Biodiversität

Landschaftselemente schaffen Lebensraum

Ein Haufen Steine kann für viele Tiere schon einen großen Nutzen bringen. Auch Tümpel und Blänken bringen viel für die Biodiversität auf dem Hof. Caroline Kowol von der LWK NRW berichtet.

Um Insekten mehr Lebensraum zu bieten, helfen auch kleine einfache Maßnahmen, wie z.B. Lesesteinhaufen. Sie sind vor allem in Regionen mit einem hohen Steinanteil im Boden zu finden: vom Acker gesammelte Steine landen am Feldrand und werden auf einem Haufen gestapelt. Wärmeliebende Tiere wie Zauneidechsen, Blindschleichen, Wiesel, Spinnen, Käfer oder Wildbienen fühlen sich dort wohl. Im Winter sind die Steinhaufen zudem ein frostfreies und trockenes Versteck.

Was der Hof so bietet

Auch auf den Betrieben sammeln sich oft Natursteine an, die als Lesesteinhaufen am Hof eine neue Aufgabe erhalten könnten. Regionaltypische Bruchsteine mit einem Durchmesser von 20 bis 40 cm eignen sich hervorragend, Pflastersteine hingegen nicht. Das Anlegen ist einfach:

  • Wählen Sie einen sonnigen und windgeschützten Standort.
  • Heben Sie eine 80 cm bis 1,0 m tiefe Mulde aus und füllen Sie diese mit Sand und Kies, wie in der Übersicht unten dargestellt. Wichtig ist, dass die Mulde nicht mit Wasser volllaufen kann.
  • Schichten Sie die Steine locker darauf, ca. 80 cm bis 1,20 m hoch.
  • Legen Sie dabei die Fugen etwa fingerbreit an.
  • Den Erdaushub der Mulde können Sie am besten an der nördlichen Seite des Haufens anfüllen und ihn mit Gräsern und Kräutern bepflanzen.

Lesesteinhaufen

Anlage eines Lesesteinhaufen (Bildquelle: Grafik: Driemer)

Wasser zum Leben

Teich

Teich (Bildquelle: Kowol)

Auch mit Tümpeln und Blänken kann man Insekten helfen. Diese können in natürlichen kleinen, flachen Geländemulden oder Bodenvertiefungen entstehen, in denen sich das Wasser oft nur zeitweise sammelt. Im Sommer ist es möglich, dass sie trockenfallen.

In Tümpeln tummeln sich besonders viele Arten. Je nach Bodenbeschaffenheit, Wasserführung und Lichtverhältnissen besitzen die Kleinstgewässer eigene Pflanzen- und Tierwelten. Amphibien nutzen die Mulden als Laichplätze. Zusätzlich nutzen Säugetiere, Vögel und Insekten sie als Tränke und Badegelegenheit. Oft sind dann auch insektenfressende Tiere wie Fledermäuse, Lurche und Vögel vor Ort.

Kleinstgewässer lassen sich gut im Grünland, aber auch auf Ackerflächen anlegen. Häufig gibt die Fläche vor, wo ein Tümpel sinnvoll ist, z.B. durch Senken, in denen sich automatisch Wasser sammelt oder natürliche Gewässerläufe. Dies können Sie einfach nutzen. Wichtig ist, dass Sie die Fläche um die neue Blänke herum weiter bewirtschaften können. Flach aufgezogene Ränder sind z.B. einfacher zu befahren. Achten Sie auch darauf, dass weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel in das Gewässer gelangen und vermeiden Sie Viehtrittschäden.

Legen Sie einen Tümpel neu an, sollten Sie prüfen, ob von rechtlicher Seite Verbote oder Genehmigungspflichten bestehen. Auskunft erteilen die Unteren Wasser- oder Naturschutzbehörden.

Kleinstgewässer

Kleinstgewässer wie Tümpel oder Blänken sind ein Paradies für Insekten und lassen sich leicht anlegen. (Bildquelle: Mund)


von Stephanie Winhard

Wir machen ja auch,

aber nur freiwillig, ohne Vertrag, ohne Bezahlung und nur auf eigenem Grund. Herr Esser, die Enteignung zeigt sich ja erst, wenn man solche Landschaftselemente, die irgendwann in einer Karte auftauchen werden und somit offiziell sind (der Digitalisierung und Überwachung aus dem All sei ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Einfach machen, Frau Winhard

Uns wurde damals auch davon abgeraten an Vertragsnaturschutzprogrammen etc. teilzunehmen. Die Argumente waren ähnlich: Wenn die da irgendwas finden, wird euch die Fläche enteignet. Mittlerweile haben wir mehrere Rote-Liste-Arten auf unseren Fläche und seltene Pflanzen, aber enteignet ... mehr anzeigen

von Heinrich Albo

Die Tümpel wurden...

Bei uns vor Jahren von den Naturschützern ausgebaggert bzw. von modrigem Laub "befreit"....dabei wurde dann die darunter befindliche Ortsreinschicht durchbrochen und der Tümpel trocken gelegt....in unter Staunässe leidenden Weiden hat man wieder künstliche Tümpel angelgt....dadurch ... mehr anzeigen

von Stephanie Winhard

Würde ich alles gerne machen ...

allein, man läuft Gefahr, diese Steinhaufen & Co. niemals wieder loswerden zu dürfen, weil dann strengstens geschützt durch NGO-unterwanderte Ministerien. So kann man sich auch selbst enteignen. Mittlerweile erscheint es mir fast am rentabelsten, seine Flächen zu einem ordentlichen ... mehr anzeigen

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