insektenschutzpaketes löst eine große Welle an Reaktionen aus. Er wird im Bundestag und Bundesrat noch zu kleinteiligen Diskussionen führen.

Der Beschluss des Insektenschutzpaketes durch das Bundeskabinett sorgt im politischen Berlin aber auch in ganz Deutschland für viel Wirbel. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze demonstrierten bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch zwar Einigkeit, ließen aber auch durchblicken, welche Mühen der Kompromiss beide Häuser gekostet hat.

Klöckner pocht auf kooperative Lösungen

Den Teil des BMU am Paket, das Bundesnaturschutzgesetz, hat Klöckner nur mit einer Protokollnotiz beschlossen. Darin betont sie, dass kooperativen Lösungen vor Ort der Vorzug vor Ordnungsrecht gegeben werden müsse. Wo Ordnungsrecht unumgänglich ist, müsse für Land- und Forstwirte eine finanzielle Förderfähigkeit erhalten bleiben, heißt es darin.

Das Rechtpaket zum Insektenschutz beinhaltet Pflanzenschutzverbote in Schutzgebieten, den Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung, Gewässerrandstreifen beim Pflanzenschutzeinsatz und die Unterschutzstellung von artenreichem Grünland und von Streuobstwiesen. Von den Verboten für Herbizide und Bestäuber-schädigende Insektizide in nationalen Schutzgebieten und bei Grünland auch in FFH-Gebieten sind laut BMU 4,9 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands betroffen, davon sei ein Großteil Grünland. (die beschlossenen Details lesen Sie hier).

Schulze thematisiert Kritik an ihrer Person

„Das ist ein Kooperativer Ansatz, den wir hier pflegen zwischen Umwelt und Landwirtschaft“, sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit Blick auf die Erleichterungen, die ihr Ministerium in den Schlussverhandlungen noch eingebracht hat. „Ich weiß, dass viele Landwirtinnen und Landwirte meinen Einsatz für den Insektenschutz kritisch sehen“, räumte Umweltministerin Schulze in der PK ein. Dennoch sei sie der Meinung, wer heute die Insekten schützt, sorge dafür, dass Landwirtschaft auch morgen noch möglich ist, so Schulze weiter. Auch Schulze lobte, dass es am Ende gelungen sei, kooperative Ansätze zwischen Landwirten und Naturschutz zu stärken.

Klöckner legte Wert darauf, dass nicht nur die Landwirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft zum Insektenschutz beitragen müsse. Als Beispiele nannte sie Lichtverschmutzung, Verkehr und...


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UPDATE 20:00 - In ganz Deutschland haben am Dienstag verschiedene Bauernvereinigungen erneut wegen des Insektenschutzpakets demonstriert. Derweil zurrt die Bundesregierung die letzten Details fest.

Im Streit um das Insektenschutzpaket der Bundesregierung zeichnen sich Kompromisse ab. Damit soll eine Kabinettsentscheidung am Mittwoch gelingen.


Diskussionen zum Artikel

von Heinz Deselaers

B M U Frau Schulze Ministerin

Ich habe mir mal Frau Schulzes Weg bis zur BMU Ministerin angeshen.Die Frau kann nichts Anderes.In Deutschland wird auf ca. I9 Milli. Ha. für Mensch + Tier Landwirtchaft betrieben zu-sätzlich kaufen wir Deutschen uns noch von etwa 11 mill.ha auf der Welt Produkte zu mit unserem ... mehr anzeigen

von Roland Opitz

Sie gibt einfach keine Ruhe !

Die Totengräberin der deutschen Landwirtschaft setzt immer noch eins oben drauf. Auch hier wird von Ihrer Juniorpartnerin und (...) der Landwirte und Landwirtinnen Klöckner nichts zu erwarten sein. Maximal schönes Gerede und höchstens ein fauler Komptomiss.

von Theo Strake

Erst für Lösungen sorgen !

Es wäre schön wenn man uns zeigen könnte wie es ohne Glyphosat auf staunassen Tonböden funktionieren soll den Ackerfuchsschwanz wirksam zu bekämpfen. Haben genügend Flächen für Versuche. Einschränkungen ja, aber ohne geht es nicht! Alles mit Sachverstand.

von Andreas Gerner

"Auch Schulze lobte, dass es am Ende gelungen sei, kooperative Ansätze zwischen Landwirten und Naturschutz zu stärken"

Wenn Schulze das gut findet, warum hat sie dann das Gegenteil gefordert?

von Wilhelm Grimm

Das sind nur leere Worthülsen, wie immer !

