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Achtung: Kartoffelkellerläuse in NRW gesichtet

Kartoffelkellerläuse treten selten auf, vermehren sie sich massenhaft, können sie die Qualität von Konsumware oder die Keimfähigkeit von Pflanzkartoffeln schädigen. Was bei einem Befall zu tun ist.

Lesezeit: 2 Minuten

Dieser Beitrag ist Teil der top agrar-Pflanzenschutzempfehlung vom 05.07.2023, die die Redaktion zusammen mit proPlant und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen herausgibt.

Das ist eher selten – in einem Kartoffellager in NRW wurde kürzlich die Kartoffelkellerlaus gesichtet, auch bekannt als breitröhrige Kartoffelknollenblattlaus. An den Keimen ließ sich eine Massenvermehrung von geflügelten und ungeflügelten Kartoffelkellerläusen feststellen. Auch in einer Gelbschale im Blattlaus-Monitoring wurden einzelne geflügelte Exemplare gefunden.

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Wie Sie Kartoffelkellerläuse erkennen

Typisch für die dunkelbraunen bis schwarzen Kartoffelkellerläuse sind die blasenförmig aufgewölbten, dunkelbraunen Hinterleibsröhren (Siphonen). Vermehren sie sich im Lager massenhaft, schädigen sie Keime, was zum Schrumpfen der Knollen führen kann. In Konsumware beeinträchtigt das die Qualität, in Pflanzkartoffeln die Keimfähigkeit. Generell treten die geflügelten Läuse ab Mai auf.

Die lichtscheuen Schädlinge gelangen über befallenes Pflanzgut in den Boden und vermehren sich dort an den unterirdischen Pflanzenteilen. Die geflügelten Läuse können auf schweren Böden auch über Dammrisse an die Kartoffelwurzeln gelangen. Kommt es im Boden zu einer Massenvermehrung, bleiben die Pflanzen im Wuchs zurück und können vorzeitig vergilben – die Symptome ähneln denen der zystenbildenden Nematoden.

Im Lager können neben Kartoffeln auch z.B. Möhren, Sellerie, Topinambur und Steckrüben befallen werden. In milden Wintern überleben die Kartoffelkellerläuse im Freiland an den Wurzeln von z.B. Ackerwinde, Stiefmütterchen oder Grünkohl, aber auch an Ausfallkartoffeln. Im Sommer werden vorzugweise unterirdische Pflanzenteile von z.B. Ackergänsedistel, Efeublättrigen Ehrenpreis, Gemeiner Quecke, Kleiner Brennessel und von einigen Gemüsekulturen befallen.

Was sie gegen Kartoffelkellerläuse unternehmen können

Eine direkte Bekämpfung der im Boden lebenden Läuse ist nicht möglich. Früher zeigten die insektiziden Beizen eine Wirkung, aktuell gibt es aber kein zugelassenes Mittel.

Im Lager empfiehlt sich eine ausgiebige Reinigung nach Auslagerung der befallenen Knollen. Die Ausfallkartoffeln müssen als potenzielle Winter- und Sommerwirte konsequent bekämpft werden.

Wichtig: Das Auftreten der Kartoffelkellerläuse war bislang eher eine Ausnahme. Melden Sie einen Befall auch Ihrem regionalen Pflanzenbau- oder Pflanzenschutzberater.

Beachten Sie bitte die Zulassung, Gebrauchsanleitung und regionale Hinweise.

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