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Kartoffeln: Was Lagerhalter beachten sollten

Das Jahr 2018 bleibt für Kartoffelanbauer besonders – auch im Lager. Die Unterschiede zwischen den Partien sind oft riesengroß: Von staubtrocken bis nass, je nach Boden und Beregnung ist alles dabei. Die Knollen haben teils ein sehr hohes physiologisches Alter. Die Folgen: frühe Keimung und stärkerer Wasserverlust.

Lesezeit: 2 Minuten

Das Jahr 2018 bleibt für Kartoffelanbauer besonders – auch im Lager. Die Unterschiede zwischen den Partien sind oft riesengroß:

  • Von staubtrocken bis nass, je nach Boden und Beregnung ist alles dabei.
  • Die Knollen haben teils ein sehr hohes physiologisches Alter. Die Folgen: frühe Keimung und stärkerer Wasserverlust. Dazu kommt eventuell auch höherer Lagerdruck. Beschädigungen oder losschalige Knollen verstärken das zusätzlich.
Vertrauen Sie daher nicht blind dem Lüftungscomputer. Auf jede Partie sollte man gesondert reagieren:

  1. Partien von Schlägen mit starkem Durch- oder Zwiewuchs müssen Sie besonders im Blick behalten. Nehmen Sie hier Proben und testen Sie diese in einem Salzbad. Schwimmen kleine Knollen aus Nach- und Zweitansatz oder Sekundärknollen an einer Kette/Kindel oben auf (UWG unter 280), ließen sich diese beim Einlagern meist aussortieren. Besonders gefährlich bleiben aber Partien, in denen dicke Knollen im Salzbad aufschwimmen. Denn das könnte ein Zeichen für Glasigkeit sein.



  2. Beim Roden stellten einige Anbauer auch teils Losschaligkeit fest. Das betraf oft kleinere Knollen bis 45 mm. Dabei handelte es sich vor allem um durchgewachsene oder nachgesetzte Knollen (Kindel, Kette, Zweitansatz). Weil aber Durchwuchs mitunter ewig bis zur Festschaligkeit benötigt, war ein Unterbrechen der Ernte trotzdem nicht sinnvoll.



  3. Zu Wasserverlust infolge des hohen physiologischen Alters kommt es vor allem nach trockener Ernte auf leichten Standorten und bei beschädigter Ware. Diese Partien sollten Sie nicht übermäßig belüften. In der Wundheilungsphase empfehlen wir zwei bis drei Stunden Außenluft. Ist die Ware trocken, schwitzt sie nicht und ist es im Lager nicht zu warm, reicht auch weniger. Dann lieber mit Umluft arbeiten (3 bis 4 mal für 30 min). CO2 muss man aber regelmäßig mit Außenluft tauschen.



  4. Selbst nach der trockenen Ernte tritt vereinzelt an bereits eingelagerten Partien Fäulnis auf. Es könnte sich dabei um Erwinia oder auch Mischinfektionen handeln. Finden Sie bereits jetzt viele betroffene Knollen, müssen Sie intensiver belüften, vor allem, wenn schon Wundwasser austritt.

    Beispiel: Müssen Sie ca. 3% faule Knollen im Lager „austrocknen“, benötigen Sie dafür ca. 3 bis 4 Wochen mit 2 bis 3 Stunden Außenluft pro Tag (2 bis 3 °C kältere Außenluft).


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 Martin Kanders, Spezialberatung Kartoffeln, LWK Nordrhein-Westfalen, Kleve

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