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Kartoffeln: Neues Mittel für die Keimhemmung

Für die Keimhemmung bei Kartoffeln im Feld gibt es neben dem Wachstumsregler Itcan mit Fazor (Spiess Urania) ein zweites Maleinsäurehydrazid-haltiges Produkt. Itcan oder Fazor werden als Wachstumsregler mindestens drei bis vier Wochen vor der Ernte als Spritzapplikation in die Kartoffelbestände ausgebracht.

Lesezeit: 3 Minuten

Für die Keimhemmung bei Kartoffeln im Feld gibt es neben dem Wachstumsregler Itcan mit Fazor (Spiess Urania) ein zweites Maleinsäurehydrazid-haltiges Produkt. Itcan oder Fazor werden als Wachstumsregler mindestens drei bis vier Wochen vor der Ernte als Spritzapplikation in die Kartoffelbestände ausgebracht. Die Aufwandmenge von Itcan/Fazor beträgt 5 kg/ha einmalig in 500 l/ha Wasser (kosten ca 120 Euro/ha). Die zwar wasserlöslichen Beutel sollten beim Ansetzen der Spritzbrühe geöffnet und nicht in die Spritze gelangen, um Filterverstopfungen vorzubeugen, berichtet das Wochenblatt Westfalen-Lippe über das neue Mittel.

 

Der Einsatz orientiert sich an der Knollengröße: 80 % der Knollen bei kleinfallenden Sortensollten eine Mindestgröße von ca. 25 bis 30 mm und bei großfallenden Sorten von ca. 35 bis 40 mm erreicht haben. Ab dieser Größe ist die Zellteilung in den Knollen abgeschlossen, danach erfolgt nur noch die Zellstreckung. Erst ab diesem Zeitpunkt sind keine Ertragseinbußen durch Itcan zu erwarten. Der Einsatzzeitraum beginnt ab Ende Blüte (EC 69) bis spätestens dann, wenn sich erste Blätter gelblich verfärben, etwa 14 Tage vor der Krautabtötung.

 

Bei Durch-/Zwiewuchs ist der optimale Einsatzzeitpunkt erreicht, wenn ca. 80 bis 90 % des Bestandes eine Keimlänge von gerade gespitzt bis 5 mm aufweisen. Bis 10 mm Keimlänge ist die Wirkung noch gut, ab 20 mm kann keine ausreichende Wirkung mehr erzielt werden. Die Wirkungsgrade liegen nach Herstellerangaben unter optimalen Bedingungen zwischen 50 und 70 %.

 

Es wird empfohlen, die Mittel nur bis 25 °C anzuwenden. Bei heißem, trockenem Wetter sind Spritzungen in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Es sollte keine Bewässerung innerhalb der nachfolgenden 12 bis 24 Stunden erfolgen bzw. Regenprognosen sind zu berücksichtigen.

Die Hersteller empfehlen, Itcan oder Fazor als Soloapplikation auszubringen. Die Wartezeit beträgt 21 Tage. Für den Einsatz in Pflanzkartoffeln gibt es keine Zulassung.

 

Damit das Mittel wirken kann, müssen die Kartoffelpflanzen noch mindestens acht Tage lang grünes Laub aufweisen. Diese Zeit benötigt der Wirkstoff, um über den Saftstrom in die Knollen zu gelangen. Wenn aber der Saftstrom behindert wird, z.B. durch hohe Temperaturen oder weite Abreife, wird keine volle Wirksamkeit entfaltet. Wichtig ist es laut dem Wochenblatt, die Bedingungen, wie z.B. die Knollengröße, den Zustand des Bestandes und die Witterung zu prüfen und erst dann zu entscheiden, ob ein Einsatz sinnvoll ist. Aufgrund der Rückstandsproblematik sei es zudem unerlässlich, zuvor mit der abnehmenden Hand abzuklären, ob ein Einsatz erwünscht ist oder nicht. (ad)

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