Aber dieser Rhetorik- Dreck kommt in die von der BMU gesteuerten Medien. Die sind in Deutschland besonders willig !

von Fritz Gruber

Wir

Leben mittlerweile in einer Bananenrepublik wo sämtliche Rechte und ehrliche Arbeit mit Füssen getreten werden dieser Staat ist auf dem Weg zur Enteignung und es wird ihn ohne Volksaufstand keiner mehr aufhalten

von Ernst Bodenbender

... sind Sie sich da wirklich sicher ?

die Bundesrepublik ist eine Bananenrepublik / alle Rechte werden mit Füßen getreten / ehrliche Arbeit wird mit Füßen getreten / der Staat enteignet / nur ein Volksaufstand kann das ändern. (Bem. Volksaufstand: Widerstandsaktionen(bewaffnet) gegen die Regierung, Straßenschlachten ...)

von Rudolf Rößle

Grünen

Kommentar hier im Text: Es ist fraglich ob eine freiwillige PSM Reduktion ausreichend finanzierbar ist. Ist es der Gesellschaft nun was wert oder nicht? Mir wären Ökoverbundsysteme am Liebsten mit gutem Vertragsnaturschutz. Dort darf dann in Zukunft nichts mehr versiegelt werden. Keine ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Es hängt nicht an den Personen, das Ergebnis ist katastrophal für die Bauern!

Man hat das GEFÜHL, wir haben das Chinesische Politische System schon! Diskutieren und Demonstrieren dürfen wir noch, unsere Argumente nehmen die öffentlich Rechtlichen nicht besonders war, und die Regierungslinie spiegelt sich auch in den Medien wieder. EIne Enteignung durch die ... mehr anzeigen

von Fritz Gruber

Ich sag's immer wieder

Reden bringt hier überhaupt nichts mehr genauso wie Mahnfeuer usw es gibt nur eine alternative oder es ist vorbei mit der deutschen Landwirtschaft

von Rudolf Rößle

Viele

Wege führen nach Rom, aber wenn man auf keinem mehr ankommt, ist vielleicht auch blöd. Aber schön ,wenn wir schon zu zweit sind ,die das Kartellamt überzeugen, dass unsere Produkte vollkostendeckende Festpreise brauchen.

von Karlheinz Gruber

Glaubt denn wirklich noch jemand

das auf uns Bauern Rücksicht genommen wird und die Bevölkerung und Industrie gleich mit uns Behandelt wird? War jetzt ja sagt, ist ein unverbesserlicher Träumer.

von Bernhard Kremling

Einseitiger gehts nimmer!!

Ein Insektenschutz nur zu lasten der Bauern. Was ist mit dem Mobilfunk? Insbesondere 5G, die Strahlung soll für Insekten gefährlicher sein als manches Herbizid. Da gibts genug Aussagen aus der Wissenschaft, aber die werden von den "Staatsmedien" ja nicht verbreitet, und in dem neuen ... mehr anzeigen

von Frank Müller

Praktisch

gesehen: wenn 5G flächendeckend ausgebaut ist, brauchen wir keine Insektizide mehr.

von Wilhelm Grimm

Merkel will ALLE Bauernverbände treffen.

"Mein Gott. warum hast du mich verlassen" Geredet ist genug und "alle" Bauernverbände haben unterschiedliche Meinungen. Da hat diese Dame der Kompromisse, nicht der Wahrheit, leichtes und seichtes Spiel.

von Gerd Uken

Staatssekretärin Schwarz sagte dich

Das Südsudan die Zukunftskommission setze und auf den Geberationsvertrag. Wird sie konkret gefragt verweist sie auf Hihebheim.....das so ähnlich wie wenn ich sage „ ich esse keinen Honig mehr aus Massentierhaltung!“ Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Freiwillig keine ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Beide rausschmeißen !!!

Bundeskanzler Schröder hat es gemacht. Leider erwischt es dann auch einen Guten oder eine Gute. Aber dieser widerliche Kampf muss beendet werden. Den Mumm hat Kanzlerin Merkel leider nicht. Immer nur Ausgleich bringt uns nicht voran.

von Walter Rothenbacher

Insekten

Es langt, schaut doch mal diese zwei (...) an!!!!

von Wilhelm Grimm

Nicht Insekten sondern in Sekten.

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