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Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

Biodiversität

Landschaftselemente schaffen Lebensraum

Ein Haufen Steine kann für viele Tiere schon einen großen Nutzen bringen. Auch Tümpel und Blänken bringen viel für die Biodiversität auf dem Hof. Caroline Kowol von der LWK NRW berichtet.

Lesezeit: 3 Minuten

Um Insekten mehr Lebensraum zu bieten, helfen auch kleine einfache Maßnahmen, wie z.B. Lesesteinhaufen. Sie sind vor allem in Regionen mit einem hohen Steinanteil im Boden zu finden: vom Acker gesammelte Steine landen am Feldrand und werden auf einem Haufen gestapelt. Wärmeliebende Tiere wie Zauneidechsen, Blindschleichen, Wiesel, Spinnen, Käfer oder Wildbienen fühlen sich dort wohl. Im Winter sind die Steinhaufen zudem ein frostfreies und trockenes Versteck.

Was der Hof so bietet

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Auch auf den Betrieben sammeln sich oft Natursteine an, die als Lesesteinhaufen am Hof eine neue Aufgabe erhalten könnten. Regionaltypische Bruchsteine mit einem Durchmesser von 20 bis 40 cm eignen sich hervorragend, Pflastersteine hingegen nicht. Das Anlegen ist einfach:

  • Wählen Sie einen sonnigen und windgeschützten Standort.
  • Heben Sie eine 80 cm bis 1,0 m tiefe Mulde aus und füllen Sie diese mit Sand und Kies, wie in der Übersicht unten dargestellt. Wichtig ist, dass die Mulde nicht mit Wasser volllaufen kann.
  • Schichten Sie die Steine locker darauf, ca. 80 cm bis 1,20 m hoch.
  • Legen Sie dabei die Fugen etwa fingerbreit an.
  • Den Erdaushub der Mulde können Sie am besten an der nördlichen Seite des Haufens anfüllen und ihn mit Gräsern und Kräutern bepflanzen.

Wasser zum Leben

Auch mit Tümpeln und Blänken kann man Insekten helfen. Diese können in natürlichen kleinen, flachen Geländemulden oder Bodenvertiefungen entstehen, in denen sich das Wasser oft nur zeitweise sammelt. Im Sommer ist es möglich, dass sie trockenfallen.

In Tümpeln tummeln sich besonders viele Arten. Je nach Bodenbeschaffenheit, Wasserführung und Lichtverhältnissen besitzen die Kleinstgewässer eigene Pflanzen- und Tierwelten. Amphibien nutzen die Mulden als Laichplätze. Zusätzlich nutzen Säugetiere, Vögel und Insekten sie als Tränke und Badegelegenheit. Oft sind dann auch insektenfressende Tiere wie Fledermäuse, Lurche und Vögel vor Ort.

Kleinstgewässer lassen sich gut im Grünland, aber auch auf Ackerflächen anlegen. Häufig gibt die Fläche vor, wo ein Tümpel sinnvoll ist, z.B. durch Senken, in denen sich automatisch Wasser sammelt oder natürliche Gewässerläufe. Dies können Sie einfach nutzen. Wichtig ist, dass Sie die Fläche um die neue Blänke herum weiter bewirtschaften können. Flach aufgezogene Ränder sind z.B. einfacher zu befahren. Achten Sie auch darauf, dass weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel in das Gewässer gelangen und vermeiden Sie Viehtrittschäden.

Legen Sie einen Tümpel neu an, sollten Sie prüfen, ob von rechtlicher Seite Verbote oder Genehmigungspflichten bestehen. Auskunft erteilen die Unteren Wasser- oder Naturschutzbehörden.

